OpenOffice statt MS Office

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Einleitung

Microsoft hält mit seinen Office-Produkten das de facto Monopol weltweit. Anlass, darüber nachzudenken, ob man sich diesem (Preis-)Druck beugen muss oder lieber das kostenlose OpenOffice bzw. LibreOffice als Alternative verwendet.

Vorteile Nachteile
Kostenlos, innerhalb weniger Minuten per Download zu installieren. Etwas andere Bedienung als MS Office
Verfügbar für Windows, Linux und MacOS, alle Versionen. Dokumentaustausch über alle Plattformen hinweg problemlos möglich. Kompatiblität zu MS Office sehr gut aber nicht 100%
Offenes Dokumenten-Format, das auch von anderen Programmen weiterverarbeitet werden kann. Gleichzeitiges Arbeiten mehrerer Personen an einem geöffneten Dokument nicht möglich
Quelloffen, d.h. der Quellcode kann eingesehen und von Entwicklern wiederverwendet werden.
Keine Ribbons, sondern konventionelle Menüsteuerung.

 

Viele Stadtverwaltungen in Deutschland aber auch ganze Regierungen steigen in den letzten Jahren aus Kostengründen auf OpenOffice um. Wir sehen gerade gegenüber finanzschwächeren Partnern die Verpflichtung zur Nutzung kostenfreier oder kostengünstiger Software, denn auch wenn Sie schon die neueste MS Office-Version nutzen, muss Ihr Partner, dem Sie Ihre Dokumente überlassen, diese Version evtl. erst neu kaufen. Schulen, Verwaltungen, Partner in Entwicklungsländern etc. haben dazu nicht immer die notwendigen finanziellen Mittel.

Installation

Ob Sie LibreOffice oder OpenOffice einsetzen, ist relativ egal, da die Funktionalität nahezu identisch ist. Wir empfehlen Libre, da der Entwicklungsstand in der Regel ein wenig fortschrittlicher ist.

LibreOffice Logo

Download und Installation von www.libreoffice.org

Problemfelder

Sie werden bei der Arbeit mit OpenOffice schnell feststellen, dass es sehr stark an Microsoft-Office angelehnt ist: Es gibt eine Word-Komponente (Writer), Excel (Calc) und PowerPoint (Impress). Außerdem noch ein Zeichenprogramm (Draw), einen Formeleditor und eine Datenbank-Anwendung. Die Kompatibilität zu den MS Office-Pendants bei Writer und Calc ist tatsächlich sehr hoch. Sie werden in 95% der Fälle alte Dokumente laden, bearbeiten und speichern bzw. exportieren können. Probleme kann es bei programmierten Makros oder aufwändigem Layout mit vielen Bildern und Textrahmen geben.

Die Präsentationskomponente Impress ist leider nicht ganz so leistungsfähig wie PowerPoint und hier lässt die Kompatibilität mit PowerPoint leider auch zu wünschen übrig. Sie werden alte ppt-Dateien laden können, aber Layout und Übergänge sind häufig verändert.

Zusammenfassend kann man sagen: Wenn Sie Dokumente (fast) ausschließlich für sich selber erstellen, werden Sie kaum Probleme mit der Nutzung von OpenOffice haben. Problematisch kann es werden, wenn Sie häufig Dokumente mit Nutzern austauschen, die MS Office einsetzen.

Hilfen

Beide Produkte haben Online-Hilfesysteme, mit denen viele Fragen beantwortet werden können. Darüber hinaus ist für beide Systeme im Buchhandel oder in öffentlichen Bibliotheken weitergehende Literatur erhältlich.

Die Rechtschreibhilfe ist - gerade was die grammatikallische Prüfung von Texten anbelangt - bei MS Office überlegen. Es gibt Ansätze für die grammatikalische Prüfung auch bei OpenOffice, bisher aber recht rudimentär. Trennhilfen und Rechtschreibprüfungen sind in etwa vergleichbar.

Ausprobieren

Auf allen Desktop-PCs an der Uni ist ein aktuelles LibreOffice installiert, das Sie im Startmenü unter Uni->Office finden. Da in der Regel auch eine Lizenz von MS Office installiert ist, haben Sie die Möglichkeit, gefahrlos LibreOffice zu testen.