BAföG

Im Folgenden sind besonders die Aspekte aufgeführt, die für Studie­rende mit Kindern wichtig sind. Zusätzliche Informationen können in der AStA-Sozialberatung und beim BAföG-Amt erfragt werden.

Für alle Studierende gilt als Alters­grenze das vollendete 30. Lebensjahr für Ansprüche nach dem BAföG. Es gibt jedoch Ausnahmeregelungen, die die Förderung über diese Alters­grenze hinaus ermöglichen. Dies ist der Fall, wenn Auszubildende aus familiären Gründen, insbesondere durch Erziehung von Kindern bis zu 10 Jahren, gehindert waren, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen.

 

Förderungshöchstdauer

Auch bei der Förderungshöchstdauer gibt es Ausnahmeregelungen. Die Förderungshöchstdauer wird wäh­rend der Schwangerschaft und bei der Pflege und Erziehung eines Kin­des bis zu 10 Jahren „angemessen“ verlängert (§ 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG). So wird für diese Zeit weiter Ausbil­dungsförderung geleistet, wenn die Förderungshöchstdauer zum Bei­spiel aufgrund einer Behinderung, einer Krankheit, einer Schwangerschaft oder der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 5 Jahren über­schritten worden ist.

Bei Kindern, die älter als 5 Jahre sind, wird Pflege nur als Grund an­erkannt, wenn sie krank waren (alle Belege müssen zeitnah eingereicht werden!) oder sonstige von den Eltern unverschuldete Schwierigkeiten bei der Erziehung des Kindes auftreten. Folgende Verlängerungszeiten gelten als angemessen:

·  für die Schwangerschaft 1 Semester

·  bis zum 5. Lebensjahr 1 Semester pro Lebensjahr

·  für das 6. und 7. Lebensjahr ins­gesamt 1 Semester

·  für das 8. bis 10. Lebensjahr insgesamt 1 Semester

Die Verlängerungszeiten dürfen ins­gesamt ein Semester für die jeweili­gen Zeiträume nicht überschreiten. Sie können aber auf beide studie­rende Eltern verteilt werden, wenn diese eine Erklärung darüber abge­ben, wie die Kinderbetreuung zwi­schen ihnen aufgeteilt wurde.

Die als angemessen geltenden Ver­längerungszeiten werden vom Amt für Ausbildungsförderung individuell geprüft. Da Gerichtsentscheidungen in dieser Frage noch ausstehen, emp­fiehlt sich eine Beratung vor bzw. während der Antragstellung bei der BAföG-Beratung des AStA. Verlänge­rungen über 8 Semester hinaus sind aber selten. In diesen Semestern wird die Ausbildungsförderung als Zuschuss gezahlt, sie braucht somit nicht zurückgezahlt zu werden.

Ausbildungsförderung wird auch geleistet, wenn infolge einer Erkrankung oder Schwangerschaft die Ausbildung bis zu 3 Monaten unterbrochen werden muss (Belege zeit­nah einreichen!). Andernfalls ist eine Beurlaubung notwendig, um BAföG­-Ansprüche zu sichern.

 

Beurlaubung und BAföG

Während eines Urlaubssemesters wird kein BAföG gezahlt. Die Zah­lungen werden vom Amt für Ausbil­dungsförderung eingestellt, sobald die Information der Beurlaubung vorliegt. BAföG, das in dieser Zeit noch ausgezahlt wurde, muss zurückerstattet werden.

 

Freibeträge

Wenn der oder die Studierende über ein eigenes Einkommen verfügt, das auf das BAföG angerechnet wird, erhöht sich der monatliche Freibetrag für jedes Kind des oder der Auszu­bildenden um je 485 Euro. Die Freibeträge für diese und die Kinder mindern sich jeweils um deren Einkommen.

  

BAföG-Rückzahlung oder Erlass

Kinder spielen auch bei der Rückzahlung von BAföG-Staatsdarlehen eine Rolle. Wenn Sie sich bereits in der Rückzahlungsphase befinden (die 5 Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer beginnt), können Sie bei geringem Einkommen einen Freistellungsantrag nach stellen, der wie eine zinslose Stundung wirkt. Bei der Berechnung Ihres anrechenbaren Einkommens werden neben dem Grundfreibetrag von 1.070 für jedes Kind (soweit es nicht bereits seinerseits dem Grunde nach förderungsberechtigt ist) zusätzlich 485 Euro als Freibetrag abgezogen. Alleinstehende, die Kosten für Fremdbetreuung ihrer Kinder nachweisen, können die Ausgaben zusätzlich mit bis zu 175 Euro monatlich für das erste und je 85 Euro für jedes weitere Kind vom Anrechnungsbetrag absetzen.

 

Kinderbetreuungszuschlag

Der Kinderbetreuungszuschlag gilt für alle Auszubildende, die mit mindestens einem eigenen Kind, das das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in einem Haushalt leben. Der Bedarfssatz erhöht sich dadurch um 113 Euro im Monat für das erste Kind und 85 Euro für jedes weitere Kind.

Der Kinderbetreuungszuschlag wird für denselben Zeitraum nur einmal gewährt. Sind beide Elternteile förderungsfähig und leben im gleichen Haushalt, bestimmen sie untereinander, wer den Zuschlag erhält. Dieser wird als Zuschuss gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden.

 

 

 

Weitere Infos unter: Merkblatt der BMBF zur Förderung nach dem BAföG in den Fällen von Schwangerschaft und Kindererziehung und unter www.das-neue-bafoeg.de/de/199.php


 

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Di. 9-12 Uhr, Mi. 14-16 Uhr
 
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