Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz für das Projekt Wasser 3.0

„Wasser 3.0" ist bekannt als innovatives Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Arbeitsgruppe Organische und Ökologische Chemie der Universität in Landau. Jetzt wurde das Projekt mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz durch Umweltministerin Ulrike Höfken ausgezeichnet. Es ist eines von insgesamt drei Preisträgern in diesem Jahr. Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert und geht zu gleichen Teilen an die drei Gewinner.

Philipp Bimmler, Dennis Schober, Adrian Herbort und Katrin Schuhen (von links) nahmen den Umweltpreis des Landes für das Projektteam von „Wasser 3.0" von Umweltministerin Ulrike Höfken (rechts) entgegen. Foto: Umweltministerium Rheinland-Pfalz

Philipp Bimmler, Dennis Schober, Adrian Herbort und Katrin Schuhen (von links) nahmen den Umweltpreis des Landes für das Projektteam von „Wasser 3.0" von Umweltministerin Ulrike Höfken (rechts) entgegen. Foto: Umweltministerium Rheinland-Pfalz

Unter Federführung der Landauer Juniorprofessorin Dr. Katrin Schuhen haben sich in den vergangenen Jahren viele Mitarbeiter und Kooperationspartner wie die abcr GmbH in Karlsruhe und die Zahnen Technik GmbH aus Arzfeld zusammengefunden, um für die Verbesserung der weltweiten Wasserqualität zu forschen und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten. In diesem Jahr kam der Durchbruch für die ganzheitliche Entfernung organisch-chemischer Stressoren wie Pestizide, Pharmazeutika oder auch Mikroplastik. Dabei setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf modifizierte anorganisch-organische Hybridkieselgele.
„Wasser 3.0" ist inzwischen eine diskussionswürdige Alternative zu bestehenden Abwasserreinigungsverfahren mit Aktivkohle und durch Ozonierung. Es kann aber auch zur Grundwassersanierung eingesetzt werden. Auch die Entfernung hochgradige Belastungen wie zum Beispiel durch per- und polyfluorierte organisch-chemische Verbindungen werden mittlerweile mit Hybridkieselgelen erfolgreich untersucht. Die Vielfalt der Anwendungsfelder hängt damit zusammen, dass die Hybridkieselgele nach dem Verschmutzungsgrad und der Komplexität der Belastung angepasst und eingesetzt werden und nicht nach dem Motto „Viel, hilft viel!" ressourcenverschwendend gearbeitet wird.
„Auch die Sensibilisierung der Menschen hinsichtlich der Vermeidung von Verschmutzungen gehört zu den Aufgaben, die wir uns gestellt haben", betont Schuhen. So arbeitet das Projetteam gemeinsam mit Lehrern und Schülern an einem elektronischen Schulbuch zum Wasserkreislauf mit digitalisierten, interaktiven und dynamischen Bildungsformaten.


Kontakt
Jun.-Prof. Dr. Katrin Schuhen
E-Mail:
www.wasserdreinull.de




Datum der Meldung 19.09.2017 14:00