Erfolgreiche Gleichstellungsarbeit: Erneute Förderung im Professorinnenprogramm

Zum dritten Mal erhält die Universität Koblenz-Landau eine Förderung durch das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder. Das eingereichte Gleichstellungszukunftskonzept überzeugte ein Gutachtergremium, dessen Entscheidung am 8. November bekanntgegeben wurde. In den kommenden fünf Jahren kann die Universität nun bis zu drei Professorinnen fördern und Maßnahmen zur Verbesserung der Gleichstellung ausbauen.

Neben den drei Professuren fördert das Programm zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen, für die die Universität weitere Eigenmittel aufbringt, beispielsweise für das erfolgreich gestartete Mentoring-Programm ment2. Foto: Universität Koblenz-Landau

Neben den drei Professuren fördert das Programm zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen, für die die Universität weitere Eigenmittel aufbringt, beispielsweise für das erfolgreich gestartete Mentoring-Programm ment2. Foto: Universität Koblenz-Landau

Mit dieser Förderung gehört die Universität Koblenz-Landau zu den Hochschulen, die in jeder der bisherigen drei Förderperioden erfolgreich waren. Von 71 eingereichten Anträgen werden beim dritten Durchgang 50 Hochschulen aus dem mit 200 Millionen Euro von Bund und Ländern finanzierten Programm unterstützt. „Gleichstellung ist zentraler Bestandteil unserer Gesamtstrategie; das zeigt sich besonders an unserem vergleichsweise hohen Anteil an Professorinnen“, erklärt die Projektleiterin Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs. Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte apl. Prof. Dr. Helga Arend ergänzt: „Dass wir zum dritten Mal in Folge erfolgreich waren – auch unter schwierigen Rahmenbedingungen – spricht für die Nachhaltigkeit unserer Arbeit.“ 

Durch die Förderung kann die Universität in den kommenden Jahren bis zu drei Professuren mit Nachwuchswissenschaftlerinnen besetzen. „Insbesondere am Übergang nach der Promotion und in die Professorinnenlaufbahn verlieren wir immer noch zu viele talentierte Wissenschaftlerinnen“, erläutert Arend die entscheidende Übergangsstelle, an der sich die Schere zwischen den Geschlechtern immer noch zu weit öffnet. Genau hier setzt das Professorinnenprogramm an, verbindet Nachwuchsförderung mit Gleichstellungsbemühungen und ermöglicht damit jungen Wissenschaftlerinnen erfolgreiche Karrieren. „Aus diesem Grund sind diese Arbeitsbereiche bei uns traditionell eng vernetzt, was uns in der Antragstellung ungemein geholfen hat. Die positive Begutachtung ist der Lohn für tolles Teamwork“, ist sich Vizepräsidentin Schaumann sicher. 

Neben den drei Professuren fördert das Programm zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen, für die die Universität weitere Eigenmittel aufbringt: So führt das bereits erfolgreich gestartete Mentorin-Programm mentWissenschaftlerinnen unterschiedlicher Qualifikations- und Karrierephasen in Mentoring-Tandems zusammen, in denen die bereits etablierten Kolleginnen wichtige Vorbild- und Beratungsfunktionen für die jüngeren Kolleginnen übernehmen. Zusätzlich wird die Universität einen Familienservice aufbauen, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Service- und Beratungsangebote verbessern wird. 

In den vergangenen Jahren konnte die Universität Koblenz-Landau große Fortschritte im Bereich Gleichstellung machen. Aktuell sind sowohl die Universitätsleitung als auch die acht Dekanate zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt. Mit einem Professorinnenanteil von 35,5% rangiert die Universität Koblenz-Landau deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 25%. Die Projektförderungen im Professorinnenprogramm I (2009) und II (2014) haben erheblichen Anteil an diesen positiven Veränderungen und wesentlich dazu beigetragen, eine gleichstellungsförderliche Kultur zu etablieren.  

  

Kontakt:

Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität Koblenz-Landau
apl. Prof. Dr. Helga Arend
E-Mail:

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:

 


Datum der Meldung 11.11.2019 00:00