Darstellendes Spiel / Zentrum für zeitgenössisches Theater und Performance

Darstellendes Spiel/Theater am Campus Koblenz

Der Zertifikationsstudiengang Darstellendes Spiel / Theater an Schulen der Universität Koblenz steht in Theorie wie Praxis für eine zeitgenössische und kritische Theaterpädagogik.
Das Studium umfasst vier Semester, sechs Module und 60 ECTS-Punkte. Zwei der sechs Module werden von unseren Kolleg*innen am Theater Koblenz unterrichtet – eine deutschlandweit einmalige Kooperation!
Das erste Studienjahr umspielt und erprobt in Theorie und Praxis die mannigfaltigen Dimensionen des Schulfachs Theater: die Analyse szenischer Arbeiten, Theorie und Geschichte des Theaters, theaterpraktische Grundlagen, ästhetische Bildung sowie szenische Experimente. Am Ende steht die Präsentation einer szenischen Arbeit, die mit der Studierendengruppe gemeinsam entwickelt wird (siehe Inszenierungen).
Im zweiten Jahr werden diese Grundkenntnisse vertieft und in einem ersten eigenen Projekt der Studierenden als Spielleiter*innen praktisch zur Anwendung gebracht. Schwerpunktmäßig werden fachdidaktische Theorien und Theaterarbeiten mit Kindern und Jugendlichen diskutiert, auf deren Basis nach den pädagogischen Möglichkeiten der Beziehung von Theater und Bildung gefragt wird.

Hinweis: Ein zusätzlich abgeschlossenes Fach z.B. im Rahmen eines Zertifikatsstudienganges kann die Einstellungschancen im Rahmen eines Planstellenbewerbungsverfahrens verbessern. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte die für die Planstellenvergabe zuständige Stelle (innerhalb von Rheinland-Pfalz die ADD).

Darstellendes Spiel/Theater in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es Darstellendes Spiel als Wahlpflichtfach (WPF) in der Sekundarstufe I und II, in Realschulen plus, Gymnasien (sowohl allgemeinbildende wie auch berufliche Gymnasien) und in Integrierten Gesamtschulen. Mittlerweile wird das Fach an über 140 Schulen im Land unterrichtet. Viele weitere Schulen möchten das Fach in den kommenden Jahren anbieten, dementsprechend hoch ist der Bedarf an ausgebildeten Lehrern und Lehrerinnen.
Die Universität Koblenz-Landau bietet als einzige Universität in Rheinland-Pfalz den Ergänzungsstudiengang „Darstellendes Spiel/Theater“ an den Campi Koblenz und Landau an.
Theatrale Bildung befähigt zur kritischen Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Sie unterstützt die Entwicklung personaler, methodischer und ästhetischer Fähigkeiten, fördert und fordert durch eigene szenische Praxis Wahrnehmung, Kör¬perbewusstsein, Persönlichkeitsentwicklung, Team¬fähigkeit und Sensibilität für Inszenierungspraktiken des Alltags.

Modul 1 Theaterpraktische Grundlagen 1
1.1 Spielen. Inszenieren. Beschreiben 1 (Ü)
1.2 Theatrale Zeichen (S)
1.3 Körperwahrnehmung 1 (Ü)

Modul 2 Theaterpraktiksche Grundlagen 2
2.1 Spielen. Inszenieren. Beschreiben 2 (S)
2.2 Theater organisieren (Ü)
2.3 Körperwahrnehmung 2 (Ü)

Modul 3 Ästhetische Bildung
3.1 Einführung in Theorien und Konzepte Ästhetischer Bildung (V)
3.2 Ausdrucksformen und Verfahrensweisen der Ästhetischen Bildung (S)
3.3 Kulturelle Bildung (S)

Modul 4 Theorie und Geschichte des Theaters
4.1 Theorie und Geschichte des Theaters (S)
4.2 Aufführungsanalysen (S/E)
4.3 Theater und Performance (S)

Modul 5 Methodik und Didaktik des Darstellenden Spiels
5.1 Didaktik und Methode des DS (S)
5.2 Theaterpädagogische Grundlagen (S)

Modul 6 Theaterpraktisches Projekt
6.1 Entwicklung eines eigenen Theaterprojekts (S/E)
6.2 Durchführung eines eigenen Theaterprojekts (Ko)

- Prüfungsordnung lehramtsbezogener Zertifikatsstudiengang (Erweiterungsfach) | Fassung: 12.07.18

- Eignungsprüfungsordnung | Fassung: 29.10.14

- Modulhandbuch | Fassung: 23.07.15

Hinweis: Das Modulhandbuch dient der Veranschaulichung der Module und besitzt keinen rechtsverbindlichen Charakter. Maßgeblich ist alleine die Prüfungsordnung des Zertifikatsstudiengangs mit ihrem Anhang.

- Modulzettel: M1, M2, M3, M4, M5, M6

Der Zertifikatsstudiengang Darstellendes Spiel/Theater hat ein zweistufiges Bewerbungsverfahren. Der erste Schritt besteht in einer schriftlichen Bewerbung zu einem zuvor hier festgeleten Thema, der zweite Schritt in der Teilnahme an einer praktischen Theaterwerkstatt.
Die Eignungsprüfung ist nicht mit der Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule zu verwechseln: Wir prüfen nicht, ob sie gut schauspielern können und Sie müssen auch keine Rollen vorbereiten. Wir interessieren uns dafür, was Sie am Theatermachen interessiert, wie Sie über szenische Vorgänge reflektieren, ob Sie die Bereitschaft haben, körperlich/räumlich zu arbeiten und sich auch in die theoretischen Dimensionen dieses Schulfaches einzuarbeiten.
Die Eignungsprüfung ist nicht nur dafür da, dass wir Sie kennenlernen, sondern auch dafür, dass Sie uns und das Studienfach kennenlernen können. Als ersten Einblick bieten wir einmal im Semester einen Schnupperworkshop an. Der nächste Termin wird Anfang November sein und wir rechtzeitig hier bekannt gegeben. Prüfen Sie bitte vor Ihrer Bewerbung, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.

Bewerbung: Voraussetzungen

Das Erweiterungsfach "Darstellendes Spiel" kann für das Lehramt Realschule plus, Berufsbildende Schule oder Gymnasium studiert werden, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
- Sie befinden sich zu Beginn des DS-Studiums mind. im 5. Semester im lehramtsbezogenes Bachelorstudium oder haben in der Vergangenheit mind. 5 Semester Lehramt studiert (d.h.: Sie sind zum Zeitpunkt der Bewerbung mindestens im 4. Semester)
- Sie haben einen lehramtsbezogenen Bachelor-/Masterabschluss oder das erste Staatsexamen abgelegt
- Sie sind Lehrer*in

Studierende des Lehramts Grundschule können das Erweiterungsfach nicht studieren. Es besteht aber die Möglichkeit, das "kleine Theaterzertifikat" zu erwerben. Informationen dazu erhalten Sie bei Dr. Wiebke Lohfeld.

Bewerbung: Ablauf

- Bewerbung Teil 1: Bewerbungsmappe zu einem hier veröffentlichen Thema | Zeitraum: Oktober bis November
- Bewerbung Teil 2: Teilnahme an einer Theaterwerkstatt | Zeitraum: November bis Dezember
- Bewerbungsmappe:
oder postalisch:
Dr. Mayte Zimmermann
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz
Postfach Nr. 246
- Einschreibung nach bestandener Prüfung: Im Rahmen des universitären Rückmeldezeitraums über den "Antrag auf Zulassung" beim Studierendensekretariat Uni Koblenz (Dokument erscheint zeitnah auf der Webseite des Studierendensekretariats)
- Studienbeginn: Sommersemester

Bewerbung Teil 1: Schriftlich

Die schriftliche Bewerbung besteht aus:
- einer schriftlichen Antwort auf ein hier zuvor festgelegtes Thema. Ihre Ausführungen sollte mindestens zwei und höchstens fünf DIN A4 Seiten lang sein (Arial oder Helvetica, Schriftgröße 11, 1,5er Zeilenabstand).
- einem Motivationsschreiben (Warum möchten Sie das Fach studieren?)
- einer Beschreibung der künstlerisch-pädagogischen Vorerfahrungen im Bereich Spiel und Theater, soweit vorhanden (Vorerfahrungen sind nicht erforderlich, sie werden hier abgefragt, damit die Kurzkonzeption adäquat beurteilt werden kann.)
- einem formlosen Antrag auf die Zulassung zur Eignungsprüfung. Dieser enthält Ihren Namen, Ihre Adresse und die Versicherung, dass Sie die vorgelegten Arbeiten eigenhändig angefertigt haben (vgl. § 2 Eignungsprüfungsordnung).
- Wenn Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben, melden Sie sich gerne jederzeit bei und vereinbaren einen Sprechstundentermin.

