Forschungsprofil

Forschungsschwerpunkte

  • Allgemeine Sprachtheorie und Semiotik
  • Syntax des gesprochenen Deutsch
  • Grammatische Zweifelsfälle und Normfragen im Deutschen
  • Medientheorie und multimodale Analyse

 

Gutachtertätigkeit

  • Gutachtertätigkeit für die DFG
  • Gutachtertätigkeit für die Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Mitglied des Editorial Board der Zeitschrift jfml (Journal for Media Linguistics)
  • Mitglied des Editorial Board der Buchreihe "Variolingua" beim Peter Lang Verlag

 

Mitgliedschaften

  • Deutsche Gesellschaft für Semiotik (stellv. Vorsitzender)
  • Gesellschaft für Angewandte Linguistik
  • Gesprächsforschung e.V.

 

Referenzen & Unternehmenskontakte

  • Duden / Bibliographisches Institut GmbH; Referenzen: Dr. Kathrin Kunkel-Razum, Melanie Kunkel (Duden-Redaktion)
  • ak dmaw (Arbeitskreis Datenmanagement in der Umwelt- und Abfallwirtschaft); 4waste GmbH; Referenz: Achim Birr (Geschäftsführer 4waste GmbH)

 

Forschungsprofil

Die Sprachwissenschaft begreife ich als eine semiotische Disziplin mit interdisziplinären Bezügen zur Medienwissenschaft, Philosophie, Soziologie und Psychologie. Sprache tritt immer als verkörperte Sprache in Erscheinung: gesprochen, geschrieben oder gebärdet - in diesem Sinne gibt es keine unvermittelte, d.h. a-mediale, sprachliche Kommunikation. Aufgabe der Sprachwissenschaft ist es daher, den Sprachzeichengebrauch in seiner Medialität und im Verhältnis zu anderen Medien und Zeichensystemen zu beschreiben.

An meine Habilitationsschrift "Spielräume der Medialität" (2008) anknüpfend, vertrete ich einen dynamischen, prozess-orientierten Medienbegriff, indem ich Medien als Verfahren der Zeichenprozessierung konzeptualisiere. Ein solcher Medienbegriff eignet sich dazu, Semiotik, Medienlinguistik und Interaktionale Linguistik stärker zusammenzuführen. Diese Verbindung bietet zudem eine theoretische und methodische Basis für multimodale Gesprächs- und Textanalysen (Schneider 2017; Schneider/Stöckl 2011).

In dieser medialitätstheoretischen und interaktionslinguistischen Perspektive befasse ich mich seit 2009 auch intensiv mit der Syntax des gesprochenen Deutsch (siehe DFG-Projekt „Gesprochener Standard“, dokumentiert in Schneider/Butterworth/Hahn 2018). Darüber hinaus gelten meine Forschungsinteressen der Beziehung zwischen Linguistik, Öffentlichkeit und Sprachkritik, wobei es u.a. darum geht, das Normativitätsproblem und die damit zusammenhängende Frage nach sprachlicher – vor allem: grammatischer – 'Richtigkeit' aus linguistischer Sicht zu diskutieren. In diesem Kontext steht auch meine langjährige Mitarbeit und Autorschaft beim "Zweifelsfälle-Duden" (Duden, Band 9; 7. und 8. Auflage).

Meine Forschungsarbeiten zur Normativität verfolgen zudem ein didaktisches Ziel: Wie lässt sich das Problem sprachlicher Korrektheit und Angemessenheit – kontrastiv zur populären Sprachkritik – im Deutschunterricht behandeln?