Mahnmal Ehmaliger Westwall - Geteilte Verantwortung für einen Grenzraum

Perspektiven für das Mahnmal Ehemaliger Westwall

Geteilte Verantwortung für einen Grenzraum

Eine gemeinsame Projektinitiative
der Friedensakademie RLP & der Evangelischen Akademie der Pfalz

Projektverantwortliche: Dr. Christoph Picker, Dr. Sascha Werthes

Projektkoordinatorin: Jana Hornberger

Der ehemalige Westwall ist vieles: historisches Erbe, geschütztes Denkmal, Ort des Mahnens und  Erinnerns, Lebensraum, Naturschutzgebiet, „Touristenattraktion" als auch potenzieller Lern- und Erfahrungsraum und manchmal auch eine politische Bürde, wenn es um den adäquaten und konstruktiven Umgang mit den Ruinen und der Landschaft geht.

Unterschiedlichste Akteursgruppen engagieren sich ehrenamtlich oder beruflich am ehemaligen Westwall. Alle bringen unterschiedliche Erfahrungen, Biographien, Interessen und Vorstellungen mit, wie
dieser Raum, dieses Mahn-/Erinnerungs-/ Denkmal, dieser Täterort, dieser Grenz und Nachbarschaftsraum „konstruktiv genutzt“ werden soll. 

Vergangenes und Zukünftiges stehen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. Dieses Verhältnis wird durch die Architektur der Anlagen deutlich. Der ehemalige Westwall hinterlässt noch heute Spuren im öffentlichen Raum der Region. Somit handelt es sich um einen Ort mit symbolischem und pädagogischem Charakter. 

Betrachtet man den ehemaligen Westwall aus der Vielzahl der Perspektiven, ergeben sich spannende, gegenwartsbezogene und zukunftsorientierte Fragestellungen:

 

  • Wie lassen sich die entstandenen Naturschutzräume bewahren und zugleich für umweltpolitische Bildungsarbeit nutzen?
  • Wie kann der ehemalige Westwall als Denkmal/Erinnerungsort erhalten bleiben und zugleich auch zu einem Lernort für Gegenwartsfragen werden?
  • Wie kann er als kulturelle touristische „Attraktion“ auch ein Nachdenken über Vergangenes sowie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen anregen?
  • Welche Bedeutung hat das historische Symbol „Westwall“ angesichts wiederauflebender Nationalismen, neuer gewalttätiger Grenzkonflikte und zunehmender Abschottung gegenüber globalen Fluchtbewegungen?


Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz und die Evangelische Akademie der Pfalz haben 2017 eine Projektinitiative zur Erarbeitung eines nachhaltigen Strategiekonzepts für einen zeitgemäßen und zukunftsorientieren Umgang mit dem ehemaligen Westwall gestartet. Der Stakeholder-Workshop vom 26. Januar 2017 in Mainz war der Ausgangspunkt für den Konsultationsprozess der kommenden Monate. Ziel des Konsultationsprozesses ist es zentrale Handlungserfordernisse zu identifizieren und auszuarbeiten sowie, Repräsentanten zentraler Stakeholder-Gruppen miteinander zu vernetzen.

Gemeinsam mit im Feld aktiven Akteuren, möchten wir uns mit der Frage auseinanderzusetzen, wie eine gemeinsame Verantwortung für diesen Raum aussehen kann. Die Auftaktveranstaltung hat daher auch Zeit und Raum geboten, die eigenen Interessenlagen, zentrale Bedürfnisse sowie Vorstellungen zum zukünftigen Umgang mit dem ehemaligen Westwall zu formulieren.

Programm zur Auftaktveranstaltung (Download)