Bewerbung Teil 2: Praktisch

Zur Theaterwerkstatt wird eingeladen, wenn die Bewerbungsmappe mit "bestanden" bewertet wurde. Sie besteht aus drei Bereichen:
- Angeleitete Improvisationsphase in der Gruppe mit rhythmischem und bewegungstechnischem Schwerpunkt. Hierbei werden körperliches Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen sowie rhythmische und musikalische Grundfähigkeiten geprüft.
- Übungs- und Improvisationsphase. In dieser Phase werden sowohl Ensemblefähigkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen wie auch Spielbereitschaft, schauspielerische Grundbegabung, Leitungskompetenzen, Spontaneität und Kreativität geprüft.
- Reflexionsphase, bei der die Bewerberinnen und Bewerber nach den von ihnen angeleiteten Szenen den Spielern fundiertes Feedback und Beurteilung geben. Geprüft werden die Fähigkeit zur Reflexion der szenischen Realisation, der sprachlichen Ausdrucksweise und Empathie, des Beobachtungsvermögens und szenischem Verständnisses.

Bitte lesen Sie sich unbedingt vor Ihrer Bewerbung den Reiter "Bewerbungsinformation" durch!

Ab sofort können Sie sich für einen Studienplatz im Sommersemester 2019 bewerben!

Thema der Bewerbungsmappe

Beantworten Sie an einem selbstgewählten Beispiel Ihr Verständnis von und Ihr Interesse an Theater. Das Beispiel kann eine Performance oder eine Inszenierung sein, die Sie gesehen haben, darf aber auch ein Bild, ein Text oder eine Soundarbeit sein. Nehmen Sie sich Zeit, diese Arbeit zu beschreiben (machen Sie sich klar: wir haben die Arbeit aller Voraussicht nach nicht gesehen/gehört), um dann darzulegen und zu begründen, warum Sie für Ihr Verständnis von und ihr Interesse an Theater zentral ist.

Einsendeschluss ist der 21.11.18

E-Mail an:
oder postalisch an: Dr. Mayte Zimmermann, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz, Postfach Nr. 246

Theaterwerkstatt am 15.12.18

Eine Woche später folgt im positiven Fall die Einladung zur Theaterwerkstatt. Die Theaterwerkstatt wird am Fr., 15.12.2018 stattfinden. Die Uhrzeit ist noch nicht bekannt. Einen Alternativtermin gibt es nicht.

Lehrende

Dr. Mayte Zimmermann | Prof. Dr. Kristin Westphal | Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert | Dr. Wiebke Lohfeld | Apl. Prof. Dr. Helga ArendDr. Iris Meinen

Lehrbeauftragte des Theater Koblenz

(Intendant) | (Leitende Theaterpädagogin) | (Theaterpädagogin) | (Tanztheaterpädagogin) | (Referentin Theater und Schule)

Die Fachschaft besteht aus allen Studierenden und Promovierenden im Fach Darstellenden Spiel der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz. Ihre Interessen werden von mindestens 3 Fachschaftssprechern vertreten, die von der Fachschaft auf der Fachschaftsvollversammlung gewählt werden. Die Fachschaftsvertretung ist erster Ansprechpartner für Studierende, Promovierende und Studieninteressierte im Fach Darstellendes Spiel. Hier sind alle deine Fragen zum Studium gut aufgehoben.

Die Fachschaft organisiert sich über einen eigenen, von der Fachschaftsvertretung verwalteten Discord-Server, um sich untereinander auszutauschen und mit Ehemaligen in Kontakt zu bleiben. Studieninteressierte haben hier die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über kommende Termine zur Bewerbungsphase informiert zu werden.

Die aktuell gewählten Fachschaftssprecher sind: Annemarie Grieß, Carolina Möller, Felix Schwarzrock und Florian Gallhuber

Du erreichst die Fachschaftsvertretung per E-Mail und Discord:
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- Jahrgang 15/16: Woyzeck
- Jahrgang 16/17: Schleef
- Jahrgang 17/18: Brecht

- Wissenschaftliche Leitung ZZTP: westphal@uni-koblenz.de
- Geschäftsführung & Bewerbung DS: mayzimmermann@uni-koblenz.de
- Webseite ZZTP & DS:
- Fachschaftsvertretung DS:

Gründung

Das ZZTP wurde im Januar 2015 durch die Fachbereiche 1 und 2 (Bildungswissenschaften und Philologie/Kulturwissenschaften) als fachbereichsübergreifende Einrichtung gegründet.

