Veranstaltungsreihe: Bildung – Zuwanderung – Mehrsprachigkeit

Mit der neuen Qualifizierungsreihe zur Mehrsprachigkeit im Grundschulbereich, die das Zentrum für Lehrerbildung, das Institut für Grundschulpädagogik und KONECS gemeinsam mit Partnern aus dem Schulbereich anbieten, soll die Arbeit von Lehrkräften und weiteren schulischen Akteuren im Kontext Zuwanderung/Flucht unterstützt werden.


In den letzten Jahren sind mehr als eine Million Menschen nach Deutschland geflüchtet bzw. zugewandert. Viele davon sind Familien mit Kindern im Grundschulalter, die unterschiedliche Lebens- und Bildungserfahrungen mitbringen. Eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung besteht darin, den Familien und ihren Kindern sowohl soziale als auch kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Erwerb der deutschen Sprache. Zugleich gilt es, unterschiedliche Sprachen und Bildungserfahrungen wertzuschätzen und in den Unterricht einzubinden. Im Mittelpunkt der Fortbildungsreihe steht die Frage, wie es gelingen kann, die sprachliche und kulturelle Vielfalt so zu nutzen, dass alle an Schule Beteiligten mit- und voneinander lernen können. 

Im ersten Teil der Reihe finden im Sommersemester 2018 drei Workshops mit unterschiedlicher Ausrichtung statt. Während im ersten Workshop die praktische Zusammenarbeit mit Eltern im Vordergrund steht, behandeln die weiteren Workshops das Thema Sprache aus verschiedenen Perspektiven.


Die Reihe wird im Wintersemester 2018/19 mit weiteren Schwerpunkten zu den Themenbereichen Mehrsprachigkeit/ Deutsch als Zweitsprache sowie soziale und kulturelle Integration fortgesetzt. Die Anmeldung zu den jeweiligen Veranstaltungen erfolgt über die unten angegebene Verlinkungen und Überweisung des Teilnahmebeitrags nach Erhalt der Anmeldebestätigung.
Die Qualifizierungsworkshops sind als Lehrerfortbildung anerkannt. Sie erhalten nach der Teilnahme eine Bescheinigung.

 

 

In den letzten Jahren steigt die Zahl an neu zugewanderten Kindern, die im Anfangsunterricht Sprache und Schrift des Deutschen erlernen müssen, stark an. Für den eigenen Unterricht stellt sich daher die zentrale Frage, wie auch Schüler*innen mit Deutsch als Zweitsprache in ihrem Schreiben- und Lesenlernen unterstützt werden können.

Stephanie Krupp zeigt in dem Workshop "Alphabetisierung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler", wie mit Ergänzungsmaterialien und Spielen auch Schüler*innen mit wenigen Deutschkenntnissen vom regulären Anfangsunterricht profitieren können.

 

Datum:       28.09.2018

Uhrzeit:      10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Raum:        N.N.

Leitung:     Stephanie Krupp

Teilnahmebeitrag: 15€ (Studierende 5€) 

 

Anmeldung

ANERKENNUNGS-AZ: 18ZfL64001 

In diesem Workshop lernen Sie das Phänomen Resilienz (psycho-soziale Widerstandsfähigkeit) kennen und übertragen wichtige Kenntnisse zur personalen Resilienz auf Literatur und Unterricht. Dabei geht es einmal darum, zu erkennen, welche Kinderliteratur und welche Art Arbeitsaufträge das Problemerleben von (Risiko-)Kindern eher verstärken können. Im Zentrum steht allerdings die Frage, worin das die seelische Widerstandskraft stärkende Potenzial von geeigneter Kinderliteratur liegt und wie Sie es in Ihrem Literaturunterricht erschließen können.

Neben informierenden Arbeitsphasen wird es Raum für eigene Umsetzungen und Austausch geben.

Ziel des Workshops ist es, dass Sie Ihren Literaturunterricht zukünftig auch absichtsvoll resilienzorientiert konzipieren können. Hierzu werden Sie Ideen mitnehmen, mit denen Sie gleichermaßen das Literarische Lernen wie die Resilienz Ihrer Schülerinnen und Schüler fördern können.

Datum:       09.11.2018

Uhrzeit:      10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Raum:        N.N.

Leitung:      Katja Ihde

Teilnahmebeitrag: 15€ (Studierende 5€) 

 

Anmeldung

ANERKENNUNGS-AZ: 18ZfL64002

Schulen sind durch die zunehmende Anzahl auch besonders belasteter oder traumatisierter Kinder und Jugendlicher mit Fluchterfahrung vor neue Aufgaben gestellt. Lehrkräfte müssen hierauf in angemessener Weise reagieren können.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen für die Thematik durch inhaltliche Impulse und Anregungen sensibilisiert werden. Sie können dabei ihr eigenes Wissen und Handlungsrepertoire dazu auffrischen sowie durch weitere Aspekte und neue Optionen erweitern.

