Best Paper Award für Forschung zu Mitarbeiterverhalten in Sozialen Medien

Im Rahmen des dritten International Colloquium on Corporate Branding, Identity, Image, and Reputation (COBIIR) in London wurden bedeutende Forschungsartikel vorgestellt.

Jun.-Prof. Dr. Mario Schaarschmidt nimmt den Preis entgegen. Bild: Schaarschmidt

Jun.-Prof. Dr. Mario Schaarschmidt nimmt den Preis entgegen. Bild: Schaarschmidt

Der Artikel von Jun.-Prof. Dr. Mario Schaarschmidt vom Institut für Management der Universität Koblenz-Landau und von Prof. Dr. Gianfranco Walsh von der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Titel „Antecedents and Consequences of Employees' Awareness of their Impact on Corporate Reputation in Social Media" gewann dabei den 1. Preis als bester Artikel der Konferenz. Der Artikel untersucht im Rahmen des Projekts Webutatio, in wie weit sich Mitarbeitende in Unternehmen von der Reputation des Arbeitgebers leiten lassen, wenn sie öffentlich sichtbar in Sozialen Medien agieren.

Die Reputation eines Unternehmens gilt in der betriebswirtschaftlichen Praxis als wichtiger immaterieller Vermögensgegenstand, den es zu schützen und zu entwickeln gilt. Maßnahmen des Reputationsmanagement erfolgen jedoch häufig an wichtigen Stakeholdergruppen vorbei – den eigenen Mitarbeitenden. Doch durch soziale Medien werden Mitarbeitende in die Lage versetzt, reputationsrelevant zu agieren. Kommentare über das eigene Unternehmen und Kritik von Mitarbeitenden über deren Erfahrung und Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber sind per Mausklick somit einer enormen Zahl an aktuellen und potenziellen Kunden sowie anderen relevanten Stakeholdern des Unternehmens zugänglich.

Im Rahmen des Webutatio-Projekts befasst sich die Universität Koblenz-Landau gemeinsam mit ihren Verbundpartnern, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Check24 Services GmbH, der IHK-Akademie Koblenz e. V. und der Berge & Meer Touristik GmbH genauer mit der Reputationskompetenz von Mitarbeitenden in sozialen Medien. Ziel des Verbundprojekts Webutatio ist die Erfassung, der Aufbau und die arbeitsprozessintegrierte Stärkung von individueller Reputationskompetenz für soziale Medien durch die Entwicklung und Erprobung eines Blended-Learning-Konzepts, das auf einem neuen Wirkungsmodell zur Messung von Reputationskompetenz beruht.

Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes verantwortet die Universität Koblenz-Landau die Projektkoordination unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Mario Schaarschmidt und Prof. Dr. Harald von Kortzfleisch. Hauptaufgabe der Universität Koblenz-Landau wird die Analyse des aktuellen Standes der Unternehmenspraxis im Umgang mit Mitarbeiterverhalten und Social Media durch Experten- und Anwenderinterviews sein. Aus den Interviewergebnissen wird ein multidimensionales konzeptionelles Modell von persönlicher und organisationaler Reputationskompetenz in Sozialen Medien abgeleitet. Dieses Modell bildet die Grundlage für die weiteren Teilvorhaben der Verbundpartner.

Ansprechpartner:
Jun.-Prof. Dr. Mario Schaarschmidt
Junior Professor für Technologie und Innovation Management
Universität Koblenz-Landau
Campus Koblenz
Institut für Management
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz

Tel.: 0261 287 2856
E-Mail:

 


Datum der Meldung 28.09.2017 11:00
zuletzt verändert: 28.09.2017 11:00

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