Friedensakademie Rheinland-Pfalz nimmt Arbeit auf

Die „Friedensakademie Rheinland-Pfalz – Akademie für Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung“ mit Sitz in Landau in der Pfalz hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist als „besondere wissenschaftliche Einrichtung“ an der Universität Koblenz-Landau verankert.

Haben das Programm der Friedensakademie Rheinland-Pfalz vorgestellt (v.l.n.r.): Dr. Dieter Schiffmann, Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, Lucia Fetzer, Dr. Sascha Werthes, Prof. Dr. Roman Heiligenthal. Foto: Medienzentrum der Universität Koblenz-Landau

Die Akademie verbindet gesellschafts-, bildungs- und entwicklungspolitische Herausforderungen mit Ressourcen- und umweltpolitischen Fragen und will mit diesem Profil einen eigenen Beitrag zur friedenswissenschaftlichen und friedenspolitischen Debatte leisten.

Zu den Aufgaben der neuen Friedensakademie zählen anwendungsorientierte Forschung zu friedenswissenschaftlichen und friedenspädagogischen Fragen sowie das Ziel, bewährte Strategien der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung zu stärken und zu konsolidieren. Auch will die Akademie Themen wie Friedensarbeit und Krisenprävention durch Vermittlungsarbeit stärker in der Gesellschaft verankern. Dazu wird sie Öffentlichkeitsarbeit mittels verschiedener Veranstaltungsformate und medialer Plattformen betreiben und Multiplikatoren wie Lehramtsstudierende und Studierende der Gesellschaftswissenschaften sowie in der Friedensarbeit Tätige aus- und weiterbilden. „Wir haben eine international erfahrene Friedensfachkraft im Team, so dass wir ganz konkret für verschiedenste Gruppen Weiterbildungsangebote anbieten können, um sie in den Bereichen der Krisenprävention und zivilen Konfliktbearbeitung weiterzuqualifizieren“, verdeutlicht Dr. Sascha Werthes, Geschäftsführer der Friedensakademie Rheinland-Pfalz.

In der Startphase wird sich die Friedensakademie insbesondere auf drei Themenschwerpunkte konzentrieren: Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung in Grenzräumen, die Folgen von Umweltveränderungen als Konfliktursache und Bedrohung menschlicher Sicherheit sowie Konflikt-, Trauma- und Gendersensibilität.

Impressionen des Pressegesprächs (v.l.n.r.): Prof. Dr. Ralf Schulz, Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, Prof. Dr. Roman Heiligenthal, Dr. Sacha Werthes, Lucia Fetzer. Foto: Medienzentrum der Universität Koblenz-Landau.

Impressionen des Pressegesprächs (v.l.n.r.): Prof. Dr. Ralf Schulz, Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, Prof. Dr. Roman Heiligenthal, Dr. Sacha Werthes, Lucia Fetzer. Foto: Medienzentrum der Universität Koblenz-Landau.

 

Die Universität Koblenz-Landau wird sich mit ihren Forschungsschwerpunkten gezielt in die Arbeit der Friedensakademie einbringen. Uni-Präsident Professor Dr. Roman Heiligenthal: „Mit der Anbindung an die Universität Koblenz-Landau sollen die Friedensaktivitäten auf wissenschaftlicher Basis vernetzt werden.“ Der Campus Landau verfügt neben originären Kompetenzen in den lehramtsbezogenen Studiengängen über besondere Forschungskompetenzen in den Sozialwissenschaften, der Psychologie und den Umweltwissenschaften. Die Friedensakademie werde für die Universität auch ein Ort des akademischen Austauschs sein, so Heiligenthal, an dem verschiedene Disziplinen gemeinsam an Fragestellungen arbeiten werden.

Mehrwert in Bildung und Wissenschaft

„Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz will für das Land einen Mehrwert in Bildung und Wissenschaft schaffen und mit ihrem eigenständigen Profil einen sichtbar und neuen Beitrag zu friedenswissenschaftlichen und friedenspolitischen Debatten leisten“, bekräftigt Professor Dr. Ulrich Sarcinelli, erster Vorsitzende des mit dem Aufbau der Akademie betrauten Trägervereins. Mit der Gründung des Trägervereins im November 2013 wurde ein im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankerter Punkt aufgegriffen. Als finanzielle Grundlage für den Aufbau sind im Haushaltsplan des Landes Rheinland-Pfalz für den Doppelhaushalt 2014/15 insgesamt 600.000 Euro veranschlagt. Darüber hinaus will die Friedensakademie durch die Einwerbung von weiteren Drittmitteln die Grundfinanzierung für die Institution verbessern und sichern.

Mit einer Auftaktveranstaltung auf dem Hambacher Schloss wird die Friedensakademie Rheinland-Pfalz am 9. März 2015 ein Signal an die Öffentlichkeit geben. Keynote-Speaker wird der frühere Umweltminister und ehemalige Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen Professor Klaus Töpfer sein, welcher zurzeit das Institute for Advanced Sustainable Studies (IASS) in Potsdam leitet.

Nähere Informationen zur Friedensakademie Rheinland-Pfalz und deren Aktivitäten gibt es unter
www.uni-koblenz-landau.de/friedensakademie, auf Facebook unter www.facebook.com/FriedensakademieRheinlandPfalz und ab Januar 2015 in einem eigenen Blog unter http://friedensakademie-blog.eu.

 

 

Kurzprofil Friedensakademie Rheinland-Pfalz – Akademie für Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung

Die Friedensakademie verfolgt das grundsätzliche Ziel, bewährte Strategien der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung zu stärken und weiterzuentwickeln. Dazu entwickelt sie Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote und betreibt anwendungs- und problemorientierte Forschung zu friedenswissenschaftlichen und friedenspädagogischen Themen. Als eine Schnittstelleninstitution in diesem Politikfeld in Rheinland-Pfalz fördert sie nachhaltig den wechselseitigen Austausch zwischen akademischer Forschung und den zivilgesellschaftlichen Akteuren mit entsprechender Erfahrung und Expertise. Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz wurde 2014 gegründet und als „besondere wissenschaftliche Einrichtung“ an der Universität Koblenz-Landau verankert. Weitere Informationen: www.uni-koblenz-landau.de/friedensakademie.

 

 

Ansprechpartner:

Friedensakademie Rheinland-Pfalz
Dr. Sascha Werthes
Tel.: 06341 280-38552
E-Mail: werthes@uni-landau.de


Trägerverein „Friedensakademie Rheinland-Pfalz e.V.“
Prof. pens. Dr. Ulrich Sarcinelli
Tel.: 06341 3470540
E-Mail: sarci@uni-landau.de


Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: theil@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 11.11.2014 00:00
zuletzt verändert: 29.04.2015 10:22

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