FAQ

Fortsetzung des Studiums

Lernstrategien und Zeitmanagement

  • Wie kann ich lernen, mit Prüfungsangst besser umzugehen?
  • Wie lerne ich, meine Zeit besser einzuteilen?
  • Wie kann ich das (hohe) Lernpensum besser bewältigen?

Finanzierung des Studiums

  • Wie kann ich mein Studium finanzieren?
  • Was ist BAföG und wie kann ich es beantragen?

Vereinbarkeit von Studium und Privatem

  • Wie kann ich Beruf und Familie (besser) miteinander vereinbaren?
  • Kann ich eine Auszeit nehmen und wenn ja, wie?
  • Wie kann ich mit Behinderung studieren?
  • Wer unterstützt mich bei privaten, z.B. gesundheitlichen Problemen?

Studiengang-/Studienfachwechsel

Strukturelles

  • Welche Hochschulformen gibt es?
  • Welche Studienfächer gibt es und welches Fach passt zu mir? Wer kann mich persönlich beraten?
  • Wo kann ich studieren?

Organisatorisches

  • Was muss ich bei einem Studienumstieg beachten?
  • Muss ich wieder im 1. Fachsemester anfangen?
  • Wann kann ich wechseln?

Studienausstieg

Optionen außerhalb der Hochschule

  • Soll ich direkt in den Beruf einsteigen oder lieber eine Ausbildung machen?
  • Was ist die Externenprüfung und wer kann diese ablegen?

Duale Berufsausbildung

  • Was ist eine duale Berufsausbildung?
  • Wo finde ich Informationen zu den einzelnen Ausbildungsberufen?
  • Welcher Beruf passt zu mir?

Anrechnung von Studienleistungen und Verkürzung von Ausbildungszeiten

  • Welche Möglichkeiten gibt es, Studienleistungen im Rahmen der dualen Berufsausbildung zu berücksichtigen?
  • Kann ich direkt zur Abschlussprüfung zugelassen werden?

Übergang in den Beruf

  • Welche Einrichtung (Hochschule/Arbeitsmarkt) hilft mir zu welchem Zeitpunkt?
  • Welche Auswirkungen hat der Studienausstieg auf meine Bewerbung und wie sollte ich sinnvoll mit dem Ausstieg im Bewerbungsverfahren umgehen?

Studienzweifel

Entscheidungshilfen

  • Was muss ich bei meiner Entscheidung bedenken und wer hilft mir bei der Entscheidungsfindung?
  • Bin ich ein Studium- oder Ausbildungstyp?

Studien- und Hintergrundinfos

  • Wo finde ich weitere Hintergrundinformationen zum Thema Studienzweifel und Studienausstieg und wer kann mir helfen?

Lernstrategien und Zeitmanagement

Wie kann ich lernen, mit Prüfungsangst besser umzugehen?

Prüfungsangst kann dazu beitragen, dass wir unser Potenzial nicht voll ausschöpfen können. Je nach Schweregrad können Sie selbst daran arbeiten oder sich professionelle Unterstützung suchen. Diese bekommen Sie in erster Linie von der Beratungsstelle des Studierendenwerkes Koblenz, mit der Sie einen Termin vereinbaren können. Darüber hinaus gibt es nützliche Tipps und Informationen zum Nachlesen:

Wie lerne ich, meine Zeit besser einzuteilen?

Durch Zeitmanagement lässt sich oftmals Stress verringern oder vermeiden. Wenn es schwerfällt, rechtzeitig mit der Prüfungsvorbereitung zu beginnen, oder Abgabetermine einzuhalten, kann besseres Zeitmanagement Abhilfe schaffen. Die Beratungsstelle des Studierendenwerkes Koblenz bietet hierbei Hilfe und Unterstützung. Weiterführende Tipps und Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Wie kann ich das (hohe) Lernpensum besser bewältigen?

