Forschungsprofillinien des Fachbereichs 5: Erziehungswissenschaften

Der Fachbereich  5: Erziehungswissenschaften strukturiert seine Forschungsaktivitäten durch drei Profillinien. Diese knüpfen an bestehende Forschungsprojekte an und definieren neben den Forschungsfeldern die zentralen Forschungseinrichtungen und -aktivitäten des Fachbereichs:

Profillinie: Normativität in Wissenschaft und Lebenswelt

Im Zentrum stehen die komplexen Probleme der moralischen Selbstverständigung in der Gegenwart, die angesichts ihrer historischen Genese sowie ihrer sozialen Wirklichkeit erfasst und mit Blick auf das adäquate Handeln mit dem methodischen Instrumentarium der Philosophie analysiert werden. In diesem Sinne werden einerseits Beiträge zur ethischen Theoriebildung erarbeitet und zum anderen aktuelle Fragen der moralischen Orientierung und des nach Wertmaßstäben begründeten Handelns aufgegriffen und systematisch reflektiert. Diskutiert und analysiert werden sowohl die normativen Probleme an der Grenze zwischen Lebenswelt und Wissenschaft als auch die normativen Begründungsoptionen an den Schnittstellen, die sich zwischen den unterschiedlichen Wissenschaften und in den pluralistisch verfassten Orientierungs- bzw. Handlungsfeldern ergeben.

Profillinie: Erziehung und Bildung unter Bedingungen der Heterogenität

Heterogenität ist ein unhintergehbares Kennzeichen moderner Gesellschaften. Sie bildet die gegenwärtige und zukünftige Grundlage für Erziehungs- und Bildungsprozesse und stellt zugleich eine Herausforderung für gerechtes pädagogisches Handeln dar.

Die Analyse unterschiedlicher Kategorien von Heterogenität sowie die Entwicklung theoretischer Ansätze, Orientierungen und Leitlinien zum Umgang mit Heterogenität und die empirische Überprüfung von deren Anwendbarkeit reagiert insbesondere auf die aktuelle wie die zukünftige Notwendigkeit, der Herausforderung durch Heterogenität mit optimierten Kompetenzen zu begegnen.

Profillinie: Bildungsprozesse in institutionellen und organisatorischen Kontexten

Diese Profillinie zielt darauf ab, Rahmenbedingungen von Erziehungs- und Bildungsprozessen sowie Einflussfaktoren auf entsprechende Prozesse, die im Kontext von Institutionen und Organisationen ablaufen, zu erheben, zu analysieren und sie zu verbessern. Entsprechende Institutionen und Organisationen begleiten wesentliche Teile des biographischen Lernprozesses der Menschen in modernen Gesellschaften und reichen von der frühkindlichen Bildung über verschiedene Schulformen bis hin zu Bildungsprozessen in Hochschule, Unternehmen und (Weiter-)Bildungseinrichtungen.