Forschungsinitiative des Landes unterstützt Profilierung der Universität

Die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz wird weiter fortgesetzt. Am Montag unterzeichneten die Hochschulpräsidenten des Landes und Wissenschaftsminister Konrad Wolf in Mainz die Zielvereinbarungen für das neue Förderpaket. Die Universität Koblenz-Landau wird 2017 und 2018 insgesamt bis zu zwei Millionen Euro erhalten. Dies sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur weiteren nationalen wie internationalen Profilierung der Universität, erklärte Universitätspräsident Professor Dr. Roman Heiligenthal.

Universitätspräsident Roman Heiligenthal (rechts) mit Wissenschaftsminister Konrad Wolf bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarung zur Forschungsinitiative. Foto: Stefan Sämmer

Universitätspräsident Roman Heiligenthal (rechts) mit Wissenschaftsminister Konrad Wolf bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarung zur Forschungsinitiative. Foto: Stefan Sämmer

Die Forschungsinitiative habe seit 2008 an der Universität Koblenz-Landau eine ausgesprochen positive Entwicklung ausgelöst, betonte Heiligenthal. So habe etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein bildungswissenschaftliches Graduiertenkolleg und eine umweltwissenschaftlich orientierte DFG-Forschergruppe bewilligt, die aus Schwerpunkten hervorgegangen, die mit Hilfe der Forschungsinitiative etabliert werden konnten. Die Drittmitteleinwerbungen bei Unternehmen, Stiftungen und Institutionen für die Forschung an der Universität konnten seit 2007 annähernd verdreifacht werden.

Durch die Forschungsinitiative werden insbesondere drei Forschungsschwerpunkte gefördert: „Kommunikation – Medien – Politik (KoMePol)“, „Land – Wasser – Interaktionen (AufLand)“ und „Kulturelle Orientierung und normative Bindung (Kultur-Norm)“. Weitere, profilbildende Forschungsschwerpunkte in Informatik und Bildungswissenschaften werden ebenfalls über Fördermittel der Forschungsinitiative in den nächsten Jahren verstärkt werden.

Der Forschungsschwerpunkt KoMePol, der seit 2012 über die Forschungsinitiative gefördert wird, beschäftigt sich mit politischer Kommunikationsforschung. Im Kern geht es um die individuelle Wahrnehmung und Verarbeitung politischer Kommunikationsinhalte und die Bedeutung von Vertrauen in der politischen Kommunikation. An dieser Schnittstelle forschen gemeinsam Koblenzer und Landauer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Politikwissenschaft, Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Informatik.

Bereits seit 2008 wird der Forschungsschwerpunkt „AufLand“ gefördert, der campusübergreifend aus naturwissenschaftlicher und sozioökonomischer Sicht den Einfluss des Menschen auf Übergangsbereiche zwischen Gewässer und Land untersucht. Diese Übergangsbereiche tragen erheblich zur regionalen Biodiversität bei, sind Hotspots für viele ökologische und biogeochemische Prozesse und stellen Ökosystemdienstleistungen wie Hochwasserschutz, Selbstreinigung und Erholung für den Menschen bereit. In der neuen Projektphase soll ein gestuftes Systemverständnis entwickelt werden, um die Auswirkungen landwirtschaftlicher Nutzungsstrategien auf die Biodiversität und Gewässer- und Bodenqualität zu verstehen

Der 2014 eingerichtete Schwerpunkt „Kultur-Norm“ ist geisteswissenschaftlich orientiert und geht der Frage nach, was moderne Gesellschaften zusammenhält und an welchen Normen sich deren Mitglieder orientieren können, wenn Bindungskräfte wie Religion, Literatur und Sprache schwinden. Diese Prozesse und deren Auswirkungen untersuchen Koblenzer und Landauer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Pädagogik, Philosophie, Theologie, Kulturwissenschaft sowie Literatur- und Sprachwissenschaft.

Durch die Forschungsinitiative des Landes werden seit 2008 die vier staatlichen rheinland-pfälzischen Universitäten und seit 2010 die sieben staatlichen Fachhochschulen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit um Personal, Investitionen und Drittmittel gestärkt. Die Forschungsinitiative hat bis Ende 2016 ein Volumen von über 160 Millionen Euro erreicht. Diese Mittel wurden den Hochschulen zusätzlich zur Grundfinanzierung für den Ausbau ihrer profilbildenden Forschungsschwerpunkte und -zentren zur Verfügung gestellt.


Ansprechpartner:

Bernd Hegen
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Präsidialamt Mainz
Tel.: 06131 / 37460-34
hegen@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 10.07.2017 16:00
zuletzt verändert: 10.07.2017 16:57

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