Presseinformation

 

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4. Mai 2016

Verein greift Studis finanziell unter die Arme

von Hannah Wagner, Uniblog der Universität Koblenz-Landau,
Quelle: https://www.uni-koblenz-landau.de/blog/finanzielle-hilfe-im-studium


Gestiegene Studienkosten, höhere Mietpreise und ein allgemeiner Anstieg von Lebenshaltungskosten führen dazu, dass immer mehr Studierende ein enges Budget zum Leben und Studieren haben. Wenn dazu weitere Umstände wie nicht aufschiebbare Prüfungsphasen, Jobverlust, Krankheiten oder familiäre Probleme hinzukommen, kann der ein oder andere schnell in eine finanzielle Notlage geraten.

Mit diesen Fällen haben es Beate Bastian, Mitarbeiterin des Koblenzer Studierendenwerks, und Andrea Hauswirth, Frauenreferentin am Campus in Koblenz, täglich zu tun. Bereits 2010 vernetzten sich sämtliche Beratungsstellen der Hochschulstandorte Koblenz, Höhr-Grenzhausen und Remagen und gaben einen gemeinsamen Flyer heraus. Dieser listet die verschiedenen Angebote und Anlaufstellen. „Mit der Zeit hat sich aber gezeigt, dass einige Studierende durch alle Angebote fallen und nicht zu der Zielgruppe gehören“, erklärt Hauswirth. Eine Idee musste her, wie Gelder für diese Gruppe akquiriert werden können.

Ein Sponsorenlauf in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Hochschulsport brachte erste Erfolge. Der nächste Schritt: Ein rechtlicher Rahmen als Verein, um beispielsweise Gelder anzulegen oder Spendenquittungen auszustellen. 2013 gründete sich der Verein Finanzielle Hilfe im Studium e.V., seit 2015 gilt er offiziell als gemeinnützig. Neben Andrea Hauswirth und Beate Bastian gehören Julia Aron vom Gleichstellungsbüro der Hochschule Koblenz sowie Ute Stein-Kanis und Andrea Porz vom Studierendenwerk zu den Gründungsmitgliedern. Auch die Sozialreferentinnen der Allgemeinen Studierendenausschüsse, Sabine Kottenhahn (Uni-Campus) und Simone Schilz (Hochschule) sowie Guido Gross als Leiter der Katholischen Hochschulgemeinde und die Mitarbeiterin der Evangelischen Studierendengemeinde Friedeburg Grasteit, sind Teil des Gründungsteams. Die Arbeit im Verein erfolgt auf ehrenamtlicher Grundlage.

 

Andrea Hauswirth, Simone Schilz, Julia Aron, Andrea Porz und Beate Bastian (von links) gehören zum Gründungskreis des Vereins "Finanzielle Hilfe im Studium e.V.". Foto: Marius Adam

Andrea Hauswirth, Simone Schilz, Julia Aron, Andrea Porz und Beate Bastian (von links) gehören
zum Gründungskreis des Vereins „Finanzielle Hilfe im Studium e.V.“. Foto: Marius Adam

Notlagen entstehen oft abrupt

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 15 Anträge genehmigt, dieses Jahr bereits drei. Hauswirth erklärt, dass der Verein oft die letzte Möglichkeit für Studierende in akuten finanziellen Notlagen sei. Dabei sind die Fälle grundverschieden: Mietrückstände, anstehende Semester- oder Krankenkassenbeiträge, Krankheitsfälle, Kündigung des Nebenjobs oder der Bedarf nach einer neuen Jacke für das Kind. „Häufig sind es auch ausländische Studierende, die durch viele Sozialleistungen fallen“, weiß Bastian, die in ihrem Job täglich mit Studierenden in Not konfrontiert ist. Einen Antrag kann jeder stellen, auf den keins der regulären Beratungsangebote passt. Bastian erläutert weiter: „Wir schauen dann, wie die aktuelle Lebenssituation ist, aber auch, wie diese in Zukunft verbessert werden kann.“

Finanziert wird die Arbeit des Vereins durch Mitgliedsbeiträge: Im Jahr sind das mindestens zwölf Euro, gern auch mehr. Dazu kommen noch Gelder der Studierendenparlamente von Universität und Hochschule. Hauswirth und Bastian hoffen, dass weitere Alumni und Mitarbeiter von Universität und Hochschule Mitglied werden.

