Team homer gewinnt Preis bei der European Robotics League

Das Robotik-Team homer nahm erfolgreich an einem lokalen Tournament der European Robotics League an der Hochschule Sankt Augustin teil: Es gewann die Objekterkennungs-Challenge und war bei der Objektplazierungs-Challenge punktgleich mit dem Gastgeber-Team. Letzteres entschied aber aufgrund des schnelleren Platzierens diese Kategorie für sich. Der Wettbewerb fand während der European Robotics Week statt, in der mehr als 1.200 Robotik-Events in Europa registriert wurden.

Roboter TIAGo beim Platzieren von Schokoriegeln in der Verpackungsbox. Foto: Raphael Memmesheimer

Roboter TIAGo beim Platzieren von Schokoriegeln in der Verpackungsbox. Foto: Raphael Memmesheimer

Bis auf den Leiter Raphael Memmesheimer bestritt ein komplett neues Team, bestehend aus Isabelle Kuhlmann, Ida Germann, Patrik Schmidt, Mark Mints und Christian Korbach, den Wettbewerb. Das Team formierte sich erst vor knapp einem Monat und die meisten Mitglieder hatten zuvor keine Erfahrung in der Robotik. Roboter TIAGo machte eine gute Figur in den gestellten Kategorien wie dem Greifen, Platzieren und Erkennen von Gegenständen die der Roboter zuvor nicht gesehen hat.

Bei der Objekterkennungs-Challenge mussten 30 verschiedene Arten von Schokoriegeln sowie 17 verschiedene Roboterbauteile erkannt werden. Das Team überzeugte am Ende mit der Besten Objekterkennung, dicht gefolgt von dem Team Robotto der Universität Magdeburg. In einem integrierten Szenario "Serving Goodies" sollte der Roboter - angebunden an eine Mobile Applikation - Schokoriegel in einem Supermarkt-Szenario greifen und in einer anderen Box platzieren. Hier wurde im Vergleich zu früheren Teilnahmen die Schwierigkeit erhöht. So mussten die ausgewählten Schokoriegel aus ihrer gefüllten Verpackungsbox gegriffen werden. Zum Greifen muss der Roboter die Schokoriegel separieren und einzeln erkennen.  Das Koblenzer Team war das Einzige, das einen Lösungsansatz dafür präsentierte, wenn auch die Ergebnisse im Moment noch hinter den Zielvorgaben liegen.

Derzeit ist auch ein Video des Teams populär im Internet, indem das Team in Japan erstmals demonstrierte wie ein mobiler Mehrzweck-Roboter eine Toilette putzte.

 

V.l.n.r. Raphael Memmesheimer, Christian Korbach, Ida Germann, Patrik Schmidt, Isabelle Kuhlmann, Mark Mints mit Roboter TIAGo bei der European Robotics League in Sankt Augustin. Foto: Nils Harder/Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
V.l.n.r. Raphael Memmesheimer, Christian Korbach, Ida Germann, Patrik Schmidt, Isabelle Kuhlmann, Mark Mints mit Roboter TIAGo bei der European Robotics League in Sankt Augustin. Foto: Nils Harder/Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Serviceroboter werden in der Arbeitsgruppe Aktives Sehen unter Leitung von Prof. Dr. Dietrich Paulus entwickelt. Neben dem dritten Weltmeistertitel für das Team in der offenen Serviceroboter-Kategorie ist das Team unter anderem auch erfolgreich bei dem World Robot Summit. Die Teilnahme an der kommenden Robotik Weltmeisterschaft in Sydney ist derzeit aufgrund fehlender Finanzierung noch ungewiss. Derzeit werden Sponsoren für die Teilnahme gesucht.

Das Team wurde unterstützt mit Geldern des Ehemaligenvereins "Alumni der Computervisualistik der Universität Koblenz-Landau e. V" für den Transport des Roboters sowie des Teams.


Datum der Meldung 26.11.2018 16:00