Phase 1

Ökonomische Kompetenzen und Einstellungen baden-württembergischer Schülerinnen und Schüler im Jahr 2016

Zusammenfassung

Die Studie erfasste die ökonomische Kompetenz von Schülerinnen und Schülern in Baden-Württemberg und deren Einstellungen zu wirtschaftlichen Phänomenen. Insgesamