Ökologie der Kulturlandschaft

Populationsökologie und Ökophysiologie der Kreuzkröte (Bufo calamita) und Wechselkröte (Bufo viridis) in fragmentierten Sekundärhabitaten

Untersuchungsgebiete: St. Augustin bei Bonn (1986-1994), Urmitz bei Koblenz (seit 1997), Lleida, Sierra de Gredos und Sevilla, Spanien (seit 2005). Abhängigkeit des jährlichen Aktivitätszyklusses der Kröten von klimatischen Faktoren. Orientierungsleistungen und Wanderverhalten juveniler Kreuzkröten. Anpassungen der Larvalentwicklung der Kreuzkröte an temporäre Gewässer. Mikrohabitatwahl und Konkurrenz um Ressourcen. Ökologische Bedeutung von Industriegeländen als Refugialräume für bedrohte einheimische Amphibien. Konkurrenz zwischen Kreuz- und Wechselkröten während der verschiedenen Stadien des Lebenszyklusses. Proximate Faktoren der Steuerung der Populationsdynamik. Latitudinale und altitudinal Variation von life history traits.

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Militärische Übungsgelände als Refugien für die Herpetofauna

Untersuchungsgebiete: Drover Heide bei Düren, Schmittenhöhe bei Koblenz. Standort- bzw. Truppenübungsplätze zeichnen sich wegen der unterschiedlichen Nutzungstypen durch eine Vielzahl komplexer Habitatstrukturen aus, stellen also landschaftliche Mosaike dar. Viele Amphibien- und Reptilienarten finden daher dort geeignete Lebensräume und selbst seltenere Arten wie der Laubfrosch (Hyla arborea), der Kammmolch (Triturus cristatus), die Gelbbauchunke (Bombina variegata) und die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) sind mit individuenreichen Populationen vertreten. Die Dynamik dieser Populationen ist der Gegenstand langfristiger Untersuchungen, die Zusammenhänge zwischen Amphibienbeständen und Nutzungsänderungen aufzeigen sollen.

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 Einfluss von Kulturschutzeinrichtungen auf die Avifauna

Untersuchungsgebiet: Mainzer Sand (ab 2011). Die bei Mainz gelegenen Obstanbaugebiete beherbergen gleichzeitig eine vielfältige Vogelgesellschaft. In diesem von den rheinland-pfälzischen Umwelt- und Wirtschaftsministerien geförderten Projekt soll der Einfluss von Kulturschutzeinrichtungen auf die Gilden der Raubvögel und der insektivoren Vögel sowie auf die Arthropodenfauna untersucht werden.

Populationsstruktur und Dynamik in urbanen Populationen des Feuersalamanders (Salamandra salamandra)

Untersuchungsgebiete: Stadtgebiet Koblenz (seit 2008), Quarzwerke Frechen (seit 2010). Raumnutzung, Bestände und Altersstruktur der Populationen in den Mittelgebirgsbächen (Bienhornbach, Griesenwalbach, Winterborntalbach, Mühlenbach) zeigen, dass Feuersalamander langfristig mit Menschen koexistieren können, solange die Bäche nicht kanalisiert und der Waldbestand der Bachtäler naturnah erhalten werden. In einem Rekultivierungsgebiet in der Kölner Bucht wird dier Erfolg der Ansiedlung von Tümpel-bewohnenden Salamandern in einem ca. 50 Jahre altem Rekultivierungsgebiet evaluiert.

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