 

 

 


 

8. September 2015

AStA und StuPa der Universität Koblenz überreichen Scheck in Höhe von 3500 Euro

Ein Beitrag von Markus Möwis.


Am Dienstag, dem 8. September, übergaben der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und das Studierendenparlament (StuPa) der Universität Koblenz einen Scheck in Höhe von 3500 Euro an den „Finanzielle Hilfe im Studium e.V.“ Dazu Raphael Marquart, der Präsident des Parlaments: „Wir finden das Engagement und die Ausrichtung des Vereins unterstützenswert und notwendig. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Kommilitoninnen und Kommilitonen es schwer haben, ihr Studium zu finanzieren, ist eine solche Einrichtung unglaublich wichtig.“

Der gemeinnützige „Finanzielle Hilfe im Studium e.V.“ wurde von einigen Mitgliedern des Netzwerks Studienfinanzierung gegründet, um Studierende unterstützen zu können, die in finanzielle Nöte geraten sind. Dabei kümmert er sich um alle Studierenden der Hochschule und der Universität Koblenz inklusive der Hochschul-Campi in Remagen und Höhr-Grenzhausen. „Bereits jetzt sind nahezu alle Mittel für das Jahr 2015 aufgebraucht. Das zeigt, wie groß die Nachfrage nach unserem Angebot wirklich ist“, sagt die Vorsitzende Andrea Hauswirth. Die Etablierung des Vereins sei notwendig gewesen, so hätte das Netzwerk Studienfinanzierung erst Spenden annehmen können. „Wir können nun den Studierenden aus ihrer finanziellen Not helfen, indem wir Mitgliedsbeiträge und Spenden direkt zur Vergabe zur Verfügung stellen“, so die Vorsitzende.

Dabei geht es nicht maßgeblich darum, etwaige Schulden der Studierenden zu übernehmen. Der Verein gibt im Jahr einen Zuschuss bis zu einem Maximalbetrag, der als Überbrückung der Notsituation gedacht ist. Gleichzeitig berät und begleitet er aber auch die betroffenen Studierenden. Sie sollen für die Zukunft lernen, mit ihrer finanziellen Situation besser umgehen zu können.  Dazu Raphael Marquart: „Es war uns ein wichtiges Anliegen, die Arbeit des Vereins zu unterstützen. Erst recht, da das Geld allen Kommilitoninnen und Kommilitonen am Hochschulstandort Koblenz zu Gute kommt.“ Denjenigen, die sich nicht trauen würden, sich an die offiziellen Stellen zu wenden, könne dadurch ebenfalls geholfen werden. „Wer einmal in dieser Situation war und durch die Hilfe des Vereins einen Ausweg aus der Notsituation gezeigt bekommen hat, kann auch anderen dabei helfen, aus der Falle oder gar nicht erst in Not zu kommen. Die geleistete Arbeit ist also nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe, sondern hilft uns allen.“

Scheckübergabe

Im Bild (von links nach rechts): Peter Babnik (Studentischer Vertreter im Senat), Dominik Wagner (AStA-Finanzreferent), Raphael Marquart (StuPa-Präsident), Yvonné Ritz (Mitglied des StuPa), Mike Simonsen (AStA-Mobilitätsreferent), Andrea Hauswirth (Frauenreferentin der Universität Koblenz-Landau), Mirjam Hannah Steinmetz (AStA-Ökologiereferentin), Marco Böhm (AStA-Referent für Hochschulpolitik intern), Ute Stein-Kanis und Beate Bastian (Studierendenwerk Koblenz).

Foto: Markus Möwis.

 

 

 


 

 

 

 

07.08.2015 in der Rhein-Zeitung

Scheckübergabe an den Verein "Finanzielle Hilfe im Studium e.V"

 

Der Verein "Finanzielle Hilfe im Studium" wurde auf Initiative des Arbeitskreises "Finanzielle Hilfen" gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende bei der Überbrückung einer kurzfristig eingetretenen wirtschaftlichen Notsituation zu unterstützen. Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Der AStA der Hochschule Koblenz übergab den ersten Spendenscheck.

Den vollständigen Artikel zur Scheckübergabe finden Sie hier: Große Freude über die erste Spende