Experten-Workshop StressNet am Campus Landau

Vom 13. bis 15. September 2018 fand am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau der internationale wissenschaftliche Workshop StressNet zum Thema Modelle für Stressoren statt. Der Workshop wurde vom Institut für Umweltwissenschaften organisiert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie der Universität Koblenz-Landau gefördert.

Die Teilnehmenden des Workshops. Foto: Universität Koblenz-Landau

Die Teilnehmenden des Workshops. Foto: Universität Koblenz-Landau

Der StressNet-Workshop am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau beschäftigte sich mit Modellen zur Vorhersage der Effekte multipler Stressoren und zur Aussagekraft von Metaanalysen zu mehreren Stressoren über ökologische Teildisziplinen hinweg. Für die Universität Koblenz-Landau gehörte Professor Dr. Ralf B. Schäfer vom Institut für Umweltwissenschaften zu den Veranstaltern des Workshops. „Die multiple Stressforschung wurde bisher in eher getrennten Forschungsgemeinschaften mit eigenen Konferenzen und Treffen durchgeführt, zum Beispiel Meeresökologie, Süßwasserökologie, terrestrische Ökologie oder Ökotoxikologie. Im Workshop haben Forscher aus den verschiedenen Gemeinschaften gemeinsam über methodische, theoretische und experimentelle Forschungsfragen diskutiert. Wir haben uns über den Status multipler Stressorenforschung in verschiedenen ökologischen Teildisziplinen und Ökotoxikologie ausgetauscht und zukünftige Forschungsprioritäten definiert sowie gemeinsame Projekte angestoßen.“

Weiterhin wurde beim Workshop über die Vorteile und Grenzen einer globalen Datenbank für multiple Stressor-Studien diskutiert. Professor Dr. Schäfer: „Würde multiple Stressor-Forschung von einer datenbankübergreifenden Datenbank profitieren oder sind die experimentellen Designs zu variabel, um eine Integration zu ermöglichen? Welche Schritte wären erforderlich, um eine solche Datenbank zu entwickeln und zu implementieren und unter welchem ​​organisatorischen Dach? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und haben eine Roadmap für die Entwicklung einer solchen Datenbank aufgestellt.“

Die Experten des internationalen Workshops diskutierten außerdem über die Entwicklung und Anwendung von Modellen zur Vorhersage multipler Stressoreneffekte, auch hierzu wird es gemeinsame Modellierungsprojekte geben.

Die Vorträge beim Workshop bestanden aus Keynotes von eingeladenen Rednern und Kurzvorträgen anderer Teilnehmer. Keynotes wurden von weltbekannten Wissenschaftler auf dem Gebiet der multiplen Stressorenforschung gegeben, unter anderem Prof. Rolf Vinebrooke (Universität von Alberta, Kanada - führender Experte zur Modellierung multipler Stressoreneffekte), Prof. Daniel Hering (Universität Duisburg-Essen, Deutschland - Leiter des europäischen MARS-Projekts zum Management multipler Stressoren) und Ass.-Prof. Jeremy Piggott (Trinity College, Dublin, Irland – führender Experte zu experimentellen Systemen und Konzepten für multiple Stressoren).


Datum der Meldung 18.09.2018 15:05