EveryBody Plus: Hilfe für Personen mit Essstörungen

Studien haben gezeigt: Frauen und Männer mit einer Essstörung erzielen langfristig größere Erfolge, wenn sie frühzeitig Essanfälle sowie Erbrechen und andere gegensteuernden Maßnahmen reduzieren können. Daher ermöglicht die Psychotherapeutische Universitätsambulanz diesen Patienten nun mit dem Online-Selbsthilfeprogramm EveryBody Plus (in Kooperation mit der TU Dresden, Prof. Dr. Corinna Jacobi), die Therapie sinnvoll zu ergänzen.

Junge Erwachsene sind besonders häufig von Essstörungen betroffen. Das Online-Selbsthilfeprogramm "EveryBody Plus" kann eine Therapie sinnvoll ergänzen. Foto: Colourbox

Junge Erwachsene sind besonders häufig von Essstörungen betroffen. Das Online-Selbsthilfeprogramm "EveryBody Plus" kann eine Therapie sinnvoll ergänzen. Foto: Colourbox

 

EveryBody Plus ist ein internet-gestütztes Selbsthilfeprogramm, das die oft lange Wartezeit auf einen ambulanten Psychotherapieplatz aktiv zu überbrücken hilft. Es bietet Informationen zum Krankheitsbild Essstörungen, ermöglicht Rückmeldungen durch eine Diplom-Psychologin und Austausch mit anderen Betroffenen. In acht wöchentlichen Sitzungen werden Themen wie Körperbild und Schönheitsideal, Sport, Ernährung und diverse Gefühlsthemen erarbeitet. Die Nutzer können darüber hinaus an einer Befragung teilnehmen.

Ungefähr 1,5 Prozent der Frauen und 0,5 Prozent der Männer in Deutschland leiden unter einer Essstörung. Besonders häufig betroffen sind junge Erwachsene. Essstörungen sind gekennzeichnet durch ständige Gedanken an das eigene Körpergewicht und Möglichkeiten, es zu reduzieren. Betroffene lehnen ihren Körper ab und verbinden mit Essen Gefühle wie Schuld, Scham und Versagen. Kennzeichnend für die Magersucht ist ein starker Gewichtsverlust, den die Betroffenen hauptsächlich durch Hungern sowie übermäßige sportliche Aktivität herbeiführen. Für Personen mit Bulimie oder Binge Eating Störung sind Essattacken typisch, bei denen in kurzer Zeit große Mengen meist hochkalorischer Nahrung zu sich genommen werden. Die Psychotherapeutische Universitätsambulanz Landau bietet wissenschaftlich fundierte Behandlungen für alle Formen von Essstörungen an.

Interessierte Personen an einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung wegen einer Essstörung und am begleitenden Selbsthilfeprogramm können per Mail unter wipp@uni-landau.de oder telefonisch unter 06341 280-35600 Kontakt zur Psychotherapeutischen Universitätsambulanz aufnehmen.

Kontakt:
Psychotherapeutische Universitätsambulanz
Dr. Katharina Köck
Tel.: 06341 280-35631
E-Mail: koeck-katharina@uni-landau.de

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: ktheilmann@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 09.02.2017 00:00
zuletzt verändert: 10.02.2017 10:46

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