Die Kunstprojekte im Überblick

Alternativ zu den medienpraktischen Projekten können die Drittsemester auch an kunstpraktischen Projekten teilnehmen, die von Prof. Dr. Dietrich Grünewald geleitet werden.

Das erste Projekt 2010 hieß

Pop-up-Bücher

[Bericht von Kathrin Neurohr] In diesem Projekt tasteten wir uns an die große Kunst der Papieringenieure heran. Zuerst schauten wir uns gemeinsam Pop-up-Bücher an und inspizierten sie auf das Genaueste, schließlich wollten wir auch selbst so etwas Tolles machen. Dann lauschten wir einer Referentin aus Oldenburg und sammelten alle Informationen über die Geschichte der Spielbücher. Auch verriet sie uns weitere Tricks.

Dann ging es ans Eingemachte: Jeder sollte mindestens 1-2 Seiten selbst verwirklichen und ein Portfolio über den Arbeitsprozess , die Techniken und die geschichtlichen Hintergründe erstellen.

popupbuch.jpg

Eines können wir euch sagen: Papierkunst erfordert Geduld, Liebe zum Detail und vor allem jede Menge Klebstoff! Aber hat man das Resultat in den Händen, ist das Erfolgserlebnis unbeschreiblich. Ein wirklich schönes Seminar!

Aber macht euch selbst ein Bild... :-)

Projektleitung:

Prof. Dr. Dietrich Grünewald

Teilnehmerinnen:

Katrin Neurohr, Katharina Pitzschk (und weitere Studierende aus der Kunstwissenschaft)

------------------------------------------------------------------------

Das zweite Projekt, im BUGA-Jahr 2011, war deutlich anders in der Zielsetzung:

Koblenz verwandelt – auch Bassenheim!

 

Im Wintersemester 2010/2011 erarbeiteten Studierende der Institute Kunst- und Kulturwissenschaft ein neues Konzept für das Martinus-Museum in Bassenheim.

 

Aufgabe des Kurses war es, durch die Prüfung aktueller Konzepte, die Sichtung des Museums und seines Bestandes ein originelles, besucherfreundliches Ausstellungskonzept zu entwickeln. Dazu gehörten zum Beispiel Modellbau, Präsentationsformen der Exponate, Entwicklung von Informationsbausteinen und konkrete museumspädagogische Konzepte.

 

Zu Beginn des Seminars lernten wir die Fördervereinsmitglieder kennen und besuchten das Martinus-Museum vor Ort, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Neben den Museumsräumlichkeiten und den darin ausgestellten Exponaten, besichtigten wir auch die historische Kirche, in dessen Seitenschiff der Bassenheimer Reiter seit dem 17. Jahrhundert zu bewundern ist. Zurück in Koblenz organisierten wir uns in verschiedenen Gruppen, in denen wir folgende Themenbereiche bearbeiteten: Modellbau, Themenkomplex Sankt Martin, Themenkomplex Geschichte Bassenheims, Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik.

 

Modelle.JPG

 

Nach selbständiger Recherche und Gruppenarbeit kamen die jeweiligen Gruppen ab Januar im Plenum zusammen, um die bis dato erarbeiteten Ergebnisse zu präsentieren, zu koordinieren und zu einem Gesamtkonzept weiterzuentwickeln. Dabei wurden die wichtigsten Exponate themenspezifisch ausgewählt und in ein neues Raumkonzept integriert. Entwürfe für eine Homepage, Flyer und Postkarten wurden ebenso designt, wie ein eigenes Maskottchen „Willi Walpot“, das die Besucher, jung wie alt, durch das Museum führt. Ein wichtiges Anliegen unseres Konzeptes war es, eine Verbindung zwischen dem in der Kirche befindlichen Hauptexponat, dem Bassenheimer Reiter, und dem Museum zu schaffen.

 

Schließlich wurden die Resultate der Gruppenarbeit in einem Portfolio zusammengestellt, dem Förderverein präsentiert und überreicht. Wir sind gespannt, inwieweit unsere Ideen in die Tat umgesetzt werden und sich das Museum zu einem Anziehungspunkt für Touristen und Bassenheimer selbst verwandelt.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Dietrich Grünewald

Teilnehmerinnen:

Miriam Abada, Tabea Janson, Julia Jitschin, Sabina Klausmeyer, Celia Okoyino da Mbabi, Nastasja Müller, Maike Sänger, Sonja Stegemann, Julia Tietz (und weitere Studierende der Kunstwissenschaft)

----------------------------------------------------------

Das dritte Projekt befasste sich wieder mit besonderer Fingerfertigkeit, in mehrfacher Hinsicht:

Das einfachste Theater der Welt: Papiertheater

Dietrich Grünewald zur Projektidee: Die Theaterbegeisterung des 19. Jahrhunderts im Bürgertum trug mit dazu bei, dass die Theaterstücke auch ins heimische Wohnzimmer kamen. In Form von Papiertheatern. Gemeint sind damit kleine, etwa fernsehapparatgroße Bühnen aus Karton oder Holz, ausgestattet mit Kulissen, Hintergrund, Vorhang, auf denen mit starren, aus Papier ausgeschnittenen Flachfiguren, die an einem Draht oder einer Leiste bewegt wurden, die Dramen, Komödien oder Opern der Welt aufgeführt wurden. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieses Theater zum „Kindertheater“ und eroberte die Kinderstuben nicht nur Europas. Heute erlebt das Papiertheater eine kleine Renaissance – bei all denen, die neben der perfekten medialen Technik auch den Reiz des Einfachen, Durchschaubaren und Benutzbaren erleben wollen.

papiertheater_kl.jpg

In der Veranstaltung ging es um die Geschichte und die spezifische Ästhetik des Papiertheaters – vor allem aber wurden zahlreiche Bühnen gebaut, Stücke entworfen, gestaltet und aufgeführt.

-------------------------------------------------------

Projekt Nummer 4 - zugleich das letzte unter Leitung von Prof. Grünewald - hatte den Titel "Rotkäppchen mit Erdbeerhut. Die Visualisierung von Märchen – Illustration, Bilderbuch, Comic". Es ging um

Märchenbücher

In diesem Projekt sollten Märchen-Illustrationsbeispiele wie adaptierte Märchen-Bildgeschichten (vom Bilderbuch bis zum Comic) aus unterschiedlichen Zeiten hinsichtlich ihrer spezifischen Ästhetik und Funktion untersucht werden. Im Zentrum stand der eigene bildkünstlerische Versuch, einen Märchenstoff nach Wahl wirkungsmächtig zu visualisieren.

märchenbücher_kl.jpg

------------------------------------------------------

Seit 2013/14 erarbeiten die Studierenden der Kulturwissenschaft in der Grafikwerkstatt bzw. Skulpturwerkstatt, die von den Kunstpädagogen Martin Lilkendey und Stefanie Brüning betreut werden. Hier können die Studierenden ganz frei ihre Themen wählen und unterschiedliche Techniken (Fotografie, Siebdruck, Film, Skulptur) ausprobieren. Hier einige Impressionen aus den letzten Jahren:

Beeindruckende wissenschaftliche Grafiken am Tag der Kulturwissenschaft 2014.

Judith Mahr portraitierte 2015 in ihrer ausdrucksstarken Fotoreihe Obdachlose.

Fabienne Fiedler präsentierte auf dem Tag der Kulturwissenschaft 2015 ihr Siebdruckprojekt "nature.man.culture".