Sie erhalten im Rahmen von Gruppenreflexionen Gelegenheit, sich mit den persönlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Perspektiven zum Thema auseinanderzusetzen und sich kollegial auszutauschen.

Folgende Aspekte werden u.a. thematisiert:

  • Erkennen von besonderem Belastungserleben und Traumatisierung
  • Möglichkeiten im Umgang damit im schulischen Kontext, die unabhängig von therapeutischen Interventionen bestehen
  • Erhalt und Förderung der Resilienz/ Widerstandskraft der Betroffenen
  • Schule als sicherer Ort und wichtiger Stabilisierungsfaktor

Datum:      16.11.2018

Uhrzeit:      10:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Raum:       D 238

Leitung:      Oliver Klauk

Teilnahmebeitrag: 15€ (Studierende 5€) 

 

Anmeldung

ANERKENNUNGS-AZ: 18ZfL64003

Mit der Zuwanderung von Menschen, die in den Jahren 2015 / 2016 ihre Herkunftsländer aus Fluchtgründen verließen, sind nicht zuletzt auch viele Kinder eingewandert, die längst in hiesigen Grundschulen angekommen sind. Aktuell im Jahr 2018 ist die Erstversorgung abgeschlossen, die neue Heimat wird stetig mehr mit all ihren Regeln und Gepflogenheiten kennengelernt. Während sprachliche Verständigung durch das Erlernen der deutschen Sprache stetig besser gelingt, stellt sich weiter die Frage, wie ein mit einander zwischen allen Kindern, ihren Eltern und der Schule gelingen kann.

Zugewanderte Kinder sind zuallererst Kinder, gleichwohl war ihre Lebenswelt eine andere, bis sie nach Deutschland kamen.

Aus welchem Grund ist es bedeutsam, Wissen über die Herkunft und die Lebenswelt zugewanderter Kinder und ihrer Eltern in der Schule zu haben und wie kann es überhaupt erlangt werden?

Wie sieht der Alltag, die Lebenswelt in Deutschland außerhalb von Schule aus und wie lange dauert es eigentlich bis man sich zuhause fühlt und fühlt man sich überhaupt jemals zuhause?

Kann es gelingen in zwei oder mehreren Welten zu leben. Und wenn wie?

Und was hat das alles eigentlich mit Schule zu tun?

Diese und weitere Fragen bzw. Themen werden durch die Referentinnen Susanne Thorn, Verfahrensberatung für den Caritasverband Koblenz e.V. und  Anita Jaghubi, Kultur- und Sprachmittlerin für die Sprachen Farsi und Dari, aufgegriffen.

Der Workshop teilt sich zum einen in einen Vortrag, der durch Frau Jaghubi, ihre eigene Zuwanderung sowie ihre Erlebnisse und Erfahrungen als Mutter eines Grundschulkindes während ihrer ersten Zeit in Deutschland inhaltlich unterstützt wird.

Zum anderen besteht im Anschluss die Möglichkeit Gehörtes gemeinsam zu diskutieren

Datum:      25.01.2019

Uhrzeit:      14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Raum:       N.N.

Leitung:    Susanne Thorn

Teilnehmerbeitrag: 15€ (Studierende 5€)

Anmeldung

ANERKENNUNGS-AZ: 18ZFL61004

Kommunikation ist ein ebenso alltägliches wie komplexes Phänomen. In diesem Workshop wird der Blick auf eine bestimmte Facette von Kommunikation gelegt. Es geht dabei um die Frage, inwiefern Kommunikation resilienzförderlich wirken kann und was man als Lehrkraft dafür tun kann, damit sich diese Wirkung entfaltet.

Im Verlauf des Workshops greifen Informationen über grundlegende handlungsleitende Ideen ineinander mit konkreten Beispielen und Phasen, in denen die Teilnehmenden sich in Murmelgruppen austauschen oder Dinge in Kleingruppen praktisch erproben. Ziel ist, dass die Teilnehmenden am Ende des Workshops das Prinzip resilienzfördernder Kommunikation verinnerlicht haben und erste praktische Erfahrungen damit gesammelt haben. Diese Erfahrungen können dann anschließend im Alltag vertieft und ausgebaut werden – zum Nutzen nicht nur der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.

Datum:      10.05.2019

Uhrzeit:      10:00 Uhr bis 12:30 Uhr

 Raum:       D 239

Leitung:      Manuel Lillig

 Teilnehmerbeitrag: 15€ (Studierende 5€)

 

Anmeldung

ANERKENNUNGS-AZ: 18ZfL64005