Trinationales Risikomanagement: SERIOR nimmt Arbeit auf

Umweltprobleme, die Konsequenzen des Klimawandels oder soziale Herausforderungen: Risiken machen in der globalisierten Welt vor Landesgrenzen nicht halt. Die trinationale Oberrhein-Graduiertenakademie SERIOR (SEcurity-RIsk-ORientation) geht daher der Frage nach, ob Menschen in Grenzregionen Risiken unterschiedlich wahrnehmen und auch verschieden damit umgehen.

Risikowahrnehmung in der Grenzregion: Die trinationale Oberrhein-Graduiertenakademie SERIOR wird ein Wissenstransferprogramm zum Thema Risikomanagement entwickeln. Foto: Colourbox

Risikowahrnehmung in der Grenzregion: Die trinationale Oberrhein-Graduiertenakademie SERIOR wird ein Wissenstransferprogramm zum Thema Risikomanagement entwickeln. Foto: Colourbox

 

Am Montag präsentierte sie sich anlässlich ihrer Auftaktveranstaltung an der Universität Koblenz-Landau der Öffentlichkeit. Rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden über die Projektlaufzeit bis Ende 2018 ein Wissenstransferprogramm zum Thema Risikomanagement zwischen Forschung und Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik entwickeln.

Wissenschaftsministerin Vera Reiß sieht in der internationalen Graduiertenakademie eine Bereicherung für die rheinland-pfälzische Forschungslandschaft: „SERIOR wird dazu beitragen, neue Forschungspotenziale im Bereich Risikomanagement am Oberrhein zu erschließen. Als attraktives Qualifizierungsangebot wird die Graduiertenakademie junge und etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenbringen, um gemeinsame praxisnahe und interdisziplinäre Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit zu entwickeln. Gleichzeitig wird sie durch persönliche Begegnungen einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur europäischen Freundschaft leisten. Ich freue mich heute in Landau – in der Mitte Europas – den Startschuss für dieses bedeutsame Vorhaben zu geben.“

Im interdisziplinären Austausch zwischen Sozialwissenschaften (Security), Naturwissenschaften (Risk) und Geisteswissenschaften (Orientation) wird die Graduiertenakademie ein neuartiges, interkulturelles, fachübergreifendes und praxisnahes Ausbildungs- und Betreuungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler anbieten. „Vernetzung ist das Leitmotiv der neuen Graduiertenakademie“, unterstreicht Roman Heiligenthal, Präsident der Universität Koblenz-Landau, die in dem Projekt die koordinierende Rolle hat. „Nicht nur bündelt sie fach- und grenzüberschreitende Kompetenzen in der Nachwuchsförderung. Sie ist zugleich ein entscheidender Beitrag, um das Profil der Universität Koblenz-Landau in den Bereichen Bildung – Mensch – Umwelt zu schärfen.“ Mit SERIOR sollen Programme und Instrumente für Ausbildung und Wissenstransfer entwickelt, erprobt und umgesetzt werden, welche die Risikokompetenz von Nachwuchswissenschaftlern erhöhen. Dazu zählen unter anderem Seminarreihen, Summer-Schools, methodische und didaktische Handbücher zur Wahrnehmung, Abschätzung und Kommunikation von Risiken sowie Datenbanken für relevante Literatur, Projekte und Kontakte.

Neben der Universität Koblenz-Landau sind an dem Projekt die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace (Mulhouse-Colmar) und Strasbourg, das Karlsruher Institut für Technologie, die französische nationale Forschungsgesellschaft CNRS sowie die französische nationale Hochschule für Wasser- und Umweltingenieurswesen ENGEES beteiligt. SERIOR wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Programm INTERREG V Oberrhein gefördert. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Euro. Nähere Informationen zur Arbeit von SERIOR gibt es unter www.uni-koblenz-landau.de/de/serior.

 

Kontakt:
Trinationale Graduiertenakademie SERIOR
Dr. Ulrich Ufer
Tel.: 06341 280-32284
E-Mail: uufer@uni-koblenz-landau.de

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: ktheilmann@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 09.05.2016 00:00
zuletzt verändert: 10.05.2016 13:58

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