Inhalt und Studienverlauf

Erstsemesterinformation und das Modulhandbuch und Prüfungsordnung im pdf-Format

Der Studiengang beginnt im ersten Studienjahr mit den grundlegenden Veranstaltungen, die auf dem Schulwissen aufbauen. Hierzu gehören der Ausbau der mathematischen Kenntnisse, die klassische Physik, die Grundlagen der allgemeinen, anorganischen und organischen Chemie sowie die Physiologie und die Mikrobiologie.

Die für den Studiengang erforderliche höhere Mathematik wird im Rahmen der Module 03PH1101 „Experimentalphysik 1“, 03PH1102 „Experimentalphysik 2“ angeboten, jeweils mit einer zweistündigen Vorlesung und einer zweistündigen Übung zu "Mathematik für Physiker 1" und "Mathematik für Physiker 2". Bei Vertiefung im Bereich Physik kommt eine weitere zweistündige Vorlesung "Mathematik für Physiker 3" im Modul 03PH1106 „Experimentalphysik 3“ hinzu.  

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In den folgenden zwei Semestern wird die Experimentalphysik der Materie (Elementarteilchen, Kerne, Atome, Moleküle, Festkörper) auf Basis der Quantenmechanik vermittelt. In einem dreistufigen Experimentalpraktikum werden die erlernten theoretischen Kenntnisse angewandt. Ergänzend erfolgt im vierten und fünften Semester die Erweiterung der Ausbildung auf die Theoretische Physik, die die zuvor in der Experimentalphysik erlernten und praktisch vertieften Kenntnisse durch eine zusätzliche theoretische Beschreibung ergänzt. Parallel dazu setzt die Physikalische Chemie ein, die die in den physikalisch geprägten Modulen behandelten Grundlagen mit einer chemischen Sichtweise betrachtet. Die Vernetzung des Wissens über die Fachgrenzen hinaus wird durch dieses horizontale und vertikale Spiralcurriculum gestärkt. Ergänzt wird dies durch die Vertiefungen in Organischer und Anorganischer Chemie, der Genetik und der Makroökologie.


Nach dieser intensiven Beschäftigung mit dem Wissen der Physik, der Chemie sowie der Lebenswissenschaften werden ab dem fünften Semester zur weiteren Steigerung der Berufsfähigkeit ergänzende Module angeboten. Diese Semester gehören fast völlig der Individualisierung der Ausbildung. Verpflichtend ist hier nur ein Modul zur englischen Sprache und zur Steigerung der Präsentations- und Kommunikationsfähigkeit. Aufgrund des erworbenen Fachwissens steht den Studierenden nun eine freie Fächerwahl von bis zu 4 Modulen zur Verfügung, die sie für den geplanten weiteren Bildungsweg bzw. Berufeinstieg für förderlich erachten.


Das abschließende siebte Semester gehört der Praxisorientierung. Im Forschungspraktikum, das zur Bachelorarbeit führen kann, werden die in den Praktika erworbenen Fähigkeiten auf aktuelle Fragestellungen angewandt und weiterentwickelt. In der Bachelorarbeit mit abschließender mündlicher Prüfung können die Studierenden zeigen, dass sie sowohl die fachliche Qualifikation erworben haben, wissenschaftliche Probleme zu lösen, als auch diese in verschiedenen Formen einem weiten Feld an Zielgruppen zu kommunizieren.

 

Der Studiengang umfasst Pflichtmodule mit 90 Leistungspunkte (LP) in den Bereichen Physik (32 LP), Chemie (34 LP), Lebenswissenschaften (24 LP) und „soft skills“ (9 LP), sowie mindestens 81 LP in den frei wählbaren Vertiefungsmodulen. Abschließend kommen noch je 15 LP für das Forschungspraktikum und die Bachelorarbeit dazu.