Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen im SoSe2015

M6: Mediensprachgebrauch als Thema im Deutschunterricht (Seminar)
Dienstag, 18:00 - 20:00 Uhr E113

Beginn: 2. Woche

Sprachbetrachtung im Deutschunterricht konzentriert sich - immer noch - häufig auf eine kontextlose Behandlung traditioneller Grammatikthemen wie Wortarten, Satzglieder oder Nebensätze einerseits und Stilanalysen im Zusammenhang mit literarischen Texten andererseits. Dieses Seminar soll am Beispiel der Sprachverwendung in Medien-Textsorten (wie Zeitungsbericht, Fernsehnachrichten-Beitrag, Werbeplakat, Chat-Kommunikation, SMS etc.) ausloten, inwiefern und im Hinblick auf welche Aspekte Mediensprache zur Sprachbetrachtung im Deutschunterricht verschiedener Stufen der Grund-, Haupt- und Realschule sowie v.a. des Gymnasiums geeignet ist.
Nach einer knappen Einleitung zu den Gegenständen im Rahmen der «Sprachbetrachtung im Deutschunterricht» werden im Verlauf des Seminars verschiedene Medientextsorten besprochen. In den Übungen werden konkrete Beispiele gemeinsam analysiert und im Hinblick auf ihre didaktische Auswertung diskutiert. Dabei sollen auch konkrete Unterrichtsmodelle angedacht werden.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.
Auf die einzelnen Sitzungen bearbeiten die TeilnehmerInnen vorbereitend einen wissenschaftlichen Aufsatz bzw. ein Buchkapitel und dokumentieren und diskutieren (kontrovers) mit Beispielmaterial aus Medientextsorten die besprochenen Fälle.

Literatur:

  • Bredel, Ursula (2007): Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. Paderborn: Schöningh. (= UTB 2890)
  • Burger, Harald /Luginbühl, Martin (2014): Mediensprache. Eine Einführung in Sprache und Kommunikationsformen der Massenmedien. Berlin: de Gruyter.

 

M6 Vorlesung: Sprachdidaktik und Sprachwissenschaft für den Unterricht (Vorlesung)
Dienstag, 16:00 - 18:00 Uhr, E 011

Beginn: 1. Woche

1. Sprache(n) lehren – Sprache(n) lernen
2. Didaktik der deutschen Sprache und ihre Bezugswissenschaften
3. Aufgabenfelder der Sprach- und Mediendidaktik
4. Fähigkeiten, Kompetenzen, Bildungsstandards und Lehrpläne
5. Didaktik der Erst-, Zweit- und Fremdsprache (mit einem Exkurs zum Thema «Schul- und Bildungssprache»)
6. Sprachdidaktische Bereiche der Mündlichkeit
7. Sprachdidaktische Bereiche der Schriftlichkeit
8. Sprachthematisierung und Sprachreflexion
9. Positionen und Aufgaben einer wissenschaftlichen Sprach- und Mediendidaktik

Literatur:

  • Steinig, Wolfgang / Huneke, Hans-Werner (20073): Sprachdidaktik Deutsch. Eine Einführung. Berlin: Schmidt.
  • Bredel, Ursula: Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. Paderborn: UTB 2007.
  • Becker-Mrotzek, Michael (Hg.): Mündliche Kommunikation und Gesprächsdidaktik. (Deutschunterricht in Theorie und Praxis Bd. 3). Hohengehren: Schneider 2009.
  • Feilke, Helmuth (2012): Schulsprache – Wie Schule Sprache macht. In: Günthner, Susanne / Wolfgang Imo / Dorotheee Meer / Jan Georg Schneider (Hrsg.) Kommunikation und Öffentlichkeit. Sprachwissenschaftliche Potentiale zwischen Empirie und Norm. Berlin/Boston (de Gruyter) , S. 149 – 175.

Die Folien zur Vorlesung werden in OLAT zur Verfügung gestellt.

 

M12: Deutsch als plurizentrische (oder pluriareale) Sprache
Mittwoch, 14:00 – 16:00 E113

Beginn: 1. Woche

Die deutsche Standardsprache ist im internationalen und regionalen Feld nicht einheitlich, sondern von unterschiedlicher Prägung. Dies wurde in den letzten Jahrzehnten als Zeichen einer plurizentrischen Variation erforscht. Dabei geht es nicht etwa um dialektale Varianten, sondern um Varianten der Standardsprache, vor allem in Bezug auf Lexik (und Lautung), die in geschriebener und in formell gesprochener Sprache gut belegt werden können. Die Plurizentrik ist ein theoretisches Modell, standardsprachliche Variation zu erfassen, die im Spannungsfeld sprachsystematischer Divergenz und Konvergenz steht. Daher ist eine theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen wie Standardsprache, Substandardsprache, Hochsprache, Schriftsprache, aber auch Amtssprache und Nationalsprache naheliegend.
Wir werden uns im Seminar u.a. folgenden Fragen widmen: Wie stark prägt die Plurizentrik des Deutschen die geschriebene Sprache der Gegenwart? Wie wurden und werden sie lexikographisch aufgearbeitet? Wie werden die Varianten der deutschen Standardsprache aus der Aussen- und Innenperspektive von den Sprechern und Sprecherinnen selbst beurteilt? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Sprachdidaktik (für den Deutschunterricht in weiterführenden Schulen sowie für DaF und DaZ bzw. DaM)?
Die Teilnahmebedingung für Modul 12 ist der abgeschlossene Bachelor und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen teilweise unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.
In der letzten Sitzung des Seminars schreiben die Studierenden einen auf die Hausarbeit vorbereitenden Exposé oder einen Essay zur Thematik des Seminars.
Die Seminarliteratur ist teilweise (in Auszügen) auf OLAT greifbar. Die Studierenden suchen sowohl für die Seminarvorbereitungen wie für die Hausarbeiten weitere vertiefende Literatur in den Bibliotheken und online.

 

M16: Digitale Diskurse am Beispiel von Selfie-Protesten (Forschungsseminar)
Mittwoch, 10:00 - 12:00 Uhr F 314

Beginn: 1. Woche

Das 'TIME-magazine' kürte Ende 2011 'The Protester' zur Person des Jahres, und blickte damit auf zwölf Monate zurück, die durch zahlreiche Proteste geprägt waren. Den Protesten um den Arabischen Frühling in der ersten Hälfte des Jahres folgten Besetzungen durch Occupy-Movements in den USA und Europa. Auch wenn sich beide Protestbewegungen in ihren Motiven stark voneinander unterschieden und auf unterschiedlichen Kontinenten stattfanden, hatten beide Bewegungen den ausgiebigen Gebrauch des Social Webs zur Protestkommunikation gemein: Das Web 2.0 wurde genutzt um zu informieren, zu organisieren und zu mobilisieren. Dabei entstand u.a. eine Protestform, die später als 'Selfie-Protest' benannt wurde. Bei sogenannten ‘Selfie-Protesten’ handelt es sich um Serien von Fotografien, häufig Selfies, die durch einen Hashtag oder eine Seite in sozialen Netzwerken verbreiten und aktiv von individuellen NutzerInnen weitergeführt werden. Die verschiedenen Fotos eines Selfie-Protests werden in der Regel von ihren jeweiligen AkteurInnen mit einem Text versehen: typischerweise ein handbeschriftetes Schild, das der/die Protestierende in den Händen hält.
Wir werden uns im Seminar dieser Gattung des Protestierens unter verschiedenen kommunikativen Aspekten annähern. Dabei sind folgende Fragen zentral: Welches sind die Praktiken des Protestierens? Wie entstehen neue Gattungen (des Protests) im Web 2.0? Wodurch unterscheidet sich das Protestieren mit Selfies von anderen Formen? Welche Mittel werden verwendet, welche verbalen und visuellen Praktiken bilden sich heraus? Welche Konsequenzen ergeben sich für die lebensweltlichen politischen Praktiken? Welche weiteren Entwicklungen des Protestierens sind mit dem Selfie-Protest vergleichbar?.
In der ersten Sitzung wird der u. angegebene Einführungstext besprochen und gemeinsam ein Programm erstellt, das durchaus auch spezifische Interessen der Studierenden berücksichtigen kann. Die Teilnahmebedingung für Modul 16 ist der abgeschlossene Bachelor und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema (Aufsatz findet sich auf OLAT) finden die einzelnen Sitzungen teilweise unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.
Die Seminarliteratur ist teilweise (in Auszügen) auf OLAT greifbar. Die Studierenden suchen sowohl für die Seminarvorbereitungen wie für die Hausarbeiten weitere vertiefende Literatur in den Bibliotheken und online.

 

Modul 14 / Modul 15: „Kolloquium Germanistik“

Mit dem Leitbild einer integrierten Germanistik hat sich die Koblenzer Germanistik zum Ziel gesetzt, in einer disziplinübergreifenden, gemeinsamen Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen linguistische, literaturwissenschaftliche sowie sprach- und literaturdidaktische Zugriffe auf sprachliche, literarische und mediale Phänomene insgesamt zu bündeln. Das Kolloquium, das gemeinsam von je einem/r Professor/in aus der Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik und aus der Sprachwissenschaft/Sprachdidaktik geleitet wird, will daher einen Raum für Experimente im Sinne einer gemeinsamen, literatur- und sprachwissenschaftlichen Sichtweise eröffnen. Im Rahmen des Kolloquiums werden auf der Basis von aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen der germanistischen Forschung eigene Arbeiten kreativ erstellt und reflektiert. Die Studierenden können, auch im Team zu zweit und gemeinsam mit den DozentInnen, an einer zukünftigen Germanistik und auch an einem zukünftigen Deutschunterricht arbeiten. Mögliche Themen werden in der ersten Stunde vorbesprochen und bis zur einer kleinen Konferenz, in deren Rahmen die Vorträge präsentiert werden, in gemeinsamer Diskussion vorbereitet. Impulstexte und Beispiele aus der germanistischen Forschung werden über Olat zur Verfügung gestellt.

Die Kolloquien von Modul 14 (Wyss) und Modul 15 (Neuhaus) finden gemeinsam an folgenden Terminen statt:
15.4.: 18.00-20.00 Uhr
22.4., 20.5., 1.7., 8.7.: 16.00-18.00 Uhr
3./4.7.: 9.00-15.00 Uhr

Lehrveranstaltungen im SoSe 2014

M6 – Vorlesung - Sprachdidaktik und Sprachwissenschaft für die Schule
Di 16.00-18.00 Raum E 011

In der Vorlesung werden Grundlagen und Ansätze der Didaktik der deutschen Sprache diskutiert, die diese germanistische Disziplin als Wissenschaft von der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens der deutschen Sprache vorstellen und in Beziehung setzen zu deren prominentesten Bezugswissenschaften: die (germanistische) Sprachwissenschaft, die (Lern)psychologie und die (allgemeine) Pädagogik. Die Analyse und Reflexion der Gegenstände wird zudem mit einem Fokus auf medien-didaktische Fragestellungen verbunden.
Die wesentlichen Lehr-Lern-Bereiche bzw. Kompetenzbereiche des Sprachunterrichts werden auf der Grundlage ihrer historischen Entwicklung sowie des aktuellen Forschungsstandes im Überblick dargestellt und kritisch beleuchtet, u.a.: Mündliche Kommunikation, mündliche und schriftliche Textproduktion, Textrezeption und Leseverstehen, Orthographie und Grammatik, Wortschatz und Semantik, Sprachreflexion. Darüber hinaus wird die Sprachdidaktik auch als empirische Wissenschaft eingeführt, die neben der theoretisch begründeten Auswahl und Modellierung der Inhalte auch die Voraussetzungen, Methoden und Ergebnisse sprachlichen Lehrens und Lernens sowie der sprachlichen Bildung empirisch erforscht.
Im Rahmen der Vorlesung werden Aufgaben gestellt, die als Transferübungen absolviert werden kön-nen.

Literatur
1. Steinig, Wolfgang/Huneke, Hans-Werner: Sprachdidaktik Deutsch. Eine Einführung, Berlin 42010.
2. Becker-Mrotzek, Michael (2008): Gesprächskompetenz vermitteln und ermitteln. Gute Aufgaben im Bereich "Sprechen und Zuhören". In: A. Bremerich-Vos et al. (Hg.): Lernstandsbestimmung im Fach Deutsch. Gute Aufgaben für den Unterricht. Weinheim und Basel. S. 50-77.
3. Bredel, Ursula (2007): Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. Paderborn. (= UTB 2890)
4. Feilke, Helmuth: Bildungssprachliche Kompetenzen – fördern und entwickeln. In: Praxis Deutsch, 39. Jahr-gang, Heft 233 / 12, S. 4 – 13.

Tutorium
In einem begleitenden Tutorium werden sowohl die Inhalte der Vorlesung wie die prüfungsrelevante Literatur vertieft. (Termin wird später bekannt gegeben.)

Voraussetzung für die Anmeldung zur mündlichen Modulabschlussprüfung sind die erfolgreiche Teilnahme an einem Modul 6 Seminar und die bestandenen Module 1-3.

Beginn: 22.4.2014 (1. Woche)

M6 – Seminar - Sprachreflexion: Lernen durch Sprache
Prof. Dr. Eva L. Wyss Di 18.00-19.30 Raum F 414

Sprachwissenschaftliche Erkenntnisse können in erster Linie für den Sprach- und Literaturunterricht nutzbar gemacht werden. Sprache und Sprachwissenschaft sind aber auch für das fachliche Lernen, für grundlegende schulische Diskursformen wie das Erläutern, das Argumentieren, das Begründen von zentraler Bedeutung, wenn das auch bisweilen vergessen wird. Sprachliche Praktiken werden darüber hinaus eigens und für den Aufbau und die Festigung von kognitiven Fähigkeiten und Wissen ver-wendet. So sind z.B. das Notizen Machen in Vorlesungen, das Zusammenfassen von Aufsätzen, die Selbsterklärung von neuem Wissen und – ganz basal – das Führen von Gesprächen nachweislich von großer Wichtigkeit.
In diesem Seminar werden einzelne dieser sprachlichen Praktiken auf ihre sprachlichen Strukturen und Prozesse hin untersucht, ihre Lernwirksamkeit erläutert und diskutiert.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theo-re¬tisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen teilweise unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Beginn: 29.4.2014 (2. Woche)

M12 - Seminar - Mehrsprachigkeit und Migration (in Koblenz)
Mi 14.00-15.30 Raum E 114

Die Frage der Mehrsprachigkeit eröffnet in der Sprachwissenschaft eine Schnittstelle zwischen der kultur- und sozialwissenschaftlich ausgerichteten Migrationslinguistik, der Kontaktlinguistik und der Spracherwerbsforschung. Dabei wird deutlich, dass Mehrsprachigkeitsforschung sich mit Fragen auseinandersetzen muss, die gleichzeitig das Individuum betreffen, den regionalen Sprachgebrauch und auch ganz wesentlich die Sprach- und Bildungspolitik.
In diesem Seminar sollen mit der Kenntnisnahme des Forschungsstandes in den genannten Forschungsrichtungen leitende Fragestellungen zur Methodik der Mehrsprachigkeitsforschung und den Fördermöglichkeiten mehrsprachiger Kinder entwickelt werden. Ein besonderer Fokus des Seminars liegt auf der Zwei- und Mehrsprachigkeit im (vor)schulischen Bildungskontext, hierzu werden drei (lokale) Projekte betrachtet, die sich an mehrsprachige Kinder verschiedenen Alters richten.

Die Teilnahmebedingung für Modul 12 ist der abgeschlossene Bachelor und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen teilweise unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Essay: In der letzten Sitzung des Seminars schreiben die Studierenden einen Essay zur Thematik des Seminars.

Einführende Literatur ist in Auszügen auf OLAT greifbar.

1. Müller, Natascha (et al., 2011): Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung: Deutsch, Französisch, Italienisch. Stuttgart: Narr.
2. Riehl, Claudia M. (2009): Sprachkontaktforschung. Eine Einführung. Stuttgart: Narr.
3. Krefeld, Thomas (2004): Einführung in die Migrationslinguistik: Von der Germania italiana in die Romania multipla (Narr Studienbücher). Stuttgart: Narr.
4. Reference Studies vgl.: http://www.coe.int/t/dg4/linguistic/Liste_EN.asp#TopOfPage

Beginn: 23.4.2014 (1. Woche)


M12 - Seminar - Sprache, Migration und Geschlecht
Di 14.00-15.30 Raum B017

Das klassische Subjekt der Migrationsforschung stellte lange Zeit das Konzept des männlichen Familienernährers dar. Dass Frauen zu einem ähnlichen Ausmaß an der internationalen Migration beteiligt sind, wurde erst ab den 1980er Jahren verstärkt untersucht und als gesonderter Bereich in der Migrationsforschung behandelt. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den gesellschaftlichen Konstruktionen von Migration und Gender, der damit einhergehenden Verschiebung von Selbst- und Fremdbildern der Migrantinnen und Migranten, sowie der Beziehung zwischen Sprache und Identität.

Die Teilnahmebedingung für Modul 12 ist der abgeschlossene Bachelor und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen teilweise unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Essay: In der letzten Sitzung des Seminars schreiben die Studierenden einen Essay zur Thematik des Seminars.

Einführende Literatur ist in Auszügen auf OLAT greifbar.

Beginn: 22.4.2014 (1. Woche)

 

M14 - Seminar - Liebeserklärungen
Mi 10-12 Raum F212

Neben dem Treueschwur, der Bitte um eine zweite Chance und dem Liebesbekenntnis ist die Liebeserklärung ein zentrales Moment des sprachlichen Ausdrucks von Liebesgefühlen. Hier kann sich sich der Gefühlsausdruck. Mit der Formel «ich liebe dich» wird bisweilen alles gesagt und – in bestimmten Kontexten – gerinnt es aber zur Floskel.

Dabei steht die Liebeserklärung in engstem Zusammenhang mit dem (‚erfolgreichen’) Fortgang einer Liebesbeziehung, mit gesellschaftlichen Liebeskonzepten, sowie mit bestimmten Vorstellungen und den Erwartungen der Menschen an Liebesgefühle und an Liebesbeziehungen.

In diesem Seminar soll die Liebeserklärung als mündliche Äusserung, als schriftliche Formulierung, als Bestandteil eines fiktionalen Textes und als multimodales Kommunikat der unterschiedlichsten Medien diskutiert werden.

Die Teilnahmebedingung für Modul 14 ist der abgeschlossene Bachelor und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen teilweise unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Essay: In der letzten Sitzung des Seminars schreiben die Studierenden einen Essay zur Thematik des Seminars.

Einführende Literatur ist in Auszügen auf OLAT greifbar.

Beginn: 23.4.2014 (1. Woche)

Lehrveranstaltungen im WS 2013/14

M6 – Sprach- und Mediendidaktik (Vorlesung) Di 16-18, Raum E011

In der Vorlesung werden Grundlagen und Ansätze der Didaktik der deutschen Sprache diskutiert, die diese germanistische Disziplin als Wissenschaft von der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens der deutschen Sprache vorstellen und in Beziehung setzen zu deren prominentesten Bezugswissenschaften: die (germanistische) Sprachwissenschaft, die (Lern)psychologie und die (allgemeine) Pädagogik. Die Analyse und Reflexion der Gegenstände wird zudem mit einem Fokus auf mediendidaktische Fragestellungen verbunden.
Die wesentlichen Lehr-Lern-Bereiche bzw. Kompetenzbereiche des Sprachunterrichts werden auf der Grundlage ihrer historischen Entwicklung sowie des aktuellen Forschungsstandes im Überblick dargestellt und kritisch beleuchtet, u.a.: Mündliche Kommunikation, mündliche und schriftliche Textproduktion, Textrezeption und Leseverstehen, Orthographie und Grammatik, Wortschatz und Semantik, Sprachreflexion. Darüber hinaus wird die Sprachdidaktik auch als empirische Wissenschaft eingeführt, die neben der theoretisch begründeten Auswahl und Modellierung der Inhalte auch die Voraussetzungen, Methoden und Ergebnisse sprachlichen Lehrens und Lernens sowie der sprachlichen Bildung empirisch erforscht. 
Im Rahmen der Vorlesung sind zwei schriftliche Aufgaben zu absolvieren.

Voraussetzung für die Anmeldung zur mündlichen Modulabschlussprüfung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Modul-6-Seminar (sowie die absolvierten Module 1-3).

Lektüre:
Steinig, Wolfgang/Huneke, Hans-Werner (42010): Sprachdidaktik Deutsch. Eine Einführung, Berlin.

 

M6 - Sprachwissenschaft für die Schule (Seminar), Mi 10-12, Raum G410, Beginn: 30.10.2013

Sprachwissenschaftliche Erkenntnisse können in erster Linie für den Sprach- und Literaturunterricht nutzbar gemacht werden. Sprache und Sprachwissenschaft sind aber auch für das fachliche Lernen, für grundlegende schulische Diskursformen wie das Erläutern, das Argumentieren, das Begründen von zentraler Bedeutung, wenn das auch bisweilen vergessen wird. Sprachliche Praktiken werden darüber hinaus eigens und für den Aufbau und die Festigung von kognitiven Fähigkeiten und Wissen verwendet. So sind z.B. das Notizen Machen in Vorlesungen, das Zusammenfassen von Aufsätzen, die Selbsterklärung von neuem Wissen und – ganz basal – das Führen von Gesprächen nachweislich von großer Wichtigkeit.  
In diesem Seminar werden einzelne dieser sprachlichen Praktiken auf ihre sprachlichen Strukturen und Prozesse hin untersucht, ihre Lernwirksamkeit erläutert und diskutiert.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Die Teilnehmerzahl der Seminare ist ab dem Sommersemester 2013 auf 45 begrenzt. Die Zulassung zu den Seminaren und Übungen der Module 1 bis 6 erfolgt über ein automatisches Vergabeverfahren (Kombination aus Prioritätensetzung und Semesterzahl). Sollten mehr Bewerbungen als Plätze insgesamt vorliegen, entscheidet ein Losverfahren.

 

M12 - Migration im Mediendiskurs, Di 14-16, Raum H009, Beginn 29.10.2013

Mediendiskurse ordnen die Welt auf vielfältige Weise. Bei der Thematisierung von Migration, von Migrantinnen und Migranten, dienen Medienkontexte in erster Linie der Konstruktion des „wir“ und der Anderen. Dabei interessiert aus kritischer Perspektive, welche sprachlichen Ausdrucksweisen, welche Bilder oder Bildelemente Verwendung finden? Welche Metaphorik und welche Stereotypen kommen zum Einsatz? Zudem stellt sich jeweils die Frage nach der massenmedialen (gesellschaftlichen) Bewertung von Migration.

In diesem Seminar sollen nach der Bearbeitung einschlägiger theoretischer Texte verschiedene historische und aktuelle MigrantInnengruppen (italienische, „türkische“, Frauen, Kinder) in medialen Genres wie Zeitungstexten, Nachrichtensendungen, Soaps und Serien, in TV-Werbung und Cartoons unter die Lupe genommen werden.

Ein Augenmerk soll dabei auf die Frage gerichtet werden, welche Unterschiede durch sozioökonomische Einflüsse oder politische Zäsuren z.B. die Finanzkrise oder der arabische Frühling auszumachen, ob sich etwa auch ein Paradigmenwechsel in der Darstellung von Migration verzeichnen lassen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

 

Die Teilnehmerzahl der Seminare ist ab dem Sommersemester 2013 auf 45 begrenzt. Die Zulassung zu den Seminaren und Übungen der Module 1 bis 6 erfolgt über ein automatisches Vergabeverfahren (Kombination aus Prioritätensetzung und Semesterzahl). Sollten mehr Bewerbungen als Plätze insgesamt vorliegen, entscheidet ein Losverfahren.

 

M16 - Sprachwandel - Kulturwandel - Medienwandel, Mi 14-16, Raum F330, Beginn 30. Oktober 2013

Die Liebe, die Ausgestaltung von Liebesbeziehungen sowie das Sprechen über Liebe haben sich verändert und verändern sich weiter. Auch Liebesbriefe und ‑korrespondenzen sind einem Wandel unterworfen. Die Schreibpraxis wie auch Elemente des Briefs, z.B. die Anrede, Kosenamen oder Liebeserklärungen wurden im Lauf der Zeit umgeformt.

 

Auch mediale Verschiebungen lassen sich beobachten: offensichtlich werden Liebesbriefe nicht mehr länger nur von Hand geschrieben, da andere Medien und Möglichkeiten sich als valable Alternativen für die Kommunikation anbieten. Dabei entstehen gleichzeitig neue Formen und neue Normen.

Hier fragt es sich, wie dieser Wandel adäquat beschrieben werden kann und wie man die sprachlichen, kulturellen und medialen Formen der Darstellung zueinander in Beziehung setzt. Ist es sinnvoll, sie alle in eine Geschichte der Kommunikation einzuordnen, wäre eine Geschichte des privaten Lebens der passende Hintergrund oder sprechen wir vielmehr von einem Wandel der Pragmatik der Liebe.

Dabei spielt auch die Geschichte des Briefes eine wesentliche Rolle, denn hier entwickelte sich schon früh auch im privaten Bereich eine Briefkultur, die den Brief mit zunehmender Alphabetisierung der Gesellschaft und spätestens mit dem Siegeszug der E-Mail in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten privaten Kommunikationsmittel macht. Diese Zusammenhänge zu untersuchen ist Ziel des Seminars.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

 

Die Teilnehmerzahl der Seminare ist ab dem Sommersemester 2013 auf 45 begrenzt. Die Zulassung zu den Seminaren und Übungen der Module 1 bis 6 erfolgt über ein automatisches Vergabeverfahren (Kombination aus Prioritätensetzung und Semesterzahl). Sollten mehr Bewerbungen als Plätze insgesamt vorliegen, entscheidet ein Losverfahren.

Lehrveranstaltungen im SoSe 2013

M6 – Sprach- und Mediendidaktik (Vorlesung) Mi 8-10 Raum E011

In der Vorlesung werden Grundlagen und Ansätze der Didaktik der deutschen Sprache diskutiert, die diese germanistische Disziplin als Wissenschaft von der Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens der deutschen Sprache vorstellen und in Beziehung setzen zu deren prominentesten Bezugswissenschaften: die (germanistische) Sprachwissenschaft, die (Lern)psychologie und die (allgemeine) Pädagogik. Die Analyse und Reflexion der Gegenstände wird zudem mit einem Fokus auf mediendidaktische Fragestellungen verbunden.
Die wesentlichen Lehr-Lern-Bereiche bzw. Kompetenzbereiche des Sprachunterrichts werden auf der Grundlage ihrer historischen Entwicklung sowie des aktuellen Forschungsstandes im Überblick dargestellt und kritisch beleuchtet, u.a.: Mündliche Kommunikation, mündliche und schriftliche Textproduktion, Textrezeption und Leseverstehen, Orthographie und Grammatik, Wortschatz und Semantik, Sprachreflexion. Darüber hinaus wird die Sprachdidaktik auch als empirische Wissenschaft eingeführt, die neben der theoretisch begründeten Auswahl und Modellierung der Inhalte auch die Voraussetzungen, Methoden und Ergebnisse sprachlichen Lehrens und Lernens sowie der sprachlichen Bildung empirisch erforscht.
Im Rahmen der Vorlesung sind zwei schriftliche Aufgaben zu absolvieren.

Voraussetzung für die Anmeldung zur mündlichen Modulabschlussprüfung ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Modul-6-Seminar (sowie die absolvierten Module 1-3).

Lektüre:
Steinig, Wolfgang/Huneke, Hans-Werner (42010): Sprachdidaktik Deutsch. Eine Einführung, Berlin.
Bredel, Ursula (2007): Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. Paderborn. (= UTB 2890)


M6 – Sprachbewusstsein und Sprachreflexion (Fokus Sek II) Di 14-16 Raum E427

An weiterführenden Schulen konzentriert sich die Sprachbetrachtung im Deutschunterricht häufig auf eine kontextlose Behandlung traditioneller Grammatikthemen oder auf Stilanalysen im Zusammenhang mit literarischen Texten.
In diesem Seminar soll am Beispiel des Mediensprachgebrauchs überlegt werden, inwiefern und im Hinblick auf welche Aspekte Mediensprache zur Sprachbetrachtung geeignet ist und auf welche Weise sie (auch im Vergleich zu literatursprachlichen Phänomenen) zum Einsatz kommen könnte.
Nach einer knappen Einleitung zu den Gegenständen im Rahmen der «Sprachbetrachtung im Deutschunterricht» werden im Verlauf des Seminars verschiedene Medientextsorten besprochen. Dabei werden konkrete Beispiele gemeinsam analysiert und im Hinblick auf ihre didaktische Auswertung diskutiert.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete (evtl. englischsprachige) Artikel zu lesen. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Lektüre zur Einführung:
Bredel, Ursula (2007): Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. Paderborn. (= UTB 2890)

Die Teilnehmerzahl der Seminare ist ab dem Sommersemester 2013 auf 45 begrenzt. Die Zulassung zu den Seminaren und Übungen der Module 1 bis 6 erfolgt über ein automatisches Vergabeverfahren (Kombination aus Prioritätensetzung und Semesterzahl). Sollten mehr Bewerbungen als Plätze insgesamt vorliegen, entscheidet ein Losverfahren.


M6 – Komplexe Konzepte vermitteln (mit Holger Schmidt) Di 18-20 Raum F313

Sowohl auf Grundschulstufe wie in der Realschule und im Gymnasium ist die Vermittlung komplexer Konzepte eine Herausforderung für den Unterricht. Dies liegt einmal an der Komplexität selbst, aber auch an ungünstigen Schulbuchtexten und schließlich am fehlenden Wissen und Können über eine günstige, erfolgreiche Hinführung der Schülerinnen und Schüler.
Im Seminar sollen die Frage der Komplexität am Beispiel von multimodalen (d.h. sprachlich-visuellen) Fachtexten unterschiedlicher Disziplinen untersucht werden und dabei Strategien wie z.B. das Scaffolding gelernt und an konkreten Beispielen, wenn möglich auch im eigenen Unterricht, geübt werden.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodologisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Die Teilnehmerzahl der Seminare ist ab dem Sommersemester 2013 auf 45 begrenzt. Die Zulassung zu den Seminaren und Übungen der Module 1 bis 6 erfolgt über ein automatisches Vergabeverfahren (Kombination aus Prioritätensetzung und Semesterzahl). Sollten mehr Bewerbungen als Plätze insgesamt vorliegen, entscheidet ein Losverfahren.

 

M10 – Sprache und Sprachgebrauch im Web (Seminar) Di 16-18 Raum G409

Die ›Websprache‹ hat sich als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen seit Mitte der 90er Jahre zu einem linguistischen Forschungszweig entwickelt, der neben der Bedeutung von Sprachen auch die Formen und Funktionen verschiedener Gattungen und Medientextsorten sowie internetbasierte Kommunikationsprozesse und Diskurse untersucht. Mit einem soziolinguistisch-pragmatischen Interesse können in diesem Seminar deshalb verschiedene Entwicklungen auch in ihren historischen Veränderungen betrachtet werden.
Neben der Frage der Bestimmung von web 2.0 wird dabei die Medialität des Netzes, der Kommunikationspraktiken (Chat, Blog, Facebook-Postings, Tweets) thematisiert. Die offensichtliche Veränderung des Schreibens wird an neuen Formen des Online-Publishing, E-Zines und Online-Zeitschriften (bzw. Newsportale) untersucht, die als ausgebaute Hypertexte weit über die in ihrer Textsortenspezifik angelegten Funktionen hinaus, die Visualität und die Multimodalität bzw. Multimedialität der sprachlichen Kommunikation in den Vordergrund rücken. Schließlich sollen im Internet präsente „neue“ politische und fachliche Diskurse und Diskursgemeinschaften (auch „Kommunikationsgemeinschaften“) analysiert werden.
So wird im Seminar der Blick sowohl auf den Wandel von Sprache und Kommunikation im Internet gerichtet, als auch auf die sprachwissenschaftlichen Untersuchungs-„Instrumente“ selbst, deren Tüchtigkeit untersucht und die – wenn nötig – weiterentwickelt werden.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodologisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.


M12 – Sprache und Migration Mi 14-16 Raum G210

Die Migration beeinflusst den Sprachgebrauch von Menschen auf vielfältige Weise. Dies betrifft nicht nur die eigene „mitgebrachte“ Sprache, sondern auch die am neuen Ort zu erlernende(n) Sprache(n) und führt überdies zu vielfältigen Veränderungen in Sprachgebrauch der ansässigen Bevölkerung.
Im Seminar soll in einer ersten Phase die Sprachgebrauchssituation in der Migration mit ihren Auswirkungen auf den Sprachgebrauch und insbesondere den verschiedenen Formen von Mehrsprachigkeit besprochen werden. In einer zweiten Phase wird der damit in engeren und weiteren Zusammenhang stehende Migrationsdiskurs in seinen verschiedenen – auch historischen – Facetten und Medien (Printmedien, Fernsehen, Kino) untersucht.
Ein Augenmerk gilt außerdem der Frage der Nutzung von Sozialen Medien und der damit zusammenhängenden Veränderung der Sprachgebrauchssituation in der Diaspora.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodologisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind. Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Lehrveranstaltungen im WS 2012/13

Modul 6: 0203121 Über Morphologie und Syntax hinaus. Sprachbetrachtung und Sprachreflexion am Beispiel der Mediensprache. Di 14-16, E 427, Beginn: 16.10.2012;

 

Sprachbetrachtung im Deutschunterricht konzentriert sich - immer noch - häufig auf eine kontextlose Behandlung traditioneller Grammatikthemen wie Wortarten, Satzglieder oder Nebensätze einerseits und Stilanalysen im Zusammenhang mit literarischen Texten andererseits. Dieses Seminar soll am Beispiel der Sprachverwendung in Medien-Textsorten (wie Zeitungsbericht, Werbeanzeige und -spot, Flyer, E-Mail- und Chat-Kommunikation, SMS und SchülerVZ etc.) ausloten, inwiefern und im Hinblick auf welche Aspekte Mediensprache zur Sprachbetrachtung im Deutschunterricht verschiedener Stufen geeignet ist.

Nach einer knappen Einleitung zu den Gegenständen im Rahmen der «Sprachbetrachtung im Deutschunterricht» werden im Verlauf des Seminars verschiedene Medientextsorten besprochen. In den Übungen werden konkrete Beispiele gemeinsam analysiert und im Hinblick auf ihre didaktische Auswertung diskutiert. Dabei sollen auch konkrete Unterrichtsmodelle angedacht werden.

Die Teilnahmebedingung für Modul 6 sind die abgeschlossenen Module 1, 2 und 3 und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Einführende Literatur (auf OLAT greifbar):

Bredel, Ursula (2007): Sprachbetrachtung und Grammatikunterricht. Paderborn: Schöningh. (= UTB 2890)

 

Modul 6: 0203125 Welches Deutsch sollen wir unterrichten? Mi 8-10, D 239, Beginn: 17.10.2012

Der Sprach- und Sprachgebrauchswandel macht auch vor der Tür des Schulzimmers nicht halt. Wenn man allerdings die Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer danach fragt und in die Lehrbücher nachsieht, findet sich auffällig wenig Interesse an aktuellen Tendenzen und Sprachwandelphänomenen.

Für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer ist es aber wichtig, die neuesten Tendenzen nicht nur zu kennen, sondern sich ein Urteil zu bilden. Es ist zudem zu diskutieren, inwieweit die einzelnen Sprachwandelphänomene auch für den Unterricht ein Thema sind und ob es sinnvoll wäre, das eine oder andere nicht nur zu thematisieren, sondern es auch zu bewerten? Mit dem Blick auf die neuen Tendenzen wie auf die Kodizes (insbesondere auf die Duden Grammatik und den Schülerduden) sollen in diesem Seminar einige ausgewählte Tendenzen des heutigen Deutsch betrachtet und auf ihre “Schulfähigkeit” hin diskutiert werden.

Die Teilnahmebedingung für Modul 6 sind die abgeschlossenen Module 1, 2 und 3und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Einführende Literatur (auf OLAT greifbar):

Polenz, Peter (1999): [Kap. 6.8.] Entwicklungstendenzen der Standardsprache. In: Ders.: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band III: 19. und 20. Jahrhundert. Berlin, New York: de Gruyter. 338-390.

Glück, Helmut / Sauer, Wolfgang Werner (1997): Gegenwartsdeutsch. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Sammlung Metzler 252. Stuttgart/Weimar, Metzler.

Braun, Peter (1998): Tendenzen in der deutschen Gegenwartssprache. Sprachvarietäten. 4. Auflage. Urban-Taschenbücher 297. Stuttgart u. a.. Kohlhammer).

 

Modul 8: 0203161 Textsortengeschichte. Di 16-18, G 210, Beginn: 16.10.2012

Nicht nur das Lautsystem, die Wortbildung, Flexion und der Satzbau sind einem historischen Wandel unterworfen, sondern auch die Konventionen, nach welchen Texte verfasst werden. Bei der Ausdifferenzierung von Textsorten und textlichen Gebrauchsnormen spielen allerdings immer auch außersprachliche, in der Regel soziokulturelle und mediengeschichtliche Veränderungen eine wichtige Rolle.

Im Seminar soll nach einer Einführung in die Grundlagen der Textlinguistik und insbesondere der historischen Textlinguistik der historische Wandel an ausgewählten, gut dokumentierten Textsorten (Brief, Zeitungsbericht, Kochrezept, Werbeanzeige etc.) besprochen und diskutiert werden.

Neben der Frage wie sich Sprachgeschichte und Sprachwandel beschreiben und erklären lassen, wird in den Sitzungen die Bestimmung der Textsorte und damit auch Zeitpunkt und Umstände des Erscheinens (oder etwa des Verschwindens) zu klären sein. Nicht zuletzt wird es um Fragen der Ausdifferenzierung oder Typenbildung, der Hybridisierungen oder Konvergenzerscheinungen gehen.

Die Teilnahmebedingung für Modul 8 sind die abgeschlossenen Module 1-6 (d. h. abgeschlossenes 5. Fachsemester) und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

Einführende Literatur (auf OLAT greifbar):

(Für die 1. Sitzung:) Schank, Gerd (1984): Ansätze zu einer Theorie des Sprachwandels auf der Grundlage von Textsorten. In; Besch, Werner / Reichmann, Oskar / Sonderegger, Stefan (Hg.) (1984): Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. Berlin, New York: de Gruyter. (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 2.1) 761-768.

Barz, Irmhild et al. (Hg., 2000): Sprachgeschichte als Textsortengeschichte. Festschrift zum 65. Geburtstag von Gotthard Lerchner. Frankfurt/M. u.a.

Endermann, Heinz (2000): Die Textsorten des Neuhochdeutschen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. In: W. Besch et al., 2. Teilbd., 1918-1932.

Schenker, Walter (1977): Plädoyer für eine Sprachgeschichte als Textsortengeschichte […]. In: Deutsche Sprache 5, 141-148.
Schildt, Joachim (1987): Die Bedeutung von Textsorten für eine Theorie des Sprachwandels. In: Zeitschrift für Germanistik 8, Heft 2, 187-198.
Steger, Hugo (1998): Sprachgeschichte als Geschichte der Textsorten. Kommunikationsbereiche und Semantiktypen. In: W. Besch et al., 1. Teilbd., 284-300.

Aschenberg, Heidi (2002): Historische Textsortenlinguistik – Beobachtungen und Gedanken. In: Martina Drescher (Hg. 2002): Textsorten im romanischen Sprachvergleich. Tübingen, Narr. 153-170.

Modul 12: 0203243 Mehrsprachigkeit in Deutschland (Forschungsseminar). Di 18-20, G 309, Beginn: 16.10.2012

Die Frage der Mehrsprachigkeit eröffnet in der Sprachwissenschaft eine Schnittstelle zwischen der kultur- und sozialwissenschaftlich ausgerichteten Migrationslinguistik, der Kontaktlinguistik und der Spracherwerbsforschung. Dabei wird deutlich, dass Mehrsprachigkeitsforschung sich mit Fragen auseinandersetzen muss, die gleichzeitig das Individuum betreffen, den regionalen Sprachgebrauch und auch ganz wesentlich die Sprach- und Bildungspolitik.

In diesem Seminar sollen nach der Kenntnisnahme des Forschungsstandes in den genannten Forschungsrichtungen zentrale Forschungsdesiderate für Deutschland und spezifischer auch für Rheinland-Pfalz herausgearbeitet werden.

Ein Bezugspunkt werden dabei die europäischen „Reference Studies“ (Http://www.coe.int/t/dg4/linguistic/Liste_EN.asp#TopOfPage) bilden, die als vertiefte Analysen zu Schlüsselthemen die Entwicklung bildungspolitischer Entscheidungen im deutschen und europäischen Kontext beeinflussen.

 

Die Teilnahmebedingung für Modul 12 ist der abgeschlossene Bachelor und die Bereitschaft, neben empirischen Untersuchungen auch theoretisch und methodisch ausgerichtete Artikel zu lesen, die teilweise auf Englisch verfasst sind.

Nach einer Einführung ins Thema finden die einzelnen Sitzungen unter der Leitung von studentischen Arbeitsgruppen statt.

 

Einführende Literatur (auf OLAT greifbar):

Müller, Natascha (et al., 2011): Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung: Deutsch, Französisch, Italienisch. Stuttgart: Narr.

Riehl, Claudia M. (2009): Sprachkontaktforschung. Eine Einführung. Stuttgart: Narr.

Krefeld, Thomas (2004): Einführung in die Migrationslinguistik: Von der Germania italiana in die Romania multipla (Narr Studienbücher). Stuttgart: Narr.