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Soziologie und Phänomenologie der Gewissheit

Soziologie und Phänomenologie der Gewissheit


Zur Konstruktion (politisch-)sozialer
und Konstitutionlebensweltlicher Gewissheiten
(AK Phänomenologie)

 Jochen Dreher

 

Session 4-5: Soziologie und Phänomenologie der Gewissheit 1/2 

E 413

Freitag, 09:00-11:00 Uhr

 

Jochen Dreher
(Konstanz)

Gewissheit – eine soziologisch-phänomenologische Parallelaktion

Berthold Oelze
(Passau)

Phänomenologische Gewissheit als Ressource politischer Kritik

Christian Thiel
(Augsburg)

Täuschende Gewissheit: Eine phänomenologische Betrachtung des Betrugs

Session 5-5: Soziologie und Phänomenologie der Gewissheit 2/2

E 413

Freitag, 11:00-13:00 Uhr

 

Michael Ernst-Heidenreich
(Koblenz)

Gewissheitsverlust und Neuvergewisserung in situativer Nichtalltäglichkeit. Lebensweltliche Reflexion einer repräsentalistischen Falle der Wissenssoziologie

Anike Krämer 
(Bochum)

Eltern intergeschlechtlicher Kinder und die (Un-)Gewissheit der Zweigeschlechtlichkeit

Alexis E. Gros
(Jena)

Die Erodierung der Gewissheiten  im Zeitalter der Beschleunigung: Phänomenologische Reflexionen zum spätmodernen Kontingenzbewusstsein

Wenn das Problem der Gewissheit von Wissen untersucht werden soll, dann erweist sich insbesondere die Kombination einer soziologischen mit einer phänomenologischen Perspektive als vielversprechend. Aus soziologischer Sicht können wir untersuchen, wie Wissen mit einem Anspruch auf eine jeweilige Gewissheit sozial konstruiert wird. Dabei ist es gar nicht so einfach, zu rekonstruieren, ob es sich um „richtiges“ oder „falsches“ Wissen handelt bzw. mit welchem Wahrheitsgehalt Wissen versehen ist. Besonders im Zeitalter der Netzwerkgesellschaft, in dem von „Alternativen Fakten“, von „Fake News“ und von der „Lügenpresse“ die Rede ist, werden wir fast ausschließlich mit mediatisiertem Wissen konfrontiert, das sich nur schwerlich im Hinblick auf den Wahrheitsgehalt beurteilen lässt. Wir stoßen auf eine Vielfalt empirisch-pluralisierter Gewissheiten, die von Weltsichten, Machtinteressen, Glaubensüberzeugungen, Ideologien etc. abhängig sind und die es aus soziologischer Perspektive zu rekonstruieren gilt. Die empirisch-pluralisierten Gewissheiten stehen jedoch immer auch in einem Zusammenhang mit den lebensweltlich festgelegten Gewissheiten der Individuen, die es zu hinterfragen gilt. Unser Alltagswissen, das nach bestimmten Relevanzen strukturiert ist, wird von uns fraglos hingenommen und nicht angezweifelt. Aber wie wird das alltägliche Wissen konstituiert und wird es mit Gewissheit angenommen? Die phänomenologische Sichtweise konzentriert sich diesbezüglich auf die Beschreibung der Konstitution des mit Gewissheit angenommenen subjektiven Wissens. Insgesamt stellt sich die Frage, wie weltanschauliche Gewissheiten in der Lebenswelt der Individuen festgelegt sind, d.h. in lebensweltlichen Strukturen begründet sind.

Gesucht werden Beiträge, die in soziologisch-phänomenologischen „Parallelaktionen“ die (politisch-)soziale Konstruktion von Gewissheiten mit der Konstitution lebensweltlicher Gewissheiten in Verbindung bringen. Erwünscht sind sowohl empirische als auch theoretische Reflexionen; verschiedenartige phänomenologische Positionen können aufgegriffen werden.

Die Organisatorinnen und Organisatoren des Arbeitskreises Phänomenologie freuen sich über aussagekräftige einseitige Abstracts bis zum 31.03.2019 an Jochen Dreher (jochen.dreher@uni-konstanz.de).