Darstellendes Spiel / Zentrum für zeitgenössisches Theater und Performance

Theatrale Bildung befähigt zur kritischen Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Sie unterstützt die Entwicklung personaler, methodischer und ästhetischer Fähigkeiten, fördert und fordert durch eigene szenische Praxis Wahrnehmung, Kör­perbewusstsein, Persönlichkeitsentwicklung, Team­fähigkeit und Sensibilität für Inszenierungspraktiken des Alltags.

Der Zertifikationsstudiengang Darstellendes Spiel der Universität Koblenz steht in Theorie wie Praxis für eine zeitgenössische und kritische Theaterpäda­gogik.

In vier Semestern/sechs Modulen werden die Studie­renden durch praktische Übungen sowie Theater­besuche und theoretische Positionen mit vielfältigen zeitgenössischen Spielarten des Theaters vertraut gemacht. Im ersten Jahr steht der Umgang mit theatralen und ästhetischen Mitteln in Analysen wie szenischen Experimenten im Vordergrund, während das zweite Jahr auf dieser Basis nach den pädago­gischen Chancen und Herausforderungen szenischen Arbeitens fragt und die Studierenden darin unter­ stützt, eine eigene theaterpädagogische Position auszubilden. Außerdem werden theaterpraktische Grundlagen geschaffen, fachwissenschaftliche Inhalte bezüglich ästhetischer Bildung sowie zu Theorie und Geschichte des Theaters thematisiert, die Didaktik des Darstellenden Spiels vermittelt und die erworbenen Kompetenzen an einer Schule oder an einer externen Institution nachgewiesen. Das Studium umfasst 60 ECTS-Punkte.

Profil und Ziele

Das Fach Darstellendes Spiel trägt (neben freiwilligen Theaterarbeitsgemeinschaften) wesentlich zur Förderung der ästhetischen Bildung an Schulen bei; Impulse aus dem Fach Darstellendes Spiel wirken auch in andere Fächer hinein. Darüber hinaus sind Theater und Performance wichtige Bestandteile von Schulkultur und pädagogischer Schulentwicklung, weil es für kreative Prozesse einen festen institutionellen Rahmen bereitet. Darstellendes Spiel als Lern- und Ausdrucksform schafft Freiräume für die Persönlichkeitsentwicklung und für soziales Probehandeln.

In Rheinland-Pfalz gibt es Darstellendes Spiel als Wahlpflichtfach (WPF) in der Sekundarstufe I und II, in Realschulen plus, Gymnasien (sowohl allgemeinbildende wie auch berufliche Gymnasien) und in Integrierten Gesamtschulen. Mittlerweile wird das Fach an über 140 Schulen im Land unterrichtet. Viele weitere Schulen möchten das Fach in den kommenden Jahren anbieten, dementsprechend hoch ist der Bedarf an ausgebildeten Lehrern und Lehrerinnen.

Die Universität Koblenz-Landau bietet als einzige Universität in Rheinland-Pfalz den universitären Ergänzungsstudiengang "Darstellendes Spiel" an den Campi Landau und Koblenz an.

Der Zertifikationsstudiengang "Darstellendes Spiel" in Koblenz steht für eine zeitgenössische und kritische Theaterpädagogik in produktiver, rezeptiver und theoretischer Hinsicht:

- er führt in wesentliche Sachverhalte und Strukturen sowie in Geschichte und Theorie des Theaters und der Performance ein;
- er vermittelt und reflektiert die Arbeitsmethoden des Theaters in rezeptions-, produktions- und werkästhetischer Perspektive;
- er macht Theater und Performance als einen zentralen Bestandteil Ästhetischer Bildung auch in der Verbindung mit den anderen Künsten erfahrbar;
- er erschließt Theater und Performance als besondere Formen künstlerischer Welt- und Selbsterfahrung.

