Fachtagung "Qualitative Forschung zur Interkulturellen Kommunikation"

Fachtagung am 19. und 20. September 2008

 

Hintergrund und Programm der Tagung

 

Mit dem gesellschaftspolitischen Aufmerksamkeitszuwachs für Fragen der interkulturellen Verständigung hat auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld in den letzten drei Jahrzehnten einen starken Aufschwung erfahren. Interkulturelle Kommunikations-prozesse durchdringen fast alle Gesellschaftsbereiche und bringen kontextbezogene Diskurse über interkulturelle Kommunikation, Kompetenz, Bildung, Identität etc. in Politik, Wirtschaft, Bildung, Medien, Wissenschaft usw. mit sich. Die Grundlagenforschung verweist dabei auf eine ausgeprägte Interdisziplinarität und anspruchsvolle kulturtheoretische Konzepte. Gleichzeitig werden interkulturelle Kommunikationsprozesse zum Gegenstand einer anwendungsorientierten Forschung, etwa dort wo Bildungsprogramme oder Organisationsentwicklungsprozesse „wissenschaftlich begleitet“ werden.

Wenn die Erforschung interkultureller Kommunikation den Status einer nachhaltigen Analyse- und Erklärungsperspektive beansprucht, müssen nicht nur die grundlagentheoretischen und anwendungsbezogenen Aspekte, sondern auch die Begründungs- und Verfahrensweisen zur empirischen Analyse interkultureller Kommunikationsphänomene reflektiert werden. Aufgrund des interdisziplinären Charakters sind dabei Methoden, Theorien und Impulse aus verschie-denen sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen relevant.

Die Tagung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen, die an methodischen Fragen zur Erforschung interkultureller Kommunikation interessiert sind. Von besonderem Interesse ist zum einen, wie Kultur in unterschiedlichen qualitativen Forschungsansätzen als Fokus einer untersuchenswerten, kommunikativen Konstellation konstituiert und konstruiert wird. Zum anderen geht es darum, welche methodischen Konsequenzen und empirischen Herausforderungen sich dann daraus ergeben, sowohl forschungspraktisch als auch konzeptionell. Zum Tagungsthema wird Anfang 2009 auch eine Schwerpunktausgabe des Online Journals „Forum Qualitative Sozialforschung“ erscheinen.

Die Tagung ist bewusst in einem überschaubaren Rahmen mit ca. 30-40 TeilnehmerInnen als Fachveranstaltung konzipiert. Für die Tagung haben wir unterschiedliche Arbeitsformen vorgesehen, um nicht nur Vorträge im „klassischen“ Stil, sondern auch viel Teilnehmermitwirkung und Workshops zu ermöglichen. In einigen Kurzvorträgen und verschiedenen Inputformaten sollen unterschiedliche Ansätze mit prinzipiell interdisziplinärem Charakter vorgestellt und diskutiert werden.

 

Organisatorisches

Die Fachtagung "Qualitative Forschung zur Interkulturellen Kommunikation" finden
am 19. (Beginn: 13.00 Uhr) und 20. September 2008 (Ende ca. 13.00 Uhr) an der Universität Landau statt.

Veranstaltungsort ist die Akademie für Führungspädagogik (AFP) in der Ostbahnstr. 12.
Wegbeschreibung zum Tagungsort auf Google Maps

 

Kosten:

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Aufgrund der begrenzten Platzkapazität ist eine schriftliche Anmeldung per Email  an

juge at web.de erforderlich. Bei Verhinderung bitten wir dringend um eine schriftliche Absage Ihrer Anmeldung, damit andere nachrücken können! Danke.

 

Unterkunftsmöglichkeiten:

Aufgrund der Weinlese sind Hotelzimmer in und um Landau erfahrungsgemäß rar. Sie sollten sich daher um eine frühe Buchung Ihrer unterkunft bemühen.

 

Leitung und Organisation:

Dr. Matthias Otten (Landau)
(in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dominic Busch, Frankfurt/Oder)
Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung
Tel. (06341) 906 208 oder 990 251
otten at uni-landau.de