Aufgaben

Hauptaufgabe des Zentrums ist die Organisation des von beiden Fachbereichen gemeinsam durchgeführten Zertifikatsstudiengangs Darstellendes Spiel am Campus Koblenz.

Darüber hinaus koordiniert das Zentrum die theaterbezogenen Aktivitäten der beiden Fachbereiche in Lehre und Forschung und fungiert als Ansprechpartner für außeruniversitäre Projektpartner.

Wissenschaftliche Leitung

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Prof. Dr. Kristin Westphal

Professorin FB 1

E 122
+49 261 287 1835
+49 261 287 1830 (Sekretariat)


2 Column Layout

 

Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert

Professor FB 2

F 213
+49 261 287 2052


Geschäftsführende Leitung

2 Column Layout

Dr. Mayte Zimmermann

Wiss. Mitarbeiterin FB 1 und FB 2

N 222
+49 261 287 1820


Wissenschaftlich-künstlerischer Beirat

| Prof. Dr. em. Hans-Thies Lehmann | (Universität Duisburg-Essen)


Weitere Mitglieder

(Dekanin FB 1) | (Dekan FB 2) | (nicht-wiss. Mitglied FB 1) | (FB 1, assoziiertes Mitglied) | (FB 2, assoziiertes Mitglied) | (FB 2, assoziiertes Mitglied) | (stud. Vertreter, HiWi)

Theater Koblenz - ein theatraler Campus

Mit der Kooperation zwischen dem Zentrum für zeitgenössisches Theater und Performance an der Universität in Koblenz und dem Theater Koblenz gehen zwei sehr unterschiedliche Institutionen eine reizvolle Verbindung ein. Während das Theater Koblenz auf eine 230-jährige Tradition zurückblickt und in einem historischen Gebäude Theater in den vier Sparten – Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Puppentheater – anbietet, blickt das Zentrum auf eine sehr junge Entstehungsgeschichte zurück. Was beide verbindet: Theater nicht als einen musealen Ort, sondern als eine Stätte, an der Wirklichkeiten immer wieder neu befragt werden, zu begreifen. Durch die Entwicklung und Erprobung vielfältiger theatraler Formen an den unterschiedlichsten Plätzen befindet sich das Theater in einem fortwährenden Erneuerungsprozess. Und so bespielt das Theater Koblenz neben dem Großen Haus auch zwei Probebühnen mit einer besonderen Nähe zum Publikum und immer mehr auch den öffentlichen Raum. Um die Zuschauer auf diesen Weg des Experimentierens mitzunehmen, ist die Abteilung Theaterpädagogik fest in der Theaterstruktur verankert.

Jeweils zum Sommersemester verwandelt sich das Theater in einen theatralen Campus. Studierende jeweils zweier Jahrgänge des Zertifikatsstudienganges "Darstellendes Spiel" werden in den theaterpraktischen Grundlagen unter Originalbedingungen von Theaterschaffenden unterrichtet. So gewinnen sie auf besondere Weise unmittelbare Einblicke in die Produktionsabläufe und Arbeitsbedingungen eines professionellen Theaterbetriebes. Die lehrenden Theaterpädagogen, Dramaturgen und Regisseure des Hauses verknüpfen dabei ihre Lehr-/Lerninhalte mit dem eigenen künstlerischen und theaterpädagogischen Tun. So werden bereits während des Studiums die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass zukünftige Lehrer*innen des Darstellenden Spiels die Kunst des Theaterspiels mit der Zuschaukunst verknüpfen.

Besonderheit für Studierende im Darstellenden Spiel:
Alle aktiven Studierenden im Darstellenden Spiel dürfen ab der Spielzeit September 2018 jede Eigenproduktion des Theater Koblenz einmal kostenlos über die Abendkasse besuchen.

Webseite des Theater Koblenz: http://www.theater-koblenz.de

Weitere Kooperationen

Künstlerhaus Mousonturm GmbH | Bundesverband Theater in Schulen BV.TS | Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Goethe Universität Frankfurt a. M. | Institut für Pädagogik, Friedrich-Alexander-Univeristät Erlangen-Nürnberg | Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg | NPN Nationales Performance Netz | Generation K - Kultur trifft Schule

Sommer 2018

Informationen zur Tagung/Weiterbildung im Sommer 2018 stehen noch nicht zur Verfügung.


Sommer 2017

Vom Chorischen: Suche nach dem Pädagogischen der großen „anderen Figur“ des Theaters

Wissenschaftliche Fachtagung des Zentrums für zeitgenössisches Theater und Performance, Universität Koblenz, 23.6.2017

Was wir „Theater“ nennen, entsteht, so der Philosoph Jean-Luc Nancy, vor ungefähr 2500 Jahren „im Ausgang aus dem Kult“.

Grob übersetzt heißt das: „Theater“ beginnt in dem Moment, wo ein Einzelner aus einer Gruppe (Chor) heraustritt. Chor und Subjekt stehen in einer untrennbaren Verbindung, sie bedingen einander. „Theater“ ist in seinen Ursprüngen die Auseinandersetzung mit diesem Spannungsgefüge.

Das heute vorherrschende Theaterverständnis hat mit der Antike wenig gemein: Mit der Neuzeit zieht sich das Theater in geschlossene Innenräume zurück, ab dem 18. Jahrhundert wird das Bühnengeschehen von dramatischen Texten und schließlich mit dem 19. Jahrhundert vom psychologischen Rollenspiel dominiert. Was verschwindet, teilweise gar verboten wird, ist die große „andere Figur“ des Theaters: der Chor.

Die Fachtagung Vom Chorischen fragt aus theaterpädagogischer Perspektive nach dem Grund und den Folgen vom Verschwinden des Chores. Zugleich versucht sie vor dem Hintergrund einer Art „Wiederentdeckung“ des Chorischen in zeitgenössischen Theaterprojekten mit Kindern und Jugendlichen (an Schulen, in der Theaterpädagogik sowie der Theaterpraxis), die pädagogischen Chancen einer Arbeit mit chorischen Formen auszuloten.

In der Erforschung einer zeitgenössisch orientierten Vermittlungspraxis von Theater, Tanz und Performance zeigt sich, dass theaterpädagogische Arbeit von sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Ausbildungs-/Traditionen – meist implizit und nicht explizit ausformuliert – geprägt wird. Der theoretische Teil der Fachtagung wird zunächst nach der Verflechtung von einem Bildungsverständnis mit jenen Theaterformen fragen, die den Chor „nicht kennen“. Zugleich werden zeitgenössische theatrale Praktiken analysiert und diskutiert, die unterschiedliche Formen des Chorischen zum Zentrum ihrer Pädagogik machen. Der zweite Teil der Fachtagung widmet sich in zwei parallelen Workshops der Erfahrung und dem Probieren mit unterschiedlichen künstlerischen Chor-Praktiken.


Sommer 2016

Zeitgenössische Theaterdiskurse zwischen Theorie und Praxis. Paradoxien, Brüche und Leerstellen

Im Rahmen des Zentrums für zeitgenössisches Theater und Performance werden wissenschaftliche Fachtagungen angeboten, die auch als Weiterbildung anerkannt wird. Eröffnet wird ein Forum, mit dem über die Universität hinaus Kooperationspartner, LehrerInnen, Kunst- und Kulturschaffende in der Region, ehemalige Studierende des Darstellenden Spiels sowie überregionale Theaterpädagogen und -wissenschaftler angesprochen werden sollen. So sollen Fragen, was man unter Theater und Bildung und ihrer Vermittlungspraxis in schulischen und außerschulischen Zusammenhängen verstehen kann, in einen Diskurs zu einer zeitgenössisch orientierten Produktions- und Rezeptionspraxis gebracht werden.

Theater und Bildung stehen seit jeher in einem wechselseitigen, aber auch spannungsreichen Verhältnis, das einem ständigen Wandel unterlegen ist.

Theater- wie auch die Bildungswissenschaften lehren uns, dass es “die Bildung” und “das Theater” nicht gibt, sondern lediglich verschiedene historische Erscheinungsformen. Diese Offenheit, Theater und Bildung immer wieder neu mit Blick auf seine Begrifflichkeit zu befragen birgt eine Chance. Worin liegt diese für eine theoriegeleitete Theaterpraxis in der Gegenwart?

Zu beobachten ist in der Forschung zur Kulturellen Bildung, dass Diskurse der Theaterwissenschaft und ästhetischen Bildung stets auch in Wechselwirkung zu einer ästhetischen und theatralen Praxis stehen. Wie zeigt sich dieses Wechselverhältnis, wo und wie zeigen sich Brüche, Paradoxien und empirische Leerstellen?

