Fachtagung "Strategien der Ausgrenzung ..."

Fachtagung am 3. und 4. Juli 2009:

Strategien der Ausgrenzung - Exkludierende Effekte staatlicher Politik und alltäglicher Praktiken in Bildung und Gesellschaft.

Perspektiven der Erziehungswissenschaft und der Sozialwissenschaften auf Integration und Segregation.

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Eine erste Tagungsdokumentation (Videoaufzeichnungen der Vorträge) finden Sie auf den hier verlinkten Seiten der FernUniversität Hagen.

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Hintergrund und Programm der Tagung

>>> Das aktuelle Programm finden Sie hier  (Stand: 12.05.2009)

 

In den 'westlichen Demokratien' werden vermehrt Ursachen und Folgen unterschiedlicher Formen sozialer Ausgrenzung diskutiert. Die Spaltung zwischen denen, die von den Veränderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse profitieren, und jenen, die nicht mithalten können, prägt zunehmend die politische Diskussion,
das gesellschaftliche Selbstbild und die Entwicklung von Zukunftsszenarien. In Europa und in den USA zeichnet sich ein neues Regime sozialer Ungleichheit ab, das durch eine Politik der Kriminalisierung und Kontrolle gekennzeichnet ist. Für die Bildungspolitik fordert die internationale Politik Gleichstellung und
Antidiskriminierung sowie Benachteiligungsausgleich – faktisch reproduziert das Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland und einiger anderer europäischer Staaten aber bestehende Ungleichheiten.
Die ausgegrenzten Gruppen der Gesellschaft und der Umgang der neoliberalen Gesellschaft mit den Ausgegrenzten sind Gegenstand unserer interdisziplinären Tagung. Dabei werden folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

● Wie wird soziale Ausgrenzung staatlich organisiert?
● Welche Funktionen haben dabei die Bildungspolitik, die Medien, die Wissenschaft und andere gesellschaftliche Institutionen?
● Welche exkludierende Wirkungen haben Schulorganisation und Schulstruktur?
● Wie begünstigen Schulsprachenpolitik und Curricula Ausgrenzungsprozesse?
● Welche Praktiken des Alltags und der pädagogischen Praxis (re-)produzieren soziale Ausgrenzungen?
● Anhand welcher Differenzmarkierungen werden Ausgrenzungen betrieben und wie werden diese jeweils legitimiert?
● Wie lassen sich die Strategien der Ausgrenzung theoretisch fassen?
● Was verrät der historische Blick auf Ausgrenzungsstrategien über deren Logik und Prozesscharakter?
● Wie gestaltet sich der Zusammenhang von sozialer Ausgrenzung bestimmter Personengruppen und deren sozialer Kontrolle?
● Welche Formen von Kriminalisierung und Stigmatisierung der Ausgegrenzten in Politik, Medien, Bildung und Alltag lassen sich beobachten?

Die Tagung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen, die an diesen Fragen zur Erforschung wenig beachteter Effekte interessiert sind.

Die Tagung ist für einen überschaubaren Rahmen von ca. 30-50 TeilnehmerInnen als Fachveranstaltung konzipiert.

Organisatorisches

Zeit: Die Fachtagung "Strategien der Ausgrenzung ..." findet am 3. (Beginn: 13.30 Uhr) und 4. Juli 2009 (Ende ca. 15.30 Uhr) an der FernUniversität Hagen statt.

Informationen zur Anreise finden Sie auf der vorletzten Seite der PDF-Datei mit dem Programm

Veranstaltungsort ist die FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 11 im TGZ-Gebäude (Ellipse), Universitätsstr. 11, 58084 Hagen.
Wegbeschreibung zum Tagungsort auf Google Maps

 

Kosten:

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine schriftliche Anmeldung per Email  erforderlich. Bitte melden Sie sich bei folgender E-Mail-Adresse an:

LG.Hansen[at]Fernuni-Hagen.de

Falls Sie verhindert sein sollten, bitten wir dringend um eine schriftliche Absage Ihrer Anmeldung, damit andere nachrücken können, bzw. wir entsprechend planen können! Vielen Dank.

Unterkunftsmöglichkeiten:

Bitte buchen Sie Ihre Unterkunft rechtzeitig. Eine Liste mit Unterkunftsmöglichkeiten finden Sie auf der letzten Seite der PDF-Datei mit dem Programm.

Leitung und Organisation:

Dr. Martin Spetsmann-Kunkel (FernUniversität in Hagen)
Dr. Susanne Winnerling (FernUniversität in Hagen)

Lehrgebiet Interkulturelle Erziehungswissenschaft
Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung

Universitätsstr. 11, 58084 Hagen

Prof. Dr. Norbert Wenning (Universität Koblenz-Landau, Campus Landau)
Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung
Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter

Thomas-Nast-Str. 44, 76829 Landau in der Pfalz