Forschung

In der Forschung beschäftigt sich der Arbeitsbereich mit Fragestellungen der Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung sowie mit Fragen aus dem Bereich der Lehrerbildung. Hier finden Sie Informationen zu laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten im Arbeitsbereich Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung.

Implementation der Gemeinsamen Abituraufgabenpools der Länder im Mehrebenensystem Schule

IQB

Ansprechpartner: Alexander GroßProf. Dr. Svenja Mareike Schmid-Kühn

Seit 2017 stehen allen 16 Bundesländern gemeinsame Pools von standardbasierten Abiturprüfungsaufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch als Angebot für den Einsatz in der Abiturprüfung zur Verfügung. Ergänzend zu den bisherigen Erkenntnissen aus der vom IQB durchgeführten formativen Evaluation zur Nutzung und Bewährung der gemeinsamen Abituraufgabenpools der Länder im Prüfungsjahr 2017 soll im Rahmen dieses Forschungsprojekts untersucht werden, wie die Abituraufgabenpools von unterschiedlichen Akteuren im Schulsystem wahrgenommen werden und inwieweit länderspezifische und einzelschulische Kommunikations- und Handlungsstrukturen die Akzeptanz und Nutzung der Abituraufgabenpools beeinflussen.

Im Rahmen des Projekts werden Interviews mit Expertinnen und Experten aus allen mit der Implementation der Abituraufgabenpools befassten Bereichen in verschiedenen Bundesländern geführt, u. a. mit den für das Abitur zuständigen Ansprechpersonen in den Ministerien sowie mit Schulleitungen und Lehrkräften. Sofern sich im Projektverlauf entsprechende Hinweise ergeben, werden weitere Akteure (z. B. aus der Lehrkräfteaus- und -fortbildung) in das Projekt einbezogen.


Dissertationsvorhaben im Projekt:

Alexander Groß: Die Gemeinsamen Abituraufgabenpools der Länder als bildungspolitische Steuerungsmaßnahme – Institutionelle Rahmenbedingungen, Rezeptionsprozesse und Handlungslogiken in der Organisation ‚Schule‘ (Arbeitstitel)

Wissenschaftliche Studie zu den Bedingungen, Prozessen und Wirkungen des Projekts für Individuelle Lernbegleitung an saarländischen Gymnasien

ProfIL-Logo

Ansprechpartnerinnen: Michelle BebbonProf. Dr. Svenja Mareike Schmid-Kühn

Das Projekt für Individuelle Lernbegleitung an Gymnasien (ProfIL)  läuft seit dem Schuljahr 2015/16 und verfolgt das Ziel, den individualisierenden und schüleraktivierenden Unterricht an Gymnasien im Saarland zu stärken. Konzeptionell liegt dem Projekt eine Netzwerkstruktur zur Professionalisierung der Gymnasiallehrkräfte und zur nachhaltigen Implementation von Maßnahmen und Konzepten zur schülerzentrierten Lernbegleitung in den Gymnasien zugrunde: In fachspezischen oder fächerübergreifenden Netzwerken sind jeweils zwei Fachlehrkräfte pro Schule vertreten, zusätzlich gibt es ein Schulleitungs‐Netzwerk. Ausgangspunkt für die Netzwerkarbeit ist die Weiterqualifizierung der Lehrkräfte in verschiedenen Modulen (u.a. Diagnostik, Förderplanung, Individualisierung, Kooperation, Schülerzentrierung, Aktivierung, Feedback‐Kultur), verbunden mit dem Ziel, kompetenzorientierte Aufgaben und Unterrichtseinheiten für heterogene Lerngruppen entwickeln zu können. Die Erarbeitung und Erprobung konkreter sowie passgenauer Unterrichtsentwicklungsmaßnahmen erfolgt in den Netzwerken, bevor der Transfer der Ergebnisse der Netzwerkarbeit in die Breite der einzelnen Gymnasien erfolgt. Die Arbeit in den Netzwerken und in den Einzelschulen wird durch externe Expertinnen und Experten unterstützt und begleitet.

Ziel der Studie ist die wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme und Analyse des Schulentwicklungsprogramms ProfIL in seinen Ausgangsbedingungen, Prozessen und bisherigen Wirkungen. Der erwartete Ertrag dieser Studie liegt in der datengestützten Herausarbeitung von Gelingensbedingungen der mit ProfIL verbundenen Entwicklungsprozesse auf individueller und organisationaler Ebene sowie in der Ermittlung bestehender Problemlagen.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse können helfen, dieses Schulentwicklungsprogramm auf der Basis gesicherter Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Best‐Practice‐Beispiele sollen zudem Lehrkräften und Gymnasien wertvolle Impulse zur heterogenitätssensiblen Weiterentwicklung von Schule und Unterricht liefern.

Das Vorhaben wird finanziert durch das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes.