Umdenken, bitte!

Anlässlich des Endes des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren wirft Janpeter Schilling einen Blick auf aktuelle Konflikte in der Welt und fordert ein Umdenken bei deren Vermeidung und Bewältigung. Dabei gibt er vier zentrale Handlungsempfehlungen.

 

Erstens, es braucht ein Umdenken bei der Verteilung der Ausgaben: Bewaffnete Konflikte zu verhindern ist einfacher und günstiger, als sie zu lösen. Daher brauchen wir ein Zwei-Prozent-Ziel für die Entwicklungszusammenarbeit.

Zweitens, es braucht ein Umdenken in der Entwicklungszusammenarbeit: weg von der Gießkanne, hin zu einer gezielten Zusammenarbeit mit Ländern, die bereits besonders von Krisen, Kriegen und Klimafolgen betroffen sind, und Ländern, wo dies absehbar ist.

Drittens, der derzeitige Schwerpunkt der Entwicklungspolitik auf Wirtschaftsförderung muss ersetzt werden durch das Ziel, wirtschaftliche & soziale Ungleichheit in den jeweiligen Ländern zu verringern & Institutionen zu stärken, die helfen können, Krisen gewaltfrei zu managen.

Viertens, soziale Probleme in Entwicklungsländern lassen sich nicht durch deutsche Technik lösen. Ein neuer Hightech-Brunnen löst keine Spannungen um die Kontrolle & Verteilung von Wasser. Jede Maßnahme muss vorsichtig & sensibel in das örtliche Sozialgefüge eingebettet werden.

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Datum der Meldung 03.05.2020 00:00
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