Neuer Zertifikatslehrgang Heterogenität und Mehrsprachigkeit

Zum Sommersemester 2017 startet erstmals der neue Zertifikatslehrgang „Heterogenität und Mehrsprachigkeit“ am Landauer Campus der Universität Koblenz-Landau. 20 Lehramtsstudierende aller Schulformen erhalten die Chance, ihr berufliches Profil zu schärfen und sich im Umgang mit sprachlich-kultureller Heterogenität und Mehrsprachigkeit in Schule und Unterricht zu qualifizieren. Der dreisemestrige Zertifikatslehrgang ist Teil des Projekts MoSAiK (Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung), das im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Sprachlich-kulturelle Heterogenität und Mehrsprachigkeit sind Alltag in Schule und eine Herausforderung für den Unterricht. Der neue Zertifikatslehrgang "Heterogenität und Mehrsprachigkeit" am Campus Landau macht künftige Lehrer fit. Foto: Colourbox

Sprachlich-kulturelle Heterogenität und Mehrsprachigkeit sind Alltag in Schule und eine Herausforderung für den Unterricht. Der neue Zertifikatslehrgang "Heterogenität und Mehrsprachigkeit" am Campus Landau macht künftige Lehrer fit. Foto: Colourbox


Heterogenität und Mehrsprachigkeit spielen im pädagogischen Kontext eine wichtige Rolle. Sie sind zugleich Ausgangs- und Zielperspektive, um Unterricht zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. „Aufgabe der universitären Lehrerbildung ist es, Lehramtsstudierende aller Fächer für die individuellen sprachlichen Voraussetzungen und kulturellen Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern zu sensibilisieren und sie zu einem produktiven Umgang damit zu befähigen“, unterstreicht Anja Wildemann, Professorin für Grundschulpädagogik mit Schwerpunkt Sprache am Campus Landau. Der fächerübergreifende Zertifikatslehrgang vereint Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Erst- und Zweitsprachenentwicklung, Sprachdiagnostik, Sprachförderung sowie Sprachliche und Interkulturelle Bildung mit schulpraktischen Anteilen. In einer Pflicht-Praxisphase hospitieren die Studierenden in Kooperationsschulen aus der Region, an denen sie Sprachförderung planen und durchführen. Die Vorbereitung und intensive Begleitung der Schulpraxisphase von universitärer Seite verknüpft theoretisch Erlerntes und selbst Angewandtes.

Neben der engen Verzahnung von Theorie und Praxis ist ein weiterer Vorteil des Zertifikatslehrgangs, dass er Lehramtsstudierende schulform- und fächerübergreifend zusammenbringt. Dadurch fördert er die Entwicklung multiperspektivischer Zugänge zum Umgang mit Mehrsprachigkeit und sprachlich-kultureller Heterogenität. „Der Zertifikatslehrgang trägt maßgeblich zur Qualifizierung zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer bei“, ist sich Wildemann sicher. „Wir hatten deutlich mehr Bewerbungen als Plätze“, so Wildemann. Das zeige, dass sich die Studierenden der Relevanz des Themas und der Bedeutung einer entsprechenden Zusatzqualifizierung bewusst seien. Der Zertifikatsstudiengang ist somit ein Lehr-Lern-Format, das gleichermaßen auf aktuelle Anforderungen des Berufsfelds wie auch auf Bedürfnisse der Studierenden reagiert.

Zum Auftakt des Zertifikatslehrgangs findet am 21. April 2017 eine halbtägige Einführungsveranstaltung statt. Neben ersten inhaltlichen Arbeitsphasen und organisatorischen Angelegenheiten bietet ein Empfang die Möglichkeit zum informellen Austausch.

Der nächste Durchgang startet im Sommersemester 2018. Bewerben können sich Studierende dafür vom 04.12.17 bis 14.01.18. Nähere Informationen zum Zertifikatslehrgang Heterogenität und Mehrsprachigkeit unter www.heterogenitaet-und-mehrsprachigkeit.uni-landau.de.

Kontakt:
Campus Landau
Fachbereich 5: Erziehungswissenschaften
Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter
Arbeitsbereich Grundschulpädagogik

Prof. Dr. Anja Wildemann
Barbara Hoch (M.A.)
E-Mail: HuM-Zertifikat@uni-landau.de


Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: ktheilmann@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 18.04.2017 00:00
zuletzt verändert: 18.04.2017 11:24

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