Zusatzangebote des Seminars Ethnologie

Dieses Semester bietet das Seminar Ethnologie mehrere kostenpflichtige Zusatzangebote an, die Studierende der Kulturwissenschaft belegen können. Dazu zählen eine Exkursion zum Freiburger Filmforum, ein Kameraworkshop mit Ivana Todorovic und ein Workshop zum Thema zeitgenössischer Tanz.

Das Seminar Ethnologie bietet dieses Semester mehrere kostenpflichtige Zusatzangebote an, die Studierende der Kulturwissenschaft belegen können. Dabei habt ihr die Gelegenheit viele interessante Erfahrungen sammeln zu können:

  • Vom 22-28. Mai 2017 findet eine Exkursion zum Freiburger Filmforum statt. Eine Anmeldung ist bis zum 30. April 2017 über eine Teilnehmerliste im Sekretariat möglich. Seit 1985 zeigt das Freiburger Filmforum aktuelle Produktionen aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien und setzt mit seinen Themenschwerpunkten Akzente in der transkulturellen Diskussion. Gerade der Werkstattcharakter und die überschaubare Größe dieses Festivals verleihen ihm seine besondere Intensität und ermöglichen Filmgespräche, die es für RegisseurInnen aus aller Welt attraktiv machen. Ziel der Exkursion ist es, Studierenden die Möglichkeit zu geben, Filme und ihre Macher kennenzulernen, die in TV und Kino gewöhnlich nicht zu sehen sind. Das gemeinsame Erlebnis und die dazugehörigen Gespräche erweitern und vertiefen das Verständnis für das Medium Dokumentarfilm.
  • In Raum C 209 findet sowohl am 22-28 Juli als auch am 31. Juli bis 6. August ein Kameraworkshop mit Ivana Todorovic statt. Der Workshop dauert also sieben Tage und beinhaltet Grundlagen von Filmsprache und Kameratechnik mit entsprechenden Übungen und Grundlagen des Filmschnitts. Am Ende werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils einen kurzen Film produziert haben (wovon einer auf dem Göttinger International Ethnographic Film Festival 2016 gezeigt wurde!). Durch die intensive Atmosphäre des Workshops werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Höchstleistungen animiert und erleben den kreativen Prozess des Filmemachens in all seinen Facetten. Die Anmeldung ist bis zum 31. Mai 2017 über eine Teilnehmerliste im Sekretariat möglich.
  • In Raum F 225 findet am 7. Juli von 14:00-18:00 Uhr sowie am 8. Juli von 09:30-13:00 ein Workshop zum Thema "Workshop „Contemporary Ceremonies: zeitgenössischer Tanz als ästhetisch-performative Forschungsmethode" statt. In einer abwechslungsreichen Mischung aus Input, praktischen Übungen und Handlungen, Reflektion sowie Diskussion bietet der Worshop die Möglichkeit eine „Erfahrung der anderen Art“ zu machen. Selbst erlebend nähen wir uns im Workshop den ästhetischen Aspekten zeitgenössischer Rituale. Wie erleben wir rituelle Transformationen körperlich? Wie verändern sich auch Bewegungs- und Körperkonventionen im Ritual? Diesen und anderen Fragen gehen wir nach, indem wir selbst Bewegungen, Zustände und Anordnungen zeitgenössischer Rituale performativ nachvollziehen. Das zu unter suchende Bewegungsmaterial entnehmen wir aktuellen kulturellen Phänomenen mit rituellem Charakter, wie etwa Fußballspielen, Rock-Konzerten, oder auch in Pokemon-Go. Im zweiten Teil reflektieren wir Thema, Methode und die erlebten Erfahrungen interdisziplinär aus wissenschaftlicher Perspektive. Getanzt wird im Workshop nicht; vielmehr bietet der zeitgenössische Tanz hier eine Methode um eine kanalisierte körperliche Präsenz zu erzeugen, die uns die Bewegungserfahrung (Kinästhetik) bewusster erleben lässt. Die Leiterin des Workshops Eva Borrmann ist Tänzerin und Choreografin der Company PLAN MEE für zeitgenössischen Tanz. In ihren Choreografien und Probeprozessen erforscht sie am Körper Phänomene unserer Zeit, wie den Zwang zur Selbstoptimierung, den Ausbruch im Exzess oder Stress und gesellschaftlichen Druck. Ausgehend von der Beobachtung, dass sich diese Phänomene auf Körper/Leib auswirken, befragt Eva Borrmann in ihren Stücken den kulturell, politisch und sozial geformten Körper. Die Choreografin arbeitet derzeit an einer neuen Choreografie über zeitgenössische Rituale als Ort besonderer ästhetischer Wahrnehmung, leiblicher Präsenz und körperlicher Transformation wie auch als Rahmen für (legitimierte?) symbolische und physische Gewalt.

Weitere Informationen und Preise könnt Ihr dem aktuellen Veranstaltungsverzeichnis (Seite 49-50) für das Sommesemester 2017 entnehmen.


Datum der Meldung 28.07.2017 06:56
zuletzt verändert: 21.04.2017 06:59

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