Corona: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Zeiten von Corona

Die Coronakrise stellt Menschen mit Sorge- und Betreuungsverpflichtungen vor besondere Herausforderungen. Insbesondere Frauen sind von den Folgen zum Teil doppelt betroffen, denn sie verfügen einerseits über weniger Erwerbseinkommen und müssen gleichzeitig häufiger Care-Aufgaben und Sorgearbeit nachgehen, dies zieht eine enorme Mehrbelastung nach sich.

Als Frauenbüro der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz möchten wir Ihnen hier Informationen zu dem Thema Vereinbarkeit von Familie | Wissenschaft | Beruf zur Verfügung stellen, um alle Forschenden und Lehrenden mit Familienpflichten in dieser schwierigen Zeit bestmöglich zu unterstützen.

Allgemeine Informationen der Universität-Koblenz-Landau zum "Coronavirus Update" finden Sie hier.

Kinderbetreuung

  • Ausweitung Betreuung in Kitas und Schulen: Für die Kitas, Krippen, Horte begann ab Juni der sogenannte "eingeschränkte Regelbetrieb". Ab dem 1. August 2020 soll der Regelbetrieb in Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz wieder aufgenommen werden. Schulunterricht soll voraussichtlich nach den Sommerferien unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden. 
  • Auf der Seite der Landesregierung finden Sie alle relevanten Informationen zum Schul- und Kitabetrieb.
  • Als Kinderbetreuungsangebote der Universität verweisen wir auf die Kindertagesstätte "Bullerbü", den "Studierenden-Online-Service" und die "Babysitter-Online-Börse".
  • Fortlaufend aktualisieren wir ebenso Informationen bezüglich der Angebote zur Ferienbetreuung in Koblenz und Umgebung.

Home-Office

Als Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Sorgeverantwortung soll Home-Office im Rahmen der Corona-Pandemie zur Flexibilsierung des Arbeitsortes und der Arbeitszeiten beitragen. Aufgrund der erschwerten Bedingungen, vor allem für diejenigen, die parallel zur Arbeit Kinder betreuen müssen haben wir nützliche Tipps zusammengetragen, die die Arbeit im Home-Office erleichtern sollen:

  • Stecken Sie sich realistische Ziele
    Es ist kaum möglich, einen Vollzeit-Arbeitstag mit einer gleichzeitigen Vollzeit-Betreuungsverantwortung in Einklang zu bringen. Jedenfalls nicht auf Dauer, deshalb versuchen Sie mit Ihren Kräften zu haushalten.
  • Nutzen Sie die Flexibilität und definieren Sie für alle Haushaltsmitglieder transparent Zeiten
    Zwar gilt nach wie vor die Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit, die Ihre Arbeitszeit zwischen 6 Uhr und 20 Uhr auf Werktage begrenzt, jedoch können Sie in Rücksprache mit Ihrer Führungskraft Ihre Arbeit auch außerhalb dieser Zeiten erledigen – sofern Sie dies entlastet.
    Wenn Sie zu zweit im Home-Office sind, definieren Sie für alle sichtbar, welche Person arbeitet und welche Verantwortung für Kinder und Haushalt übernimmt – und setzen Sie dies möglichst konsequent um. Wechseln Sie sich dabei ab.
  • Setzen Sie Prioritäten und streichen Sie Unnötiges
    Da es häufig Phasen geben wird, in denen viele Dinge gleichzeitig anstehen, überlegen Sie, welche Aufgaben sich für Multitasking eignen – und welche nicht. Möglicherweise eignet sich die Zeit der gemeinsamen Zubereitung des Mittagessens, um Vokabeln abzufragen, Verben zu konjugieren oder das 1 x 1 zu üben.
  • Verschaffen Sie sich Entlastung:
    Nutzen Sie die besondere Situation, um die im Haushalt anfallenden Aufgaben unter allen Familienmitgliedern neu aufzuteilen, verabreden Sie transparente und für alle umsetzbare Vereinbarungen. Planen Sie dabei auch weitere Unterstützungsmöglichkeiten mit ein:
      • Ermutigen Sie Ihre Kinder, zuerst Mitschüler*innen oder Lehrkräfte bei Fragen zu Schulaufgaben zu kontaktieren.
      • Bilden Sie wechselseitige, private Betreuungsgemeinschaften mit anderen (max. 3) Familien.

Diese Liste ließe sich bestimmt ergänzen… wir freuen uns auf Ihre Ideen!

 

Uns ist bewusst, dass jede Konstellation individuell ist und nicht jeder Ratschlag für jede*n hilfreich sein kann. Wenn Ihre Situation sich nicht mit den Anforderungen des Home-Office vereinbaren lässt, können Sie versuchen, auf andere Instrumente zurückzugreifen:

  • Notbetreuung in Kitas und Schulen
  • Erweiterung der Rahmenarbeitszeit und des Arbeitszeitkontos
    Sprechen Sie mit Vorgesetzten über eine mögliche Ausweitung Ihrer Rahmenarbeitszeit und eine Erweiterung des Arbeitszeitkontos beziehungsweise eine Erhöhung der Möglichkeit für Minusstunden.
  • Sprechen Sie mit Ihre*m Vorgesetzte*n
    Ihre Führungskraft hat Ihnen gegenüber eine Fürsorgepflicht. Damit sie diese ausüben kann, ist es für die Ihnen vorgesetzte Person hilfreich zu wissen, vor welcher Vereinbarkeitsproblematik Sie stehen. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Wissenschaft | Beruf | Studium | Familie und Privatleben zu unterstützen und die Arbeits- und Studienorganisation vereinbarkeitsorientiert zu gestalten. Thematisieren Sie Vereinbarkeitsproblematiken.
  • Bleiben Sie mit Ihrem Team in Kontakt
    Der Kontakt mit Kolleg*innen ist in der Regel ein elementarer Bestandteil Ihres Arbeitstages, verabreden Sie sich auch jetzt zu Video-Teammeetings oder virtuellen Kaffee-/Teepausen. Achten Sie darauf, dass dies keine zu langen Sitzungen werden und legen Sie diese Treffen in Zeiten, in denen möglichst alle Kolleg*innen die Gelegenheit haben, teilzunehmen.
  • Haben Sie Verständnis für Kolleg*innen in ähnlichen Situationen
    Planen Sie ggf. etwas mehr Zeit ein, wenn Sie Rückmeldungen oder Informationen von Kolleg*innen benötigen, die ebenfalls zeitflexibel arbeiten oder denen verschiedene Daten im Homeoffice nicht ohne Weiteres zur Verfügung stehen.

 

Weitere umfangreiche und nützliche Informationen zum Thema Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie, Wissenschaft  und Beruf in der Corona-Pandemie finden Sie auf der Webseite des Referats für Gleichstellung, Familienförderung und Diversity der Universität Konstanz sowie der Webseite der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V.