Zertifikatsstudiengang Darstellendes Spiel (Erweiterungsfach)

 

I. Inhalt

II. Profil und Ziele des Studiengangs

III. Voraussetzungen

IV. Bewerbung und Auswahlverfahren

V. Kontakt

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VERLÄNGERUNG DER BEWERBUNGSFRIST!

Liebe Studieninteressierte!

Ab sofort können Sie sich für das Studium Darstellendes Spiel/Theater bewerben!

Dafür schicken Sie uns bitte bis zum 22.11. ein kurzes Konzept mit folgendem thematischen Schwerpunkt: (formale Hinweise für die Bewerbung finden Sie unter IV. Bewerbung und Auswahlverfahren)

 

Theater und Bewegung

Theater ist Bewegung in jeder Hinsicht: es bewegt sich viel auf der Bühne, hinter ihr, vor ihr, in den Akteuren, unter den Akteuren, im Miteinander und Gegeneinander, im Zuschauenden und der Zuschauende selbst...

 

Für Ihre Bewerbung bitten wir Sie, ein Projekt mit dem Fokus auf „Theater und Bewegung“ zu entwickeln. Sie sind völlig frei darin, welche Schwerpunkte Sie setzen möchten: alltägliche oder künstliche Bewegungen, das Verhältnis von Bewegung und Musik, Gewicht, Leichtigkeit, Geschwindigkeit, Einzelbewegungen oder Gruppenbewegungen, Stillstand usw. 

 

Wir erwarten kein fertiges Inszenierungskonzept! Schreiben Sie uns, warum es spannend sein könnte, mit Schüler*innen zu einem von Ihnen gewählten Schwerpunkt zu arbeiten. 

 

Sie haben grundsätzlich Interesse an einer Bewerbung, sind sich aber unsicher?

Melden Sie sich bei mayzimmermann@uni-koblenz.de. Ich berate Sie gerne per Email, persönlich oder telefonisch.

 

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I. Inhalt

 

Theatrale Bildung befähigt zur kritischen Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Sie unterstützt die Entwicklung personaler, methodischer und ästhetischer Fähigkeiten, fördert und fordert durch eigene szenische Praxis Wahrnehmung, Kör­perbewusstsein, Persönlichkeitsentwicklung, Team­fähigkeit und Sensibilität für Inszenierungspraktiken des Alltags.

Der Zertifikationsstudiengang Darstellendes Spiel der Universität Koblenz steht in Theorie wie Praxis für eine zeitgenössische und kritische Theaterpäda­gogik.

In vier Semestern/sechs Modulen werden die Studie­renden durch praktische Übungen sowie Theater­ besuche und theoretische Positionen mit vielfältigen zeitgenössischen Spielarten des Theaters vertraut gemacht. Im ersten Jahr steht der Umgang mit theatralen und ästhetischen Mitteln in Analysen wie szenischen Experimenten im Vordergrund, während das zweite Jahr auf dieser Basis nach den pädago­ gischen Chancen und Herausforderungen szenischen Arbeitens fragt und die Studierenden darin unter­ stützt, eine eigene theaterpädagogische Position auszubilden.

 

II. Profil und Ziele des Studiengangs

 

Das Fach Darstellendes Spiel trägt (neben freiwilligen Theaterarbeitsgemeinschaften) wesentlich zur Förderung der ästhetischen Bildung an Schulen bei; Impulse aus dem Fach Darstellendes Spiel wirken auch in andere Fächer hinein. Darüber hinaus sind Theater und Performance wichtige Bestandteile von Schulkultur und pädagogischer Schulentwicklung, weil es für kreative Prozesse einen festen institutionellen Rahmen bereitet. Darstellendes Spiel als Lern- und Ausdrucksform schafft Freiräume für die Persönlichkeitsentwicklung und für soziales Probehandeln.

In Rheinland-Pfalz gibt es Darstellendes Spiel als Wahlpflichtfach (WPF) in der Sekundarstufe I und II, in Realschulen plus, Gymnasien (sowohl allgemeinbildende wie auch berufliche Gymnasien) und in Integrierten Gesamtschulen. Mittlerweile wird das Fach an über 140 Schulen im Land unterrichtet. Viele weitere Schulen möchten das Fach in den kommenden Jahren anbieten, dementsprechend hoch ist der Bedarf an ausgebildeten Lehrern und Lehrerinnen.

Die Universität Koblenz-Landau bietet als einzige Universität in Rheinland-Pfalz den universitären Ergänzungsstudiengang Darstellendes Spiel an den Campi Landau und Koblenz an.

 

Der Zertifikationsstudiengang Darstellendes Spiel in Koblenz steht für eine zeitgenössische und kritische Theaterpädagogik in produktiver, rezeptiver und theoretischer Hinsicht:

 

  • er führt in wesentliche Sachverhalte und Strukturen sowie in Geschichte und Theorie des Theaters und der Performance ein;

 

  • er vermittelt und reflektiert die Arbeitsmethoden des Theaters in rezeptions-, produktions- und werkästhetischer Perspektive;

 

  • er macht Theater und Performance als einen zentralen Bestandteil Ästhetischer Bildung auch in der Verbindung mit den anderen Künsten erfahrbar;

 

  • er erschließt Theater und Performance als besondere Formen künstlerischer Welt- und Selbsterfahrung.

 

Theater ist Schauplatz existentieller Wahrnehmungs-, Ausdrucks-, Darstellungs- und Gestaltungsbedürfnisse. Es ermöglicht Kommunikationsformen, die einen offenen, spielerischen und experimentellen Umgang mit Sachverhalten und Bedeutungen pflegen, die das Brüchige, Uneindeutige, Zufällige und Prozessuale einschließt. Szenische Arbeit ermöglicht imaginative und kreative Auseinandersetzungen mit der individuellen und gesellschaftlichen Wirklichkeit im Weltentwurf, Experiment, Proben und Forschen.


Das Fach Darstellendes Spiel ist nicht allein auf genießende oder reflektierende Rezeption angelegt, sondern es fördert und fordert die produktive, sowohl die angeleitete wie die eigenständige freie Praxis. Die Entfaltung der Persönlichkeit im Zusammenspiel von Wahrnehmung und Gestaltung wird durch die praktische Arbeit umfassend gefördert. Theatrale Bildung befähigt und ermutigt den Einzelnen, selbst aktiv zu werden, zugleich ermöglicht sie Erfahrungen mit der Interaktion von Darstellern und Publikum.


Theater ist eine multidimensionale, disziplinübergreifende Kunstform. Es verbindet nicht nur klassische Künste wie Literatur, Bildende Kunst, Musik und Tanz auf performativ-expressive Weise, sondern bildet zugleich die Kerndisziplin der medial vermittelten Künste wie Film, Video, Fernsehspiel oder Hörspiel. Auch kann das Fach Darstellendes Spiel einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit alten und neuen Medien und allgemein zur Medienerziehung leisten. Theatrale Bildung vermittelt darüber hinaus Geschichte und kulturelles Erbe, weckt damit Verständnis für die Gegenwart und befähigt zur aktiven, kritischen Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben; sie unterstützt die Entwicklung personaler, sozialer, methodischer und ästhetischer Fähigkeiten und fördert Toleranz und Verständigungsbereitschaft.

 

Eine Darstellung der Lehr- und Lerninhalte finden Sie im Modulhandbuch und im aktuellen Vorlesungsverzeichnis.

Die Prüfungsordnung der Zertifikatsstudiengänge finden Sie hier.

Hinweis: Ein zusätzlich abgeschlossenes Fach z.B. im Rahmen eines Zertifikatsstudienganges
kann die Einstellungschancen im Rahmen eines Planstellenbewerbeverfahrens verbessern. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte die für die Planstellenvergabe zuständige Stelle (innerhalb von Rheinland-Pfalz die ADD).

 

III. Voraussetzungen

 

Das Erweiterungsfach Darstellendes Spiel kann studiert werden von

 

  • Lehramtsstudierenden der Schularten Realschule plus, Berufsbildende Schulen oder Gymnasium, unabhängig von der Fachkombination, die mindestens  im fünften oder in einem höheren Fachsemester im lehramtsbezogenen Bachelorstudiengang eingeschrieben sind;

(Hinweis: Wenn Sie an einer anderen Universität eingeschrieben sind, setzen Sie sich bitte mit dem Studierendensekretariat in Verbindung, da hier die Studienvoraussetzungen abweichen können.)

 

  • von Personen, die die lehramtsbezogenen Bachelor- oder Masterprüfung oder das Erste Staatsexamen der Schularten Realschule plus, Berufsbildende Schulen oder Gymnasium abgelegt haben;

 

  • von Lehrerinnen und Lehrern der Schularten Realschule plus, Berufsbildende Schulen, Gymnasium oder IGS unabhängig von der Fachkombination.

(Hinweis: Bitte machen Sie sich im Vorfeld der Bewerbung mit den zeitlichen Anforderungen des Studiengangs vertraut (Modulhandbuch) und bedenken Sie, dass die Seminarzeiten nicht individuell auf schulische Verpflichtungen abgestimmt werden können. Bei Beratungsbedarf melden Sie sich gerne bei Dr. Mayte Zimmermann.)

