Tagung "Religion und Krieg"

Die interdisziplinäre und komparatistische Tagung betrachtet die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges aus internationaler und regionaler Perspektive. Welchen Anteil hatten Religion und Theologie an dem humanitären Desaster? Welchen Beitrag leisteten sie zum Friedensschluss? In welcher Weise bildeten die Künste Resonanzräume? Welches Gewaltpotenzial haben religiöse Konflikte heute? Wie können Religionen dem Frieden dienen? Welche Rolle spielen dabei Kultur und Künste?

Der Dreißigjährige Krieg dient immer wieder als Metapher für gegenwärtige Konflikte: eskalierend, langwierig, unübersichtlich, grenzenlos, brutal – und maßgeblich bestimmt von religiösen Faktoren. Einen ersten Höhepunkt erreichte der Krieg mit der Schlacht am Weißen Berg bei Prag am 8. November 1620.

Die Schlacht beendete brüsk das „böhmische Abenteuer“ des „Winterkönigs“ Friedrich V. von der Pfalz. Nach wenigen Monaten zerstoben die weltpolitischen Ambitionen des kurpfälzischen Herrschers – und es begann eine lange und zerstörerische Phase militärischer Auseinandersetzungen. Der Schlacht vorangegangen waren eine rücksichtslose Umgestaltung der Prager Kirchen im Sinne der reformierten Konfession und eine intensive antireformierte Propaganda durch katholische Prediger. Im Sommer 1621 erreichte der Krieg die Pfalz. 30 Jahre später waren weite Teile des Landes verwüstet und entvölkert.

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Wann 24.01.2020 10:00 bis
25.01.2020 13:30
Wo Protestantisches Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Landau
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