Theater ist Schauplatz existentieller Wahrnehmungs-, Ausdrucks-, Darstellungs- und Gestaltungsbedürfnisse. Es ermöglicht Kommunikationsformen, die einen offenen, spielerischen und experimentellen Umgang mit Sachverhalten und Bedeutungen pflegen, die das Brüchige, Uneindeutige, Zufällige und Prozessuale einschließt. Szenische Arbeit ermöglicht imaginative und kreative Auseinandersetzungen mit der individuellen und gesellschaftlichen Wirklichkeit im Weltentwurf, Experiment, Proben und Forschen.

Das Fach Darstellendes Spiel ist nicht allein auf genießende oder reflektierende Rezeption angelegt, sondern es fördert und fordert die produktive, sowohl die angeleitete wie die eigenständige freie Praxis. Die Entfaltung der Persönlichkeit im Zusammenspiel von Wahrnehmung und Gestaltung wird durch die praktische Arbeit umfassend gefördert. Theatrale Bildung befähigt und ermutigt den Einzelnen, selbst aktiv zu werden, zugleich ermöglicht sie Erfahrungen mit der Interaktion von Darstellern und Publikum.

Theater ist eine multidimensionale, disziplinübergreifende Kunstform. Es verbindet nicht nur klassische Künste wie Literatur, Bildende Kunst, Musik und Tanz auf performativ-expressive Weise, sondern bildet zugleich die Kerndisziplin der medial vermittelten Künste wie Film, Video, Fernsehspiel oder Hörspiel. Auch kann das Fach Darstellendes Spiel einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit alten und neuen Medien und allgemein zur Medienerziehung leisten. Theatrale Bildung vermittelt darüber hinaus Geschichte und kulturelles Erbe, weckt damit Verständnis für die Gegenwart und befähigt zur aktiven, kritischen Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben; sie unterstützt die Entwicklung personaler, sozialer, methodischer und ästhetischer Fähigkeiten und fördert Toleranz und Verständigungsbereitschaft.

Hinweis: Ein zusätzlich abgeschlossenes Fach z.B. im Rahmen eines Zertifikatsstudienganges kann die Einstellungschancen im Rahmen eines Planstellenbewerbeverfahrens verbessern. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte die für die Planstellenvergabe zuständige Stelle (innerhalb von Rheinland-Pfalz die ADD).

Voraussetzungen

Das Erweiterungsfach "Darstellendes Spiel" kannst von allen mit Schulform Realschule plus, Berufsbildende Schule oder Gymnasium studiert werden, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

- Sie befinden sich mind. im 5. Semester im lehramtsbezogenes Bachelorstudium oder haben in der Vergangenheit mind. 5 Semester Lehramt studiert
- Sie haben einen lehramtsbezogenen Bachelor-/Masterabschluss oder das erste Staatsexamen abgelegt
- Sie sind Lehrer*in

Auf die Schulform Grundschule kann das Erweiterungsfach nicht studiert werden! Hier existiert ein "kleines Theaterzertifikat". Weitere Informationen gibt's bei Frau Lohfeld.

Bewerbung

Eignungsprüfung Teil 1: Bewerbungsmappe zu einem hier veröffentlichen Thema | Zeitraum: Oktober bis November
Eignungsprüfung Teil 2: Teilnahme an einer Theaterwerkstatt | Zeitraum: November bis Dezember
Bewerbungsmappe an:
Einschreibung nach bestandener Prüfung: Studierendensekretariat Uni Koblenz im Rahmen des universitären Rückmeldezeitraums über den "Antrag auf Zulassung" (Dokument erscheint zeitnah auf der Webseite des Studierendensekretariats)
Studienbeginn: Sommersemester

Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe besteht aus:

- einer schriftlicher Kurzkonzeption eines Inszenierungsprojektes zu einem hier festgelegten Thema. Die Konzeption sollte mindestens 2 und höchstens 5 DIN A4 Seiten lang sein (Arial, Schriftgröße 11, 1,5er Zeilenabstand oder vergleichbares). Eine Konzeption beinhaltet Ausführungen zu den Rahmenbedingungen, auf welche das Inszenierungsprojekt ausgerichtet ist, inhaltliche Vorüberlegungen, Ausführungen zu szenischen Methoden sowie Überlegungen zu möglichen ästhetischen wie sozialen Herausforderungen im Probenprozess.

