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Robotik in Koblenz: Neue Möglichkeiten für Computervisualistik und Maschinenbau

Robotik in Koblenz: Neue Möglichkeiten für Computervisualistik  und Maschinenbau

Rettungsroboter Robbie 14

Bereits seit einigen Jahren nimmt die Universität Koblenz-Landau erfolgreich mit dem Rettungsroboter „Robbie“ der Arbeitsgruppe „Aktives Sehen“ von Professor Dr. Dietrich Paulus an internationalen Wettbewerben teil. Auch in diesem Jahr gelang es Robbie bei den German Open des RoboCups in Magdeburg den dritten Platz in der Gesamtwertung und den Preis „bester autonomer Roboter“ im Bereich der Rettungsroboter zu erhalten. „Das Ergebnis ist sehr erfreulich und zeigt zum einen die Leistungsfähigkeit unserer Software, zum anderen wurde aber auch deutlich, dass zum ersten Platz nur noch die nötige Mobilität fehlt“, meinte Paulus. Um die Mobilität von Robbie weiter zu verbessern, hat die Computervisualistik der Universität den Maschinenbau der Fachhochschule Koblenz zur Zusammenarbeit eingeladen.
 

Treffen Computervsiualsitik Maschinenbau


Vor wenigen Tagen fand das erste Treffen in einer direkt neben der Universität gelegenen Robotikhalle statt. Die Halle befindet sich auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Pionier- und Truppengerät der Bundeswehr (WTD 51) und wird der Arbeitsgruppe „Aktives Sehen“ zur Verfügung gestellt. Über fünfzig Studierende des Studiengangs Maschinenbau nutzten gemeinsam mit Professor Dr. Harold Schreiber die Gelegenheit, mit dem Roboter auf Tuchfühlung zu gehen. Wie bei Wettbewerben üblich, war dort eine sogenannte Arena aufgebaut: Aufbauten aus Holz, die das Szenario einer Katastrophe z. B. nach einem Erdbeben simulieren. Mobilität bedeutet in einer solchen Umgebung, dass der Roboter in der Lage sein muss, schwierige Passagen wie Rampen, Geröllhaufen oder Treppen überwinden zu können. Voller Spannung beobachteten die Studierenden, wie sich Robbie autonom - also ohne Eingriff durch einen Menschen – durch die Arena bewegte und selbstständig Opfer finden konnte. Die Opfer werden durch Wärmedecken und Lautsprecher simuliert, so dass der Roboter gezielt nach diesen Lebenszeichen suchen kann.

Das Zusammentreffen war ein großer Erfolg und konnte die Studierenden der Fachhochschule sichtlich begeistern. Die Grundlage ist gelegt, um künftig Know How und Kompetenzen von Maschinenbau und Computervisualistik zu vereinen. Ein erstes Projekt wurde bereits vereinbart. Studierende werden einen beweglichen Sensorarm planen und konstruieren. Damit kann der Rettungsroboter mit seinen Kameras auch in hoch gelegene und verwinkelte Löcher schauen.
 


Datum der Meldung 20.07.2010 12:00
zuletzt verändert: 23.07.2010 13:41

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