Gendergerechtigkeit und Klimapolitik

Wieso muss Gendergerechtigkeit in Klimapolitiken mitgedacht werden? Wie wirkt sich der Klimawandel auf Frauen* und andere marginalisierte Gruppen aus und umgekehrt? Welche Aspekte von Gender und welche gesellschaftlichen Strukturen führten zum Klimawandel?

 

 klimagender

 

Die globale Erderwärmung steigt rapide. Daraus resultierende Dürreperioden waren Grundlage für massive Waldbrände in Sibirien, Afrika und Lateinamerika. Klimawandel und Umweltzerstörung verstärken bereits bestehende soziale Ungleichheiten. Von den Konsequenzen der Umweltkatastrophen sind in erster Linie Frauen*, Kinder, und indigene Bevölkerungen in Ländern des Globalen Südens betroffen. Durch die vergeschlechtliche Arbeitsteilung, die Frauen* in die Position der Care-Arbeiterin bringt, erhöht sich die emotionale und physische Arbeit, um auf die Klimakrise zu reagieren. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen* und queere Personen bei Umweltkatastrophen sterben, in den meisten Kontexten signifikant höher.

Diese wissenschaftlich belegten Tatsachen zeigen, dass die Klimakrise nicht geschlechtsneutral und eng mit patriarchalen Strukturen des Kapitalismus verwoben ist. Dabei stellt sich die Frage, wie die Prozesse in Bezug auf Gender- und Klimagerechtigkeit Hand in Hand gehen. In dem Vortrag sollen die unterschiedlichen gesellschaftlichen Strukturen ergründet und die spezifischen Auswirkungen des Klimawandels auf Frauen* und Männer erläutert werden.

 

Referentin:

Malu Tello
Aktivistin bei „GenderCC – Women for Climate Justice e.V.“ Berlin, ein globales Netzwerk, welches sich für Gendergerechtigkeit in der Klimagerechtigkeit einsetzt.

Wann 03.12.2019
von 16:00 bis 18:00
Wo Achtung neu! Raum A 308, Campus Metternich, Universitätsstr. 1, 56070 Koblenz
Name
Kontakttelefon 0261 - 287 - 1762
Termin übernehmen vCal
iCal