Land der Ideen - Zwei Gründungsprojekte ausgezeichnet

Gleich zwei Projekte der Gründeruniversität Koblenz-Landau sind Preisträger des diesjährigen Innovationswettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. „Koblenz lernt“ und „Wasser 3.0“ liefern kreative Antworten auf die Herausforderungen von morgen und überzeugten mit ihren Ideen die Wettbewerbs-Jury.

Die Projekte "Koblenz lernt e.V." und "Wasser 3.0" sind 2016 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ der Bundesregierung und der Deutschen Bank ausgezeichnet worden. Foto: Deutschland - Land der Ideen

Die Projekte "Koblenz lernt e.V." und "Wasser 3.0" sind 2016 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ der Bundesregierung und der Deutschen Bank ausgezeichnet worden. Foto: Deutschland - Land der Ideen

Aus rund 1000 Bewerbern suchte die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ der Bundesregierung und der Deutschen Bank die 100 innovativsten Initiativen und Projekte. Das diesjährige Jahresthema des Wettbewerbs lautet „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“ und legt den Fokus auf Ideen für das gemeinschaftliche Handeln von morgen – auf Soziales Unternehmertum.

Die beiden ausgezeichneten Projekte aus der Universität Koblenz-Landau werden vom Gründungsbüro und dem Zentralen Institut für Scientific Entrepreneurship und International Transfer (ZIFET) der Universität durch Gründungsberatung, Kommunikationsmaßnahmen und im Innovationslabor unterstützt. Auch finanziell wurden sie vom ZIFET gefördert. Universitätspräsident Professor Dr. Roman Heiligenthal zeigte sich hoch erfreut, dass erneut Projekte der Universität von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet wurden. Preisträger früherer Jahreswettbewerbe waren das Institut „Web Science and Technologies“ (WeST) in Koblenz sowie das Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) und die Zooschule in Landau.

Koblenz lernt e.V.

Mehr Chancengleichheit in Bildung und Integration - das ist das Ziel der zwei Studierenden Viktoria Schäfer und Jennifer Retz von „Koblenz lernt e.V.“. Sie gründeten im März 2013 den Verein, um sozial benachteiligte Schüler und Flüchtlingskinder im Unterricht zu unterstützen. Ehrenamtlich tätige Lehramtsstudierende der Universität in Koblenz ermöglichen den Schülern neue Bildungschancen. Eine Win-Win-Situation: Die Helfer können durch ihre Arbeit an den Schulen wertvolle Praxiserfahrung für den späteren Beruf sammeln, während die Schüler eine kostenlose Förderung erhalten. Inzwischen arbeiten rund 100 ehrenamtliche Helfer eng mit den Lehrkräften an Koblenzer Schulen zusammen und stellen sich den Herausforderungen echter schulischer Situationen noch während ihres Studiums. Die Projekte aus den Bereichen Bildung, Sprache und interkulturelle Kompetenzen sollen zu einer besseren Integration beitragen, denn nicht jedes Kind in Deutschland hat den gleichen Zugang zu Bildung. Der Verein - Schirmherrin ist die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein - ist eng mit Bildungseinrichtungen, der Stadt Koblenz und Wirtschaftsunternehmen vernetzt. So können hunderte Kinder von „Koblenz lernt“ profitieren.

Wasser 3.0

Sauberes Wasser ist in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Doch nicht überall auf der Welt haben Menschen Zugang zu dieser unverzichtbaren Lebensgrundlage. Darum hat Wasser 3.0, eine Kooperation der Junior-Professorin Katrin Schuhen vom Landauer Institut für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau und des Chemikalien-Großhändlers abcr, ein Verfahren entwickelt, Schadstoffe aus dem Wasser zu entfernen. Anorganisch-organische Hybridkieselgele sorgen dafür, dass sich unerwünschte Stoffe ganz einfach aus dem Wasser entfernen lassen. Die Hybridkieselgele können mit ihrer porösen Oberfläche große Menge an Spurenstoffen aufnehmen, chemisch umwandeln und so fest fixieren. Was normale Kläranlagen nicht schaffen, ist für die recycelbaren Gele kein Problem: Damit lassen sich sogar Schadstoffe aus Pestiziden und Pharmazeutika lösen, die durch Ausscheidungsprodukte von Mensch und Tier in den Wasserkreislauf geraten. Das Verfahren kann nicht nur in Deutschland, sondern auch in Entwicklungsländern leicht eingesetzt werden.

So geht es weiter

Für die ausgezeichneten Gründungsvorhaben geht es am 7. Juni zu einem Netzwerktreffen in Berlin, bei dem sich alle Preisträgerinnen und Preisträger kennenlernen und austauschen können. Die Gewinner bekommen jeweils eine eigene Preisverleihung am 27. Juli in Landau und am 13. August in Koblenz. Sie erhalten zu diesem Anlass eine von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde. Im November werden bei einem feierlichen Preisträgerempfang in Frankfurt die sechs herausragendsten Projekte in jeder Kategorie bekannt gegeben.

Kontakt
Universität Koblenz-Landau
Bernd Hegen
Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit
Rhabanusstraße 3
55118 Mainz
Tel.: (06131) 3 74 60 - 34
E-Mail: hegen@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 06.06.2016 10:00