Zur Konfiguration von Forschungsmethoden für die Wirtschaftsinformatik

Prof. Dr. Ulrich Frank

Der Einsatz einer Methode wird gemeinhin als charakteristisches Merkmal wissenschaftlicher Forschung angesehen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Frage zu, wie Erkenntnisangebote überprüft bzw. begründet werden sollten. Während in der Wirtschaftsinformatik lange Zeit der explizite Einsatz von Forschungsmethoden allenfalls als Kür angesehen wurde, hat sich in ihrem angelsächsischen Pendant,  Information Systems, das am Idealbild der Naturwissenschaften orientierte behavioristische Paradigma durchgesetzt. Es sieht eine theoriegestützte Formulierung von Hypothesen und deren anschließende empirische Überprüfung vor. Vor dem Hintergrund der Besonderheiten, die die  Forschung in der Wirtschaftsinformatik kennzeichnen, wird zunächst  dieses Paradigma kritisch gewürdigt. Ausgehend von generischen Merkmalen  wissenschaftlicher Forschung wird anschließend eine Methode zur Konfiguration von Forschungsmethoden entwickelt. Sie besteht aus  konzeptuellen Modell, das die wesentlichen Konfigurationselemente im  Zusammenhang darstellt, und einem korrespondierenden Vorgehensmodell. Die Methode ist auch in der Betriebswirtschaftslehre und der Angewandten Informatik einsetzbar.
Wann 21.05.2008
von 16:00 bis 18:00
Wo D 239
Name Prof. Dr. Ulrich Frank
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