- einer Beschreibung der künstlerisch-pädagogischen Vorerfahrungen im Bereich Spiel und Theater, soweit vorhanden. (Vorerfahrungen sind nicht erforderlich, sie werden hier abgefragt, damit die Kurzkonzeption adäquat beurteilt wird.)

- einem Motivationsschreiben (warum möchten Sie das Fach studieren?)

- einem formlosen Antrag auf die Zulassung zur Eignungsprüfung. Dieser enthält Ihren Namen, Ihre Adresse und die Versicherung, dass Sie die vorgelegten Arbeiten eigenhändig angefertigt haben (vgl. § 2 Eignungsprüfungsordnung).

Theaterwerkstatt

Zur Theaterwerkstatt wird eingeladen, dessen Bewerbungsmappe mit "bestanden" bewertet wurde. Sie besteht aus drei Bereichen:

- Angeleitete Improvisationsphase in der Gruppe mit rhythmischem und bewegungstechnischem Schwerpunkt. Hierbei werden körperliches Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen sowie rhythmische und musikalische Grundfähigkeiten geprüft.
- Übungs- und Improvisationsphase. In dieser Phase werden sowohl Ensemblefähigkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen wie auch Spielbereitschaft, schauspielerische Grundbegabung, Leitungskompetenzen, Spontaneität und Kreativität geprüft.
- Reflexionsphase, bei der die Bewerberinnen und Bewerber nach den von ihnen angeleiteten Szenen den Spielern fundiertes Feedback und Beurteilung geben. Geprüft werden die Fähigkeit zur Reflexion der szenischen Realisation, der sprachlichen Ausdrucksweise und Empathie, des Beobachtungsvermögens und szenischem Verständnisses.

Bewerbung auf das Sommersemester 2019

Thema und Einsendeschluss der Bewerbungsmappe sowie Termin der Theaterwerkstatt werden hier vorraussichtlich am 1. Oktober 2018 bekannt gegeben.

- Prüfungsordnung lehramtsbezogener Zertifikatsstudiengang (Erweiterungsfach) | Fassung: 20.02.18

- Eignungsprüfungsordnung | Fassung: 29.10.14

- Modulhandbuch | Fassung: 23.07.15

Hinweis: Das Modulhandbuch dient der Veranschaulichung der Module und besitzt keinen rechtsverbindlichen Charakter. Maßgeblich ist alleine die Prüfungsordnung des Zertifikatsstudiengangs mit ihrem Anhang.

- Modulzettel: M1, M2, M3, M4, M5, M6

Lehrende

Dr. Mayte Zimmermann | Prof. Dr. Kristin Westphal | Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert | Dr. Wiebke Lohfeld | Apl. Prof. Dr. Helga ArendDr. Iris Meinen

Lehrbeauftragte des Theater Koblenz

(Intendant) | (Leitende Theaterpädagogin) | (Theaterpädagogin) | (Tanztheaterpädagogin) | (Referentin Theater und Schule)

Die Fachschaft besteht aus allen Studierenden und Promovierenden im Fach Darstellenden Spiel der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz. Ihre Interessen werden von mindestens 3 Fachschaftssprechern vertreten, die von der Fachschaft auf der Fachschaftsvollversammlung gewählt werden. Die Fachschaftsvertretung ist erster Ansprechpartner für Studierende, Promovierende und Studieninteressierte im Fach Darstellendes Spiel. Hier sind alle deine Fragen zum Studium gut aufgehoben.

Die Fachschaft organisiert sich über einen eigenen, von der Fachschaftsvertretung verwalteten Discord-Server, um sich untereinander auszutauschen und mit Ehemaligen in Kontakt zu bleiben. Studieninteressierte haben hier die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über kommende Termine zur Bewerbungsphase informiert zu werden.

