R4eGov

R4eGov

Projektbeschreibung

R4eGov, ein von der Europäischen Kommission unterstützes Forschungsprojekt, half, eine der aktuell größten Herausforderungen des eGovernments in Europa zu bewältigen: Kollaboration mit unterschiedlichen Partnern in einem sich ständig wandelndem Umfeld, ohne die existierenden Systeme der Teilnehmer zu modifizieren.

Zusammen mit 22 Partnern arbeiteten wir daran, Interoperabilität im eGovernment zu unterstützen und dabei die Autonomie existierender Institutionen und die Eigenständigkeit derer Systeme zu wahren. Am Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik der Universität Koblenz-Landau beschäftigten wir uns dazu insbesondere mit

  • der Analyse und Spezifikation von Anforderungen an durchgängig interoperable eAdministration – aus existierenden Projekten genauso wie aus den Fallbeispielen des Projekts.
    Am IWVI wurde ein Framework entwickelt, um eine Klassifizierung von Lösungen und Standards zu ermöglichen. Die Anwendung dieses Frameworks resultierte in einem web-basierten Werkzeug, dass die Ergebnisse europäischer und nationaler Forschung und Entwicklung zum Thema “Interoperabilität im eGovernment” präsentiert – dem eGovCube.
  • der Unterstützung kollaborativer Workflows in einer service-orientierten Architektur (SOA) als Basis einer nahtlosen Verfahrensabwicklung zwischen bestehenden Anwendungen des öffentlichen Sektors.
    Im eGovLivingLab der Forschungsgruppe wurden dazu verschiedene Komponenten (Workflow Engine, Repository, ESB, etc.) einer SOA evaluiert.
  • der Modellierung der organisationsübergreifenden Geschäftsprozesse und deren automatisierte Umwandlung in maschinenverständliche Anweisungen (concept2code)
  • dem Monitoring in SOA als Instrument zur Performanceüberwachung (personell, technisch, monetär) und Optimierung der Geschäftsprozesse
  • der Entwicklung einer ganzheitlichen Unternehmensarchitektur (Enterprise Architecture) und eines Lifecycles mit dem Fokus auf Interoperabilität

Projektdaten

R4eGov war ein von der Europäischen Kommission im sechsten Rahmenwerk der Technologien für die Informationsgesellschaft (Information Society Technologies – IST), Aktionslinie 2.4.9 kofinanziertes integriertes Projekt.

Das Projekt startete am 1. März 2006 und wurde über einen Zeitraum von 3 Jahren finanziert.

Akronym: R4eGov

Projektinformationen

Projektpartner
  • North East Development Agency, UK (coordinator)
  • Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz GmbH, DE
  • Hamburger Informatik Technologie Center E.V., DE
  • Infocamere – Societa Consortile di Informatica delle Camere di Commercio, IT
  • Institut Eurecom, FR
  • Karobas, FR
  • Max-Planck Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften E.V., DE
  • Metadat IT-Beratungs und Entwicklungs GmbH, AT
  • SAP AG, DE
  • Thales Security Systems, FR
  • Unisys Belgium SA Unisys, BE
  • University of Leeds, UK
  • Web Force, FR
  • Bundesgerichtshof, DE
  • Bundeskanzleramt der Republik Österreich, AT
  • Europol, NL
  • Eurojust, NL
  • Greffe du tribunal de commerce de Paris, FR
  • Service Public Fédéral Technologie de l'information et de la communication, BE
Finanzierung: Das R4eGov Projekt wurde kofinanziert von der Europäischen Kommission im sechsten Rahmenwerk der Technologien für die Informationsgesellschaft (Information Society Technologies – IST)
Zeitraum: 01.03.2006 bis 31.03.2009

Literatur

Veröffentlichungen

HTTP Error 404: Not Found

Qualifikationsarbeiten

  • Dimtri Petruschenko betrachtet in seiner Abschlussarbeit den aktuelle Open Source BPMS und deren Möglichkeiten von konzeptionellen Modellen in die automatisierte Ausführung von Geschäftsprozessen zu kommen.
  • David Arnemann beschäftigt sich mit einem Teilgebiet des eProcurement, dem eSourcing. In seiner Arbeit untersucht er existierende Werkzeuge und entwickelt eine Referenz-Architektur zur Unterstützung der entsprechenden Prozesse auf europäischer Ebene.
  • Wilhelm Lehnard erhebt in seiner Studienarbeit die Anforderungen an Interoperabilität und Sicherheit bei dem Austausch von Informationen im Fallbeispiel eErasmus.
  • die Umsetzung des Interoperabilitäts-Frameworks in ein web-basiertes Tool wurde in einem Projektpraktikum von unsere Studenten Jose Angel Monte Barreto, Sabine Orth, Simone Gregorincic, Chinh Ta und Ulrich Tonner durchgeführt.