Um das Lernpensum zu bewältigen, sind gutes Zeitmanagement, passende Lernmethoden sowie Lernstrategien von großer Bedeutung. Bei Fragen hilft Ihnen die Beratungsstelle im Studierendenwerk Koblenz. Weiterführende Tipps und Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Finanzierung des Studiums

Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Die Finanzierung zu sichern, spielt oftmals eine wichtige Rolle im Studium. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren:

  • Eigener Verdienst: Zur Finanzierung des Studiums ist ein Nebenjob sinnvoll. Dieser sollte sich bezogen auf den Umfang und die Belastung jedoch nicht negativ auf das Studium auswirken. Neben der Arbeitsagentur und Datenbanken im Internet werden von vielen Universitäten eigene Jobbörsen angeboten.
  • BAföG: Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) regelt die staatliche Unterstützung bei der Finanzierung Ihres Studiums. Zur einen Hälfte besteht das BAföG aus einem zinslosen Kredit, der einige Jahre nach Beendigung des Studiums und Eintritt in das Berufsleben zurückzuzahlen ist. Die andere Hälfte setzt sich aus einem staatlichen Zuschuss zusammen. Siehe auch: Was ist BAföG und wie kann ich es beantragen?
  • Studienkredit: Vergleicht man den Studienkredit mit einem regulären Kredit, besteht der Unterschied darin, dass der Studienkredit nicht an eine Sicherheit gebunden ist. Er wird nicht als Gesamtsumme ausgezahlt, sondern in monatlichen Teilraten. Nach Studienabschluss wird die Gesamtsumme nach einer Karenzzeit zuzüglich der Zinsen zurückgezahlt. Mittlerweile bieten viele Banken solche Studienkredite an.
  • Stipendium: Stipendien sind eine gute Möglichkeit, das Studium zu finanzieren. Dabei stellt es einen weitverbreiteten Irrtum dar, dass hierfür ein Notendurchschnitt von 1,0 und ein perfekter Lebenslauf Voraussetzung sind. Zwar werden von den Stiftungen bei der Vergabe ihrer Stipendien Anforderungen gestellt, die sind allerdings nicht so hoch, wie viele denken. Zur Unterstützung Studierender vergeben beispielsweise dreizehn Begabtenförderungswerke Stipendien unter dem Dach des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mithilfe der Stipendiendatenbank „Stipendienlotse“ des BMBF können Sie nach dem für Sie geeigneten Stipendium suchen. Zudem unterstützt die Stipendienberatung des Studierendenwerkes Studierende bei allen Fragen rund um das Stipendium.
  • Unterstützung der Familie: Ihre Eltern sind dem Gesetz zufolge dazu verpflichtet, die erste Ausbildung zu finanzieren. Vom Gesetzgeber vorgesehen sind hierzu bis zu 670 € Unterhalt für Student*innen, die nicht mehr zu Hause wohnen, was jedoch vom Einkommen der Eltern abhängig ist. Voraussetzung für eine solch geregelte Finanzierung des Studiums ist aber, dass die Regelstudienzeit eingehalten wird. Bis zur Vollendung Ihres 25. Lebensjahres haben Ihre Eltern auch während Ihres Studiums Anspruch auf Kindergeld. Abhängig von der Anzahl der Geschwister erhalten Eltern zwischen 184€ und 215€ im Monat. Sollten Ihre Eltern dieses Geld auf Ihr studentisches Konto weiterleiten, ist dies ein erster regelmäßiger Beitrag zur Finanzierung des Studiums.
  • Finanzielle Hilfe im Studium e.V.: Ist kurzfristig die Finanzierung des Studiums gefährdet bietet der Verein „Finanzielle Hilfe im Studium e.V.“ Unterstützung für Studierende der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz an. Hierdurch sollen eventuelle Krisensituationen mithilfe eines finanziellen Zuschusses abgefangen werden. Die Gewährung eines solchen Zuschusses erfolgt nach individueller Beratung und Überprüfung der finanziellen Situation des Studierenden.

Weiterführende Informationen und Beratungsmöglichkeiten finden Sie auf folgenden Seiten:

Was ist BAföG und wie kann ich es beantragen?