Die aktuell gewählten Fachschaftssprecher sind: Annemarie Grieß, Carolina Möller, Felix Schwarzrock und Florian Gallhuber

Du erreichst die Fachschaftsvertretung per E-Mail und Discord:
-

- Wissenschaftliche Leitung ZZTP: westphal@uni-koblenz.de
- Geschäftsführung & Bewerbung DS: mayzimmermann@uni-koblenz.de
- Webseite ZZTP & DS:
- Fachschaftsvertretung DS:

 

Gründung

Das ZZTP wurde im Januar 2015 durch die Fachbereiche 1 und 2 (Bildungswissenschaften und Philologie/Kulturwissenschaften) als fachbereichsübergreifende Einrichtung gegründet.

Aufgaben

Hauptaufgabe des Zentrums ist die Organisation des von beiden Fachbereichen gemeinsam durchgeführten Zertifikatsstudiengangs Darstellendes Spiel am Campus Koblenz.

Darüber hinaus koordiniert das Zentrum die theaterbezogenen Aktivitäten der beiden Fachbereiche in Lehre und Forschung und fungiert als Ansprechpartner für außeruniversitäre Projektpartner.

Wissenschaftliche Leitung

2 Column Layout

Prof. Dr. Kristin Westphal

Professorin FB 1

E 122
+49 261 287 1835
+49 261 287 1830 (Sekretariat)


2 Column Layout

 

Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert

Professor FB 2

F 213
+49 261 287 2052


Geschäftsführende Leitung

2 Column Layout

Dr. Mayte Zimmermann

Wiss. Mitarbeiterin FB 1 und FB 2

N 222
+49 261 287 1820


Wissenschaftlich-künstlerischer Beirat

| Prof. Dr. em. Hans-Thies Lehmann | (Universität Duisburg-Essen)


Weitere Mitglieder

(Dekanin FB 1) | (Dekan FB 2) | (nicht-wiss. Mitglied FB 1) | (FB 1, assoziiertes Mitglied) | (FB 2, assoziiertes Mitglied) | (FB 2, assoziiertes Mitglied) | (stud. Vertreter, HiWi)

folgt in Kürze

Generation K - Kultur trifft Schule (2017-2019)

Ein Projekt zur Förderung der kulturellen Schulentwicklung und Kooperation von Bildungs- und Kulturszene für eine nachhaltige und qualitätsvolle kulturelle Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz.

Projektträger: MWWK | Förderer: Stiftung Mercator | Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projektmitarbeiter: Jaqueline Kastenholz, Sigrid Scherer | Mehr erfahren!


Kunst_Rhein_Main (2014-2017)

Entwicklung und Erprobung eines Weiterbildungsprogramms für Kunst- und Kulturschaffende unter besonderer Berücksichtigung zeitgenössischer Theater-, Tanz- und Performancekunst.

Projektträger: BMBF | Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Verbundspartner: Tanzlabor 21 (Mousonturm Frankfurt am Main GmbH) | Mehr erfahren!


Jedem Kind seine Kunst (2014-2015)

Mit dem von der Landesregierung Rheinland-Pfalz initiierten Programm wird Kulturschaffenden des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen einer Kooperation mit interessierten Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Vereinen oder anderen Institutionen die Möglichkeit geboten, Projekte aus dem Bereich der kulturellen Bildung mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten.

Projektträger: MWWK, Leitung: Prof. Dr. Kristin Westphal | Projketleitung: Simone Kosica | Projektmitarbeiter: Teresa Bogerts, Fath Özsoy, Methodenzentrum der Universität Koblenz-Landau | Mehr erfahren!


Generationenprojekt

Projektträger: Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau | Projektleitung: Prof. Dr. Michael Klemm

folgt in Kürze

2 Column Layout

Broschüre 2017

Printexemplare schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.


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Poster Version 1

Printexemplare schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

 

- Wissenschaftliche Leitung ZZTP: westphal@uni-koblenz.de
- Geschäftsführung & Bewerbung DS: mayzimmermann@uni-koblenz.de
- Webseite ZZTP & DS:
- Fachschaftsvertretung DS:

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