Fit für den Klimawandel: Unternehmen gesucht

Eine der größten Herausforderungen der Gegenwart ist der Klimawandel. Von Extremwetterereignissen sind auch Unternehmen betroffen. Das trinationale Projekt Clim’Abilty hat daher das Ziel, Unternehmen der trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) fit für den Klimawandel zu machen. In den nächsten drei Jahren wollen die 13 Projektpartner gemeinsam mit Unternehmen Anpassungsstrategien entwickeln.

Von Wetterextremen wie Hochwasser sind zunehmend auch Unternehmen betroffen. Entsprechende Anpassungsstrategien sollen die Unternehmen fit für den Klimawandel machen. Foto: Colourbox

Von Wetterextremen wie Hochwasser sind zunehmend auch Unternehmen betroffen. Entsprechende Anpassungsstrategien sollen die Unternehmen fit für den Klimawandel machen. Foto: Colourbox

Klimamodelle zeigen, dass Wetterextreme in der Oberrheinregion in den nächsten Jahrzehnten zunehmen werden. Auch die vom Bund 2008 entwickelte Anpassungsstrategie an den Klimawandel hat die südliche Rheinregion als besonders betroffene Gegend identifiziert. „Heiße Tage, Trockenheit und Extremwettereinflüsse wie Starkregen, Überschwemmungen oder starke Winde, all dies hat auch Auswirkungen auf Unternehmen“, bekräftigt Oliver Frör, Professor für Umweltökonomie am Institut für Umweltwissenschaften Landau der Universität Koblenz-Landau. Durch diese Faktoren könnten Gebäude oder Lieferketten in Mitleidenschaft gezogen werden oder Mitarbeiter aufgrund von Hitzewellen ausfallen. Daher wollen die Projektpartner gemeinsam mit Unternehmen ein Selbstdiagnose-Tool erarbeiten, mit denen diese ermitteln können, ob und wie anfällig sie gegenüber den Folgen des Klimawandels sind. Möglich soll das durch standortbezogene Klima- und Wettermodellierungen und die Verknüpfung von geographischen, ökonomischen, sozialen und hydrologischen Daten sein, aufgrund derer mit den Unternehmen Anpassungsstrategien entwickelt werden. Geplant sind auch Schulungsmaterialien.

Unternehmen, die an dem Projekt mitwirken wollen, können sich an Oliver Frör unter froer@uni-landau.de wenden. Gesucht werden Unternehmen aus der Südpfalz und Baden (Landkreis Karlsruhe und südlich bis zur Schweizer Grenze).

Das Projekt wird aus dem Programm INTERREG V A finanziert und umfasst ein Gesamtbudget von 2,6 Millionen Euro. Neben Universitäten der TMO sind Unternehmensnetzwerke sowie der deutsche und französische Wetterdienst unter den 13 Projektpartnern. Träger des Projektes ist das Institut National des Sciences Appliquées (INSA) in Straßburg.


Kontakt:
Institut für Umweltwissenschaften Landau
Prof. Dr. Oliver Frör
Tel.: 06341 280-31534
E-Mail: froer@uni-landau.de

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: ktheilmann@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 10.05.2016 00:00