Unsere aktuellen Forschungen und Evaluationen am Standort Koblenz (Kunst_Rhein_Main; Landesprogramm Rheinland-Pfalz “Jedem Kind seine Kunst”…) zeigen darüberhinaus, dass eine theaterpädagogische Arbeit in Schulen und außerschulischen Einrichtungen von sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Ausbildungs-/Traditionen bzw. Generationsverhältnissen, aber auch regionalen Verhältnissen und Besonderheiten geprägt wird. Das zeigt sich insbesondere dort, wo verschiedene Akteure und Systemlogiken der beteiligten Institutionen – derzeit verstärkt im Rahmen von Kunstprojekten zur Kulturellen Bildung an Schulen und außerschulischen Einrichtungen zu beobachten – zusammentreffen.

Löst man sich von der Vorstellung, dass es im Darstellenden Spiel und einer zeitgenössischen Theaterpädagogik nicht darum geht, Kinder zu Schauspielern zu machen, geht man davon aus, dass es nicht um einen authentischen Ausdruck oder einer Originalität im Sinne eines Genialiätkonzepts, wie es die Kunstästhetik im 18. Jahrhundert geprägt hat, zu vermitteln gilt, und löst man sich von der aus dieser Zeit auch stammenden Vorstellung von Theater als klassisches dramatisches Guckkastentheater, dann wirft sich vor dieser Folie für eine theoriegeleitete zeitgenössische Theaterpraxis ein offener Katalog an Fragen auf:

- Was verstehen wir unter einen Performer, was unter einer Performance?
- In welchem Verhältnis stehen der Einzelne und die Gruppe?
- In welchem Verhältnis steht das Spielgeschehen zum Spieler und Zuschauer als Akteur/Patheur?
- In welchem Verhältnis steht der Probeprozess zur Aufführung?
- In welchem wechselseitigen Bezug stehen Text lesen und szenisches Tun?
- Welche Bedeutung kommt dem Wahrnehmen und Erspüren einer theatralen Situation dahingehend zu?
- In welchem Verhältnis steht eine rezeptions- zur produktions- und werkästhetischen Betrachtung?
- Welches Verständnis von Kindern und Jugendlichen/Schülern bzw. vom Subjekt unterliegt eine Theaterpraxis?
- Welche Vermittlungspraxis zieht das nach sich? Wo findet diese statt?

Generation K - Kultur trifft Schule (2017-2019)

Ein Projekt zur Förderung der kulturellen Schulentwicklung und Kooperation von Bildungs- und Kulturszene für eine nachhaltige und qualitätsvolle kulturelle Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz.

Projektträger: MWWK | Förderer: Stiftung Mercator | Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projektmitarbeiter: Jaqueline Kastenholz, Sigrid Scherer | Mehr erfahren!


Kunst_Rhein_Main (2014-2017)

Entwicklung und Erprobung eines Weiterbildungsprogramms für Kunst- und Kulturschaffende unter besonderer Berücksichtigung zeitgenössischer Theater-, Tanz- und Performancekunst.

Projektträger: BMBF | Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Verbundspartner: Tanzlabor 21 (Mousonturm Frankfurt am Main GmbH) | Mehr erfahren!


Jedem Kind seine Kunst (2014-2015)

Mit dem von der Landesregierung Rheinland-Pfalz initiierten Programm wird Kulturschaffenden des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen einer Kooperation mit interessierten Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Vereinen oder anderen Institutionen die Möglichkeit geboten, Projekte aus dem Bereich der kulturellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten.

Projektträger: MWWK, Leitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projketleitung: Simone Kosica | Projektmitarbeiter: Teresa Bogerts, Fath Özsoy, Methodenzentrum der Universität Koblenz-Landau | Mehr erfahren!


Generationenprojekt

Projektträger: Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau | Projektleitung: Prof. Dr. Michael Klemm

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Kristin Westphal, Teresa Bogerts, Mareike Uhl, Ilona Sauer (Hgg.)

ZWISCHEN Kunst und Bildung

Theorie, Vermittlung, Forschung
in der zeitgenössischen Theater-, Tanz- und Performancekunst

1. Auflage 2018, 500 Seiten mit 58 farbigen und schwarzweißen Fotos, Klappenbroschur, 15,2 x 22,6 cm,
ISBN 978-3-7455-1027-0, 29,50 Euro

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Broschüre 2017

Printexemplare schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.


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Poster Version 1

Printexemplare schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

 

- Wissenschaftliche Leitung ZZTP: westphal@uni-koblenz.de
- Geschäftsführung & Bewerbung DS: mayzimmermann@uni-koblenz.de
- Webseite ZZTP & DS:
- Fachschaftsvertretung DS: