Biomanipulation zur Wiederherstellung des hyporheischen Interstitials

Die Nister ist mit 64 km Länge der größte Siegzufluss in Rheinland-Pfalz. Als Habitat für Lachs, Flussperlmuschel und 22 weiteren in der FFH-Richtlinie gelisteten Fischarten sowie einer großen Habitat- und Strukturvielfalt ist sie ein Vorzeigegewässer in RLP. Leider hat sich der Zustand der Nister seit einem Jahrzehnt kontinuierlich verschlechtert. Es erfolgte ein paralleler Einbruch des Fischbestandes (v.a. piscivore und herbivore Fische > 9 cm) bei zunehmenden Massenentwicklungen benthischer Algen.

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Folgen der Algenmassenentwicklungen waren/sind pH-Werte von teils über pH 9,9 im Frühjahr und Sommer sowie eine Kolmation des Hyporheischen Interstitials nach Absterben der Algen. Dies stellt eine massive Einbuße der Lebensraumqualität für sämtliche Gewässerorganismen dar.
Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens BIOEFFEKT ist es zu analysieren, ob die Eutrophierungserscheinungen an der Nister durch die Steuerung der Fischbestände reduziert werden können und ob Kormorane die aktuellen Verstärkung der Eutrophierungserscheinungen ausgelöst haben könnten. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Büro für gewässer- und fischökologische Studien und der ARGE Nister e.V. durchgeführt.


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Die Bewirtschaftung des Nasenbestandes und die Analyse der ökologischen Qualität des hyporheischen Interstitials erfolgt dabei in enger Kooperation mit der ARGE Nister e.V. und dem Büro für fisch- und gewässerökologische Studien.

Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung.