ModIWa: Juristisch-informatische Modellierung von Internetwahlen

Beteiligte Personen

Dauer

15.05.2009 - 14.05.2011

Kurzbeschreibung

Das Projektziel ist eine wissenschaftlich tragfähige Evaluierungsgrundlage für Online-Wahl­sy­ste­me. Hierfür wird in interdisziplinärer Kooperation ein Referenz-modell entwickelt. Dieses soll eine rechtliche und eine informatische Grundlage haben. Rechtlicher Ausgangspunkt sind die abstrakten verfassungsrechtlichen Wahlrechtsgrundsätze und die sie konkretisierenden einfachgesetzlichen Regelungen. Die Wahlrechtsgrundsätze gelten nicht nur für politisch-parla­menta­ri­sche Wahlen, sondern sinngemäß auch für gesetzlich vorgeschriebene Wahlen (z.B. Betriebsrat, Personalrat, Sozialversicherung) und autonom gestaltbare private Wahlen (z.B. Vereine und Gesellschaften). Je nach Wahlanwendungstyp gelten sie mit unterschiedlicher Strenge.

Aus ihnen wer­den nach der vierstufigen Methode zur Konkretisierung rechtlicher Anforderungen (KORA) in Stufe 1 und 2 rechtliche Anforderungen und Kriterien abgeleitet. Diese werden nach Methoden der IT-Sicherheitsmodellierung überprüft und als formales Modell dargestellt. Ein zugehöriges Vertrauensmodell beschreibt die Einbettung des Sicherheitsmodells (d.h. der formalisierten Sicherheits-anforderungen) in die Anwendungsumgebung. Für dieses rechtlich-informatische Referenzmodell werden dann nach Stufe 3 und 4 von KORA technische Gestaltungsziele und Gestaltungsvorschläge abgeleitet, die als Referenzrahmen für die Entwicklung und Evaluierung von Online-Wahlsystemen dienen können

Geldgeber

Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG.

Partner

Prof. Dr. Alexander Roßnagel (Universität Kassel)