Schnupperausbildung 2017 ermutigt Mädchen zur Entscheidung für MINT-Berufe und -Studiengänge

Nach dem Schulabschluss fragen sich zahlreiche Schülerinnen, welche Wege sie künftig beschreiten könnten - gerade kurz vor den Abiturprüfungen. Aber auch alle, die die Mittlere Reife anstreben, stehen vor einer Reihe von Entscheidungen.

Ungezwungen in MINT-Fächer schnuppern - die Schnupperausbildung macht's möglich. Bild: Nicola Farkas

Ungezwungen in MINT-Fächer schnuppern - die Schnupperausbildung macht's möglich. Bild: Nicola Farkas

Viele tendieren nicht zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik. Der sogenannte MINT-Bereich weist noch immer einen eklatanten Mangel an qualifizierten Frauen auf dabei ist er, was Gehaltsaussichten, Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten angeht, deutlich attraktiver als die meisten typischen Frauenberufe.

Damit sich Schülerinnen frühzeitig ein eigenes Bild davon machen können, was es bedeutet, als Maschinenbauingenieurin, Informatikkaufrau, Geomatikerin oder Elektrotechnikerin zu arbeiten, bietet das Ada-Lovelace-Projekt an der Universität in Koblenz auch in 2017 die Schnupperausbildung an:

Vier Unternehmen stehen für Realschülerinnen, fünf Unternehmen und die Universität sowie die Hochschule Koblenz für Abiturientinnen an jeweils einem Tag pro Monat offen, um zu klären, was es bedeutet, hier eine Ausbildung zu machen oder ein (Duales) Studium zu absolvieren. Auf die Interessen von Abiturientinnen bzw. von Mädchen, die die Mittlere Reife anstreben, zugeschnitten, werden die Teilnehmerinnen durch die Unternehmen bzw. Hochschulen geführt, können Auszubildende bzw. Studierende nach deren Arbeits- bzw. Studienalltag befragen, machen praktische Übungen und erfahren von den Personalentscheidern, unter welchen Voraussetzungen sie erfolgreich eine Ausbildung, ein Duales Studium oder ein Studium im jeweiligen Bereich abschließen können.

Beteiligt sind die CompuGroup Medical SE, die Debeka, das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation, die Stabilus GmbH und die ThyssenKrupp Rasselstein GmbH. Außerdem erhalten die Teilnehmerinnen im geschützten Rahmen die Möglichkeit, mit einer erfahrenen Trainerin ihre Stärken wie auch Schwächen auszuloten und so den Berufsbereich zu finden, für den sie geeignet sind.

Dass die Schnupperausbildung sinnvoll ist, zeigt sich darin, dass immer wieder ehemalige Teilnehmerinnen einen der begehrten Dualen Studienplätze oder einen Ausbildungsvertrag erhalten. „Die Schülerinnen können die Ausbilder schon vor ihrer eigentlichen Bewerbung von sich überzeugen. Wenn diese später eine Bewerbung von einer Teilnehmerin auf dem Tisch haben, die einen guten Eindruck hinterlassen hat, steigt die Chance signifikant, bei der Besetzung der Stelle berücksichtigt zu werden“, berichtet die Projektleiterin Dr. Tanja Gnosa aus ihrer mittlerweile fünfjährigen Erfahrung mit dem Programm.

Eingeladen sind bis zu 25 Abiturientinnen und bis zu 25 Realschülerinnen; die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden bis zum 15. Februar 2017 auf der Webseite des Projekts:

www.ada-lovelace.com/koblenz

entgegengenommen. Hier finden sich auch nähere Infos zum Programm und dem Projekt, das seit 1997 besteht und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Landesministerien MFFJIV und MWWK gefördert wird.

Informationen zum Ada-Lovelace-Projekt
Das Ada-Lovelace-Projekt wurde 1997 auf Initiative des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend (MBFJ) an der Universität in Koblenz ins Leben gerufen. Seitdem engagieren sich Studentinnen und seit 2000 auch weibliche Auszubildende als Mentorinnen im Ada-Lovelace-Projekt, die von Beginn an durch Trainings bei Ihrer Tätigkeit unterstützt werden. Die Mentorinnen informieren Schülerinnen über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten und erzählen von ihrem eigenen Weg. In Workshops und Arbeitsgemeinschaften arbeiten die Mentorinnen mit den Schülerinnen an konkreten technischen und naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen und fördern so das Selbstvertrauen der Mädchen im MINT-Bereich. Mittlerweile verfügt das Ada-Lovelace-Projekt über zehn Hochschulstandorte in ganz Rheinland-Pfalz, davon zwei in Koblenz an Universität und Hochschule, mit etwa 180 aktiven Mentorinnen.

Ansprechpartnerin:
Dr. Tanja Gnosa
Projektleitung im Schwerpunkt Ausbildung
Ada-Lovelace-Projekt
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz

Tel. 0261-287-1938
E-Mail: gnosa@uni-koblenz.de
Internet: www.ada-lovelace.com/koblenz


Datum der Meldung 19.01.2017 15:00
zuletzt verändert: 02.02.2017 10:51

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