Gründungsfinanzierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Doktorandenkolloquium von Max Höllen

Vortragender: Max Höllen

Datum & Uhrzeit: 29.05.2018, 14 Uhr c.t., Gebäude A 308

Gastgeber: Prof. Harald von Korflesch

Titel: Gründungsfinanzierung in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Relevanz von Finanzierungs- und Förderinstrumenten für den Gründungserfolg in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Abstract:

Das vorliegende Dissertations- und Forschungsprojekt möchte die Fragen beantworten: Wie wird der Erfolg von Cultural Entrepreneuren durch die Wahl der Finanzierungsinstrumente beeinflusst?

Der Entrepreneur gilt als kreativer Zerstörer und flexibler Innovator  (vgl. Schumpeter 1964). Das macht ihn und seine Erfolgsaussichten besonders schwer zu modellieren, zu beschreiben und zu untersuchen (vgl. Bygrave/Hofer 1991). Noch komplexer gestaltet sich das bei Unternehmern in einem sehr kreativen und wissensintensiven Milieu. Kulturunternehmertum, Creative oder Cultural Entrepreneurship, ist in den letzten zehn Jahren in das Blickfeld der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gerückt. Die Disziplin ist an der Schnittstelle zwischen der Kultur- und Kreativwirtschaft, die als eigenständiger Wirtschafts-sektor klassifiziert wird, und der Entrepreneurship-Forschung zu verorten (vgl. Konrad 2010, Hausmann/Heinze 2017). Gründer in der Kultur- und Kreativwirtschaft sind nicht nur kreativ und innovativ, sondern auch resilient, stark vernetzt, hoch qualifiziert, technologieaffin, international, kunden- und projektorientiert (vgl. Fronz 2015, Bachinger et al. 2017). Es mangelt ihnen jedoch häufig an betriebswirtschaftlichem, unternehmerischem Know-how, Lifestyle und kreative Selbstverwirklichung überlagern Profitorientierung. Dem liegt ein Paradoxon zwischen Kreativität und Ökonomie zugrunde (vgl. DeFillippi et al. 2007). Das hat spezifische Folgen für die Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen Gründung, insbesondere für die Gründungsfinanzierung (Entrepreneurial Finance). Wie können Gründer_innen trotzdem eine Gründungsfinanzierung effektiv nutzen, um Bestand, Wachstum und Innovation ihres Unternehmens zu sichern? Welche Konfigurationen aus Eigenschaften, Motiven und Gründungsfinanzierung erweisen sich für Cultural Entrepreneure als erfolgreich? Das Forschungsdesign besteht aus zwei Online-Umfragen aus den Jahren 2013 und 2018, die miteinander verknüpft werden sollen. Die Auswertung soll mittels „fuzzy set Qualitative Comparative Analysis“ (fsQCA), einer relativ neuen Analysemethode, die auf Mengenzugehörigkeiten und Konfigurationen basiert, stattfinden. Dadurch lassen sich Kombinationen von Bedingungen und Typologien herausfinden, die zu einem erfolgreichen Outcome führen.

Wann 29.05.2018
von 14:15 bis 16:45
Wo A 308
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