Fallzahl Standort Mainz: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Koblenz: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Landau: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Frauen und Hochschule im 20. und 21. Jahrhundert

Ein digitales Angebot für alle Interessierten

2019 erinnerten zahlreiche Publikationen und Veranstaltungen an die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland vor 100 Jahren. Doch lange vor dem Kampf um die politische Teilhabe hatte das Bemühen um die akademische Bildung von Frauen begonnen. Später als in anderen Staaten wurden Frauen im damaligen Deutschen Reich zum regulären Studium zugelassen (1900 in Baden, 1908 in Preußen und Hessen). Erst in Folge der Novemberrevolution erhielten Frauen das aktive und passive Wahlrecht, erst mit der Weimarer Verfassung entfielen die frauendiskriminierenden Bestimmungen des Beamtenrechts. Damit war der Weg zumindest theoretisch frei für die Berufung von Professorinnen. So konnten ab 1919 die ersten Frauen an deutschen Hochschulen habilitieren und sich auf Professuren bewerben. Trotz der weiterhin wirksamen tradierten Widerstände gegen die weibliche Konkurrenz nahm die Zahl studierender und lehrender Frauen kontinuierlich zu.

Dieser Trend wurde mit der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ rabiat unterbrochen. Schon nach wenigen Wochen galt eine Frauenquote von 10% der Studierenden, jüdische und politisch missliebige Studentinnen, Assistentinnen und Professorinnen wurden (wie ihre männlichen Kommilitonen und Kollegen) entrechtet, entlassen oder in die Emigration gezwungen. Entgegen dem propagierten Frauenbild wurde jedoch ab Mitte der dreißiger Jahre wegen des zunehmenden Akademikermangels und der Kriegsvorbereitung für das Frauenstudium geworben. Als Ergebnis stieg der Frauenanteil unter den deutschen Studierenden während des Zweiten Weltkriegs auf rund 50% – eine Quote, die in der Bundesrepublik erst wieder in den 90er Jahren erreicht wurde. Wenig bekannt ist, dass Frauen auch im „Dritten Reich“ promovierten und habilitierten – und sich als Wissenschaftlerinnen z.B. an der rassistischen Verfolgungspolitik beteiligten.

Nach 1945 nahm das Frauenstudium und die Präsenz von Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen in der Bundesrepublik und in der DDR eine unterschiedliche Entwicklung.

Doch trotz eines stetig wachsenden Anteils von Studentinnen sind bis heute Frauen auf den Lehrstühlen deutscher Hochschulen unterrepräsentiert.

Im Powerpoint-gestützten Vortrag sollen die Grundzüge dieser historischen Entwicklung dargestellt werden – jeweils mit zeitgenössischen Dokumenten und z.T. mit Bezug zu den benachbarten Universitäten Bonn und Köln (für den Standort Koblenz) sowie zu Heidelberg und Frankreich (für Landau).

Referent: Dr. Peter Chroust

 

Ein Vortrag von ment² Mentoring-Programm, Prof. Dr. Nicole Hoffmann (Institut für Pädagogik), dem Women Career Center, dem Frauenbüro und dem Promotionsprogramm Bildungsforschung (ProBi)

 

Diese Veranstaltung ist folgenden IPZ-Modulen zugeordnet:

Promotionsinteressierte – Modul A "Orientierung – Impulse & Informationen"

Promovierende – Modul A "Impulse während der Promotion"

Postdocs – Modul A "Wissenschaft & Forschung"

 

Anmeldung

 

 

Wann 05.11.2020
von 16:00 bis 18:00
Wo Videokonferenz
Name
Kontakttelefon 0261/287-2952
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