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) regelt die staatliche Unterstützung bei der Finanzierung Ihres Studiums. Es unterstützt Studierende durch staatliche Darlehen dabei, ihre Ausbildung an Hochschulen absolvieren zu können und gleichzeitig ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Dadurch leistet es einen wichtigen Beitrag dazu, dass Studierende – unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie – eine ihrer Eignung und Neigung entsprechende Ausbildung absolvieren können.
Das BAföG-Amt (Amt für Ausbildungsförderung) ist für die Prüfung des Leistungsanspruchs sowie die Bewilligung von Leistungen nach dem BAföG zuständig.

Vereinbarkeit von Studium und Privatem

Wie kann ich Beruf und Familie (besser) miteinander vereinbaren?

Studium, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, ist nicht immer leicht. Um das zu schaffen gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Absolvierung der Ausbildung in Teilzeit oder eine flexible Arbeitszeitgestaltung (Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Lernzeitkonten). Zudem bietet die Kindertagesstätte „Bullerbü“ des Studierendenwerkes Koblenz qualifizierte (Ganztags-)Betreuung für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt an.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter den nachfolgenden Seiten:

Kann ich eine Auszeit nehmen und wenn ja, wie?

Ja, Sie haben die Möglichkeit ein Urlaubssemester zu beantragen. Der Studienplatz sowie der Studierendenstatus bleiben erhalten, allerdings ist es nur eingeschränkt möglich, in dieser Zeit an Lehrveranstaltungen teilzunehmen oder Studienleistungen zu erbringen.
Unter § 12 der Einschreibeordnung für die Universität Koblenz-Landau vom 9. Oktober 1998, i. d. F. vom 13. Dezember 2016 sind die Voraussetzungen für die Beantragung eines Urlaubssemesters festgehalten.
Die Beurlaubung ist beim Studierendensekretariat innerhalb der Rückmeldefrist schriftlich zu beantragen und wird jeweils für ein Semester gewährt. Das Urlaubssemester wird nur als Hochschulsemester, nicht aber als Fachsemester gezählt.
Bitte wenden Sie sich bei dem Wunsch, ein Urlaubssemester zu beantragen, zwecks Prüfung an das Studierendensekretariat.

Wie kann ich mit Behinderung studieren?

Zur Unterstützung von Studierenden, deren Studierfähigkeit durch Krankheit und/oder Behinderung beeinflusst wird, hat die Universität unter anderem für Barrierefreiheit gesorgt und zentrale Beratungsstellen eingerichtet. So kümmert sich die Behindertenbeauftragte Dr. Jutta Lütjen, die Beratungsstelle im Studierendenwerk sowie die Ansprechpartner*innen für Studierende mit Behinderung/chronischen Krankheiten des AStA-Referats für Soziales um Studierende, deren Studienalltag durch ihre Krankheit und/oder Behinderung beeinträchtigt wird. Informationen zu den Anlaufstellen finden Sie bei den Beratungs- und Unterstützungsangeboten unter der Rubrik "Studieren mit Behinderung/Handicap".

Wer unterstützt mich bei privaten, z.B. gesundheitlichen Problemen?

Die Universität Koblenz-Landau bietet den Studierenden ein umfassendes Unterstützungs- und Beratungsangebot bei privaten Problemen. So können Sie beispielsweise über die Sozialberatung des AStA oder die allgemeine Beratung des Studierendenwerks Hilfe in Krankheitsfällen oder Krisensituationen erhalten.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie bei den Beratungs- und Unterstützungsangeboten in den Rubriken "Familiäre Herausforderungen" und "Gesundheitliche Belastungen".

Studiengang-/Studienfachwechsel

Strukturelles

Welche Hochschulformen gibt es?

Studieren können Sie an einer staatlichen/staatlich anerkannten Universität, einer staatlichen/staatlich anerkannten Fachhochschule, einer Kunst-/Film-/Musikhochschule oder einer kirchlichen Hochschule. Die Voraussetzungen für ein Studium an den jeweiligen Hochschulformen sind dabei unterschiedlich.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit sowie bei berufswahl.de.