 

In den sechs Studienmodulen werden theaterpraktische Grundlagen geschaffen, fachwissenschaftliche Inhalte bezüglich ästhetischer Bildung sowie zu Theorie und Geschichte des Theaters thematisiert, die Didaktik des Darstellenden Spiels vermittelt und die erworbenen Kompetenzen an einer Schule oder an einer externen Institution nachgewiesen. Das Studium umfasst 60 ECTS-Punkte.

 

IV. Bewerbung und Auswahlverfahren

 

Die Zahl der Studienplätze ist auf achtzehn begrenzt.

Eine Aufnahme des Studiums ist nur im Sommersemester möglich. Bewerber*innen müssen eine zweiteilige Eignungsprüfung bestehen, bevor Sie den Antrag auf Zulassung stellen können. Im ersten Schritt reichen Sie eine Bewerbungsmappe zu einem auf dieser Homepage veröffentlichten Thema ein. Wird die Mappe mit „bestanden“ bewertet, werden Sie im zweiten Schritt zur Teilnahme an einer Theaterwerkstatt eingeladen.

 

Für das SoSe 2018 sind die Fristen und Termine folgendermaßen:

01.10.2017: Veröffentlichung des Themas für die Bewerbungsmappe;

22.11.2017: Einsendeschluss Bewerbungsmappe;

9.12.2017: Theaterwerkstatt

Sie werden Ende November über die Bewertung Ihrer Bewerbungsmappe informiert und im Fall der Bewertung "Bestanden" zur Theaterwerkstatt eingelden.

 

Die Bewerbungsmappe enthält:

  • schriftliche Kurzkonzeption eines Inszenierungsprojektes zu einem festgelegten Thema (für das Thema siehe oben). Die Konzeption sollte mindestens 2 und höchstens 5 DINA4 Seiten lang sein. Eine Konzeption beinhaltet Ausführungen zu den Rahmenbedingungen, auf welche das Inszenierungsprojekt ausgerichtet ist, inhaltliche Vorüberlegungen, Ausführungen zu szenischen Methoden sowie Überlegungen zu möglichen ästhetischen wie sozialen Herausforderungen im Probenprozess.
  • Soweit vorhanden eine Beschreibung der künstlerisch-pädagogischen Vorerfahrungen im Bereich Spiel und Theater. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich, sie werden hier abgefragt, damit die Kurzkonzeption adäquat beurteilt wird.
  • Motivationsbeschreibung bezüglich der Studiengangswahl.
  • einen formlosen Antrag auf die Zulassung zur Eignungsprüfung (siehe Prüfungsordnung Darstellendes Spiel §2)

Die Bewerbungsmappe senden Sie bitte postalisch oder per Email an:

Dr. Mayte Zimmermann mayzimmermann@uni-koblenz.de

Universitätsstr. 1

56070 Koblenz

Postfach Nr. 246

Wird die Kurzkonzeption positiv bewertet, lädt die Prüfungskommission zu einer praktischen Prüfung ein.


Die Theaterwerkstatt besteht aus drei Bereichen:

  1. Angeleitete Improvisationsphase in der Gruppe mit rhythmischem und bewegungstechnischem Schwerpunkt. Hierbei werden körperliches Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen sowie rhythmische und musikalische Grundfähigkeiten geprüft.
  1. Übungs- und Improvisationsphase. In dieser Phase werden sowohl Ensemblefähigkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen wie auch Spielbereitschaft, schauspielerische Grundbegabung, Leitungskompetenzen, Spontaneität und Kreativität geprüft.
  1. Reflexionsphase, bei der die Bewerberinnen und Bewerber nach den von ihnen angeleiteten Szenen den Spielern fundiertes Feedback und Beurteilung geben. Geprüft werden die Fähigkeit zur Reflexion der szenischen Realisation, der sprachlichen Ausdrucksweise und Empathie, des Beobachtungsvermögens und szenischem Verständnisses.

 

Die Entscheidung trifft eine Auswahlkommission und informiert schriftlich über das Ergebnis.

Näheres ist in der Prüfungsordnung ausgeführt.

 

Nach erfolgreicher Eignungsprüfung ist ein Antrag auf Zulassung zum Erweiterungsfach Darstellendes Spiel beim Studierendensekretariat einzureichen. Das entsprechende Dokument wird zeitnah auf der Homepage des Studierendensekretariats veröffentlicht, Sie werden im Verlauf des Bewerbungsverfahrens über die Fristen informiert.

 

V. Kontakt

 

Geschäftsführende Leitung Zertifikationsstudiengang Darstellendes Spiel

Dr. Mayte Zimmermann

 

Auskünfte geben neben vornehmlich Frau Dr. Mayte Zimmermann, Geschäftsführung des Studiengangs, auch Frau Prof. Dr. Westphal, Frau Dr. Lohfeld und Herr Prof. Dr. Liebert.