Vortrag: Spielzeug und Geschlecht

Der Vortrag unter dem Titel "Spielzeug und Geschlecht – ,den Jungen […] gefällt der Löwe […] den Mädchen, denen gefallen alle feinen Tiere'“ findet als Angebot der Graduiertenschule Genderforschung (GGf) statt.

Spielen stellt die Hauptbeschäftigung von Kindern dar. Campus Koblenz
Kinder spielen primär um des Spielens willen. Das Spielen gilt jedoch ebenfalls als wichtige Form der Auseinandersetzung mit der Umwelt und als zentraler Entwicklungsmotor – auch für die geschlechtsbezogene Entwicklung.
Ein kurzer Blick in Spielzeugläden reicht aus, um nachvollziehen zu können, mit welcher Situation Kinder und Erwachsene heute bei der Spielzeugauswahl konfrontiert sind: Auf der einen Seite finden sich rosa befüllte, glitzernde Regale, auf der anderen Seite dominiert eine dunklere Mischung aus kräftigen blauen, grünen und schwarzen Tönen. Es ist klar, welche Käufer*innengruppen hier jeweils angesprochen werden sollen. Geschlecht als zentraler Gestaltungs- und Vermarktungsaspekt ist aus der Welt der Spielwaren nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend werden geschlechtsspezifische Spielzeuge gekauft und Kinder früh zum Spiel mit ihnen animiert.

Wenn man sich vor Augen führt, dass heute mehr denn je Spielzeug geschlechtsspezifisch gestaltet und vermarket bzw. in welcher Form und Intensität hierbei auf Stereotype und Klischees von Geschlechterrollen zurückgegriffen wird, dann hat dieses Thema Aufmerksamkeit und eine kritische Auseinandersetzung verdient.

Die erziehungswissenschaftliche Forschung zum Thema (geschlechtsspezifisches) Spielzeug wurde im deutschsprachigen Raum während der vergangenen Jahrzehnte jedoch stark vernachlässigt. Ungeklärt ist u.a., wie Kinder selbst Spielzeug(e) auswählen, welche Kriterien der Auswahl zu Grunde liegen und welche Rolle unterschiedliche Differenzkategorien – insbesondere Geschlecht – spielen. Im Vortrag sollen vor diesem Hintergrund Konzeption und Ergebnisse von explorativen Studien zum Thema präsentiert werden.

Anmeldungen bitte an

 

Wiebke Waburg ist Professorin am Institut für Pädagogik – Abteilung Pädagogik der Universität Koblenz-Landau. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Geschlecht/Geschlechtergerechte Pädagogik,
Heterogenität/Vielfalt/Diversität im Kontext der Pädagogik,
Migration/Migrationspädagogik/Interkulturelle Pädagogik und Intersektionalität/Intersektionale Pädagogik.
Wann 21.01.2020
von 10:00 bis 12:00
Wo Campus Koblenz, D 239
Name
Kontakttelefon -2953
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