Welche Studienfächer gibt es und welches Fach passt zu mir? Wer kann mich persönlich beraten?

In Deutschland gibt es über 10.000 akkreditierte Studiengänge. Bei einer ersten Eingrenzung können Interessentests Unterstützung bieten. Die jeweiligen Zulassungskriterien eines Studienfachs sollten auch beachtet werden.
Weiterführende Informationen und Interessentests finden Sie auf den folgenden Seiten:

Beratung erhalten Sie im Projekt NeuStArt und bei der Studienberatung Koblenz.

Wo kann ich studieren?

Innerhalb Deutschlands können Sie an über 400 Hochschulstandorten studieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines Ausland- oder Fernstudiums.
Informationen zu den Hochschulstandorten finden Sie auf folgenden Seiten:

Organisatorisches

Was muss ich bei einem Studienumstieg beachten?

Bei einem Studienumstieg gibt es die Möglichkeit des Wechsels des Studienfachs, der Hochschulform, der Studienform oder des Studienortes. Was Sie dabei beachten müssen, hängt dabei von der Art des Wechsels ab. Persönliche Beratung bieten Ihnen hierzu das Projekt NeuStArt und die Studienberatung. Weitere Informationen und Tipps finden Sie auch bei studienabbruch-und-dann.de.

Muss ich wieder im 1. Fachsemester anfangen?

Grundsätzlich müssen Sie wieder im ersten Fachsemester anfangen, wenn Sie ein ganz neues Fach wählen. Falls bereits erbrachte Studien- oder Prüfungsleistungen auf das neue Fach anrechenbar sind, kann dies jedoch zu einer höheren Einstufung führen. Die Entscheidung darüber erfolgt individuell. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Studienberatung, die Studienfachberater*innen oder das Hochschulprüfungsamt der betreffenden Universität.

Wann kann ich wechseln?

Ein Wechsel innerhalb der Universität ist generell zum nächsten Semester möglich, in dem der betreffende Studiengang angeboten wird. Dazu muss innerhalb der Rückmeldefrist eine Änderung der Einschreibung erfolgen. Diese beantragen Sie über das Online-Bewerbungsportal. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Studienberatung der Universität.
Bei einem Wechsel zu einer anderen Hochschule, sollten Sie sich im Vorhinein über die Bewerbungs-, sowie die Ex- bzw. Immatrikulationsfristen und Zulassungsvoraussetzungen (z.B. Eignungsprüfungen) informieren. Zudem ist es wichtig, bei Bezug von BAföG, Rücksprache mit dem BAföG-Amt zu halten, um spätere Probleme bei der Zahlung zu vermeiden. Des Weiteren sollten Sie sich Bescheinigungen über alle bereits abgeschlossenen Module ausstellen lassen. So können diese, bei gegebenen Voraussetzungen, auch im neuen Studium anerkannt werden. Zuletzt ist es wichtig, sich bei einem Standortwechsel rechtzeitig umzumelden, damit keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Studienausstieg

Optionen außerhalb der Hochschule

Soll ich direkt in den Beruf einsteigen oder lieber eine Ausbildung machen?

Sie können nach einem Studienausstieg direkt in den Beruf einsteigen und verdienen je nach Branche und Vorerfahrung damit zunächst wahrscheinlich mehr als ein Auszubildender/eine Auszbildende. Auf lange Sicht gesehen überwiegen jedoch die Vorteile eines Berufsabschlusses:

  • Ausgebildete Fachkräfte verdienen meist mehr als Ungelernte
  • Ausgebildete Fachkräfte arbeiten öfter in Vollzeit
  • Ausgebildete Fachkräfte arbeiten seltener in Zeitarbeit
  • Ausgebildete Fachkräfte sind seltener (langzeit-)arbeitslos
  • Viele Unternehmen stellen ausschließlich qualifizierte Fachkräfte ein

Quellen:

Was ist die Externenprüfung und wer kann diese ablegen?

