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Professorin Gabriele E. Schaumann als Vizepräsidentin der Universität Koblenz-Landau wiedergewählt

Der Senat der Universität Koblenz-Landau hat Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann für weitere vier Jahre in ihrem Amt als Vizepräsidentin am Campus Landau bestätigt. Ihre zweite Amtsperiode beginnt am 1. April 2021. Die Professorin für Umwelt- und Bodenchemie wird wie bisher campusübergreifend für die Bereiche Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs zuständig sein.

Für eine zweite Amtszeit bestätigt: Die Vizepräsidentin am Campus Landau, Gabriele E. Schaumann

Für eine zweite Amtszeit bestätigt: Die Vizepräsidentin am Campus Landau, Gabriele E. Schaumann

„Ich bedanke mich bei den Senatsmitgliedern ganz herzlich für das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte sie. „Ich werde mich mit voller Kraft weiter für das Wohl der beiden Campus der Universität Koblenz-Landau und für das Gelingen der Strukturreform einsetzen.“ Insbesondere für den von ihr verantworteten Campus Landau sei es von Vorteil, dass eine personelle Kontinuität in der Hochschulleitung gewahrt bleibe, erklärte sie. Darüber hinaus ist die Vizepräsidentin für Zusammenführung des Campus Landau mit der Technischen Universität Kaiserslautern zuständig: „Das ist eine äußerst komplexe und anspruchsvolle Herausforderung, die wir nur gemeinsam schaffen.“

Zu ihrer Rolle als Vizepräsidentin kommt demnächst eine weitere Aufgabe auf Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann zu: Als Teil einer präsidialen Doppelspitze übernimmt sie gemeinsam mit dem Koblenzer Vizepräsidenten Prof. Dr. Stefan Wehner ab 1. Januar 2021 die Leitung der Universität, da die bisherige Universitätspräsidentin Prof. Dr. May-Britt Kallenrode in gleicher Funktion an die Universität Hildesheim wechselt. Stefan Wehner gratulierte der Vizepräsidentin zu ihrer Wiederwahl: „Ich freue mich über die Bestätigung von Gabriele Schaumann in ihrem Amt, denn nun können wir beide – wie von allen gewünscht – als präsidiale Doppelspitze die Verantwortung für die Gesamtuniversität und die Leitung des Mainzer Präsidialamtes übernehmen.“

In Schaumanns Aufgabenbereich im Rahmen der Doppelspitze fallen unter anderem die Qualitätssicherung und -entwicklung in Studium und Lehre, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Umsetzung des Personalentwicklungskonzepts. In ihrer ersten Amtszeit kann sie auf wichtige, campusübergreifende Erfolge zurückblicken: Dazu zählen der Abschluss der Systemakkreditierung, Förderzusagen in den Bund-Länger-Programmen WISNA und Professorinnenprogramm sowie der Start der Pilotierung der Personalentwicklung im Wissenschaftsbereich.

Gabriele Schaumann wurde zum ersten Mal im Juli 2016 vom Senat der Universität Koblenz-Landau zur Vizepräsidentin am Campus Landau gewählt; das Amt trat sie am 1. April 2017 an. Zur Universität kam Schaumann 2006. Zunächst wurde sie auf eine Professur für Organische Chemie und Umweltchemie am Campus Koblenz berufen. Seit 2008 lehrt sie als Professorin für Umwelt- und Bodenchemie am Campus Landau. Hier etablierte sie innerhalb von zehn Jahren die Forschung in den Bereichen Umwelt- und Bodenchemie, Umweltanalytik und Nanoanalytik und baute die Bereiche aus.

Als Forscherin geht Gabriele Schaumann insbesondere den Fragen nach, wie sich landwirtschaftliche Nutzungsformen und Chemikalien auf die Bodenqualität auswirken. Sie ist Sprecherin der deutschlandweiten Forschergruppe Internano, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird und die Auswirkungen von Nanopartikeln auf die Umwelt untersucht. Außerdem leitet sie ein internationales Forschungsprojekt mit deutschen, israelischen und palästinensischen Arbeitsgruppen, in dem es darum geht, die giftigen Abwässer aus der Produktion von Olivenöl als Dünger nutzbar zu machen. Seit 2019 ist sie die zudem stellvertretende Sprecherin des von der DFG geförderten interdisziplinären Graduiertenkollegs „SystemLink“, in dem untersucht wird, wie Landökosysteme auf Veränderungen in Gewässern reagieren. Im Jahr 2015 wurde sie mit dem Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz für vorbildhafte Leistungen in Lehre und Forschung sowie für ihr Engagement in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung ausgezeichnet.

Schaumann lehrt Physikalische Chemie in der Lehrerbildung und Umwelt- und Bodenchemie für Umweltwissenschaftler und Studierende des Lehramts. Sie hat das Konzept des Projektstudiums der Physikalischen Chemie in der Lehramtsausbildung eingeführt. Dabei integriert sie Studierende in die Gestaltung der Lehre und begleitet sie in gemeinsamen Seminaren. In die traditionsreiche Lehrerausbildung der Universität setzte sie mit ihrem umweltchemischen Schwerpunkt neue Akzente.

Gabriele Schaumann studierte Chemie an der Universität Ulm und promovierte 1998 in Bodenchemie an der Technischen Universität (TU) Berlin. Dort war sie auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Technischen Umweltschutz tätig. An der TU habilitierte sie 2006 und erhielt die Lehrbefugnis für Umwelt- und Bodenchemie.

  

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Datum der Meldung 22.12.2020 15:00