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Startseite Aktuell Archiv 2012 Professionelle Unterstützung beugt Arbeitsplatz-Mobbing von Menschen mit geistiger Behinderung vor

Professionelle Unterstützung beugt Arbeitsplatz-Mobbing von Menschen mit geistiger Behinderung vor

Mobbing tritt deutlich seltener auf, wenn Menschen mit geistiger Behinderung professionelle Unterstützung bei der Integration am Arbeitsplatz erhalten. So lautet eines der ersten Ergebnisse einer Befragung von 18 Experten in Großbritannien, Irland, Spanien, Portugal und Deutschland. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts "Let me be ME!" beschäftigen sie sich mit dem Thema Arbeitsplatz-Mobbing von Menschen mit geistiger Behinderung.

Erfolgt die Vermittlung des Arbeitsplatzes und die dortige Unterstützung etwa durch Freunde oder Verwandte, so ein weiteres Ergebnis der Studie, kommt es eher zu Mobbing. Generell tritt nach Eindruck der Experten Mobbing häufiger innerhalb der Familie und in der Schule auf.

Die Befragten waren sich einig, dass die Untersuchung von Mobbing ein einfühlsames Vorgehen erfordert, da die Betroffenen Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle und Probleme auszudrücken und manchmal das Mobbing akzeptieren, um sich in eine Gruppe zu integrieren. Häufig genannte Arten von Mobbing waren Demütigung, Täuschung, Missbrauch, Witze machen, Bedrohung und sogar Erpressung.

In der nächsten Projektphase werden Menschen mit geistiger Behinderung sowie Arbeitgeber, Trainer und Angehörige zu ihren Erfahrungen befragt. Die Ergebnisse werden genutzt, um Trainingsmaterialien zu erstellen.

Bei dem Projekt "Let Me Be ME!" arbeiten sieben Universitäten und Organisationen aus Deutschland, Großbritannien, Irland, Portugal und Spanien zusammen. Deutscher Projektpartner ist das Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau.

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Kontakt:
Carolin Hass, Dipl.-Psych.
Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf)
der Universität Koblenz-Landau
Tel.: 06341-280-32607
E-Mail: hass@zepf.uni-landau.de


Datum der Meldung 01.03.2012 10:50
zuletzt verändert: 01.03.2012 12:05

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