Die Externenprüfung können Menschen mit mehrjähriger Berufserfahrung ablegen, die keine reguläre Ausbildung haben, um einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erhalten. Voraussetzung hierfür ist, dass bereits praktische Erfahrungen vorhanden sind, die auch in den Inhalten der Ausbildung vermittelt werden. Ist dies der Fall, kann man unter Einhaltung gewisser Voraussetzungen direkt zur Abschlussprüfung zugelassen werden.
Weitere Informationen zum Thema Externenprüfung erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Duale Berufsausbildung

Was ist eine duale Berufsausbildung?

Die duale Berufsausbildung basiert auf einer Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die in der Berufsschule erlernten theoretischen Grundlagen werden in der praktischen Arbeit im Ausbildungsbetrieb angewendet. In Deutschland gibt es über 300 anerkannte Ausbildungsberufe, die erlernt werden können.
Weiterführende Informationen können Sie den nachfolgenden Seiten entnehmen:

Wo finde ich Informationen zu den einzelnen Ausbildungsberufen?

In Deutschland gibt es über 300 anerkannte Ausbildungsberufe. Informationen hierzu finden Sie beispielsweise auf der Seite der Agentur für Arbeit oder im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs. Ebenfalls besteht die Möglichkeit eines persönlichen Beratungsgesprächs bei der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer, bei dem Sie sich umfassend über die Vielzahl der Ausbildungsberufe informieren können.

Welcher Beruf passt zu mir?

Um herauszufinden, welcher Beruf für Sie passend ist, sollten Sie sich zunächst über Ihre Interessen, Kompetenzen und Stärken bewusstwerden. Anhand dieser können Sie nach für Sie passenden Berufen suchen. Außerdem ist es sinnvoll, verschiedene Berufswahltests zu machen und sich persönlich bei der Agentur für Arbeit beraten zu lassen.

Anrechnung von Studienleistungen und Verkürzung von Ausbildungszeiten

Welche Möglichkeiten gibt es, Studienleistungen im Rahmen der dualen Berufsausbildung zu berücksichtigen?

Im FAQ der Seite „studienabbruch-und-dann.de des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird diese Frage wie folgt beantwortet:
"Sie haben als Studienabbrecher/in prinzipiell drei Möglichkeiten, die reguläre Ausbildungsdauer Ihrer dualen beruflichen Erstausbildung zu reduzieren:

  • Anrechnung als zurückgelegte Ausbildungszeit: Gemäß § 7 des Berufsbildungsgesetzes sowie analogen Regelungen der Handwerksordnung (HwO, § 27 a) können Sie sich bisher erbrachte Studienleistungen als zurückgelegte Ausbildungszeit anrechnen lassen. Diese Möglichkeit setzt eine entsprechende Landesverordnung voraus und ist nicht in allen Bundesländern gegeben.
  • Verkürzung der Ausbildungszeit: Die Ausbildungsdauer kann verkürzt werden, wenn zu erwarten ist, dass Sie das Ausbildungsziel in der gekürzten Ausbildungszeit erreichen werden (§ 8 BBiG = zeitliche Anrechnung i. S. einer Komprimierung der regulären Ausbildungszeit). Gründe hierfür können die Fachhochschul- oder Hochschulreife, eine abgeschlossene Berufsausbildung, das Lebensalter, ein Nachweis über eine einschlägige berufliche Grundbildung, Berufstätigkeit, Arbeitserfahrung oder Studienleistungen sein.
  • Überdurchschnittliche Leistungen: Bei überdurchschnittlichen Leistungen in Betrieb und Berufsschule können Sie vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen werden (BBiG § 45 Abs. 1).

Für die Anrechnung als zurückgelegte Ausbildungszeit sowie für eine Verkürzung müssen Sie gemeinsam mit Ihrem Betrieb einen Antrag bei der zuständigen IHK oder HWK einreichen. Die Kammern fallen in der Regel Einzelfallentscheidungen.
Die Ausbildungsdauer darf bestimmte Untergrenzen nicht unterschreiten:

  • Regelausbildungszeit 3,5 Jahre – Mindestausbildungszeit 24 Monate
  • Regelausbildungszeit 3 Jahre – Mindestausbildungszeit 18 Monate
  • Regelausbildungszeit 2 Jahre – Mindestausbildungszeit 12 Monate“

Kann ich direkt zur Abschlussprüfung zugelassen werden?

Ja, es besteht die Möglichkeit, direkt zu einer Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Weitere Informationen finden Sie unter der Frage "Was ist die Externenprüfung und wer kann diese ablegen?".

Übergang in den Beruf

Welche Einrichtung (Hochschule/Arbeitsmarkt) hilft mir zu welchem Zeitpunkt?

  • Im Studium: Beratung bei Studienzweifeln erhalten Studierende aller Fachbereiche am Campus Koblenz durch das Projekt NeuStArt. Es richtet sich an alle, die über einen Studienausstieg oder Studienwechsel nachdenken und in dieser Situation Unterstützung suchen, um eine für sich passende Entscheidung zu treffen.
  • Im Falle eines Studienausstiegs: Auch nach der Entscheidung für einen Studienausstieg können Sie das Angebot des Projektes NeuStArt in Anspruch nehmen, beispielsweise zur Frage der richtigen Berufswahl oder Art der Ausbildung. Beratung (z.B. zu Karrieremöglichkeiten oder zum Übergang in den Beruf, Vermittlung) erhalten Sie bei der Agentur für Arbeit. Des Weiteren beraten Sie die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer auch bei Fragen zur Anerkennung Ihrer Studienleistungen im Sinne einer Ausbildungsverkürzung.

Welche Auswirkungen hat der Studienausstieg auf meine Bewerbung und wie sollte ich sinnvoll mit dem Ausstieg im Bewerbungsverfahren umgehen?

Den Studienausstieg sollten Sie in einer Bewerbung nicht verheimlichen. Tipps, wie Sie konkret mit dem Studienausstieg in einer Bewerbung umgehen, bietet Ihnen der Workshop des Projektes NeuStArt zum Thema „Bewerbungstraining für Lebensläufe mit Ecken und Kanten“. Den Zeitpunkt des nächsten Workshops finden Sie im Veranstaltungskalender des Projektes.

Studienzweifel

Entscheidungshilfen

Was muss ich bei meiner Entscheidung bedenken und wer hilft mir bei der Entscheidungsfindung?

Die Entscheidung über einen möglichen Studienausstieg sollte gut überlegt werden. Vor allem sollten Sie sich über die Gründe und/oder Probleme, die zu dieser Überlegung führen, bewusstwerden. Liegen möglicherweise lösbare Situationen wie private Probleme, Motivationsprobleme oder Prüfungsängste dem Abbruchentschluss zugrunde?

Persönliche Beratung und Hilfe bei der Entscheidungsfindung bietet Ihnen hier das Projekt NeuStArt der Universität Koblenz-Landau. Vereinbaren Sie hierzu gerne einen Termin für ein persönliches Beratungsgespräch.

Bin ich ein Studium- oder Ausbildungstyp?

Ob Sie eher für ein Studium oder eine Ausbildung geeignet sind, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, die ganz individueller Natur sind. Um diese Frage für sich selbst beantworten zu können, bietet Ihnen das Projekt NeuStArt eine professionelle Unterstützungsleistung in Form persönlicher Beratungs- und Coachingsitzungen an. Außerdem bietet beispielsweise das Internetportal azubi-azubine.de einen Berufswahltest zum Thema Studium oder Ausbildung an.

Studien- und Hintergrundinfos

Wo finde ich weitere Hintergrundinformationen zum Thema Studienzweifel und Studienausstieg und wer kann mir helfen?

Allgemeine Informationen zum Thema Studienzweifel bzw. Studienausstieg sowie entsprechende Kontaktdaten für die Vereinbarung eines persönlichen Beratungsgesprächs finden Sie auf der Homepage des Projektes NeuStArt.