Deutsch-französisches Doktorandenkolleg genehmigt

Die Universität Koblenz-Landau kooperiert künftig mit den Hochschulen der trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) in der Doktorandenausbildung zum Doppeldoktorat.

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) hat Anfang April 2016 der Förderung eines deutsch-französischen Doktorandenkollegs zugestimmt. Für eine Laufzeit von vier Jahren fördert die DFH das neue Kolleg mit jährlich 20.000 Euro. Mit dem Doppeldoktorat sollen die Einstellungschancen auf Dozenten- und Professorenstellen in den beteiligten Ländern Deutschland, Frankreich und der Schweiz erhöht werden.

In dem deutsch-französischen Doktorandenkolleg arbeiten die Universität Koblenz-Landau, die Université de Strasbourg, die Pädagogische Hochschule Karlsruhe und die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz zusammen. "Ich begrüße die neue Kooperation außerordentlich. Sie ist ein wichtiger und erfreulicher Meilenstein auf dem Weg, den die Universität Koblenz-Landau in der jüngsten Vergangenheit eingeschlagen hat: einen starken Fokus auf die Bereiche Internationalisierung und Nachwuchsförderung zu richten“, erklärte Professor Dr. Roman Heiligenthal, Präsident der Universität Koblenz-Landau.

„Dieses grenzüberschreitende Kolleg wird die interkulturellen Kompetenzen der künftigen Forscher in der Oberrheinregion fördern und sichern“, unterstreicht Dr. habil. Jacqueline Breugnot vom Institut für fremdsprachliche Philologien am Campus Landau und eine der betreuenden Dozentinnen im Doktorandenkolleg. Bis zu zwölf Doktoranden werden sich unter anderem mit der Frage der Kommunikation in mehrsprachigem und plurikulturellem Kontext beschäftigen, grenzübergreifende Feldforschung betreiben und Annäherung sowie Auseinandersetzung mit den nationalen Wissenschaftstraditionen der drei Bildungs- und Forschungskontexte Deutschland, Frankreich und Schweiz suchen. Mit der Fördersumme subventioniert die DFH neben der sprachlichen Vorbereitung der Doktoranden auch die Durchführung von Workshops sowie Reisekosten oder Publikationen.

Es erfolgt eine Doppelbetreuung in zwei der beteiligten Länder, die den Doktoranden die Möglichkeit eröffnet, einen Teil ihres Graduiertenstudiums an unterschiedlichen Standorten durchzuführen, was in der Folge zu einer steigenden Anzahl von Doppeldoktoraden und damit zu besseren Chancen auf dem akademischen Beschäftigungsmarkt führen wird.

 

Kontakt:
Dr. habil. Jacqueline Breugnot
Institut für fremdsprachliche Philologien
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Tel: 06341 280-33104
E-Mail: breugnot@uni-landau.de


Datum der Meldung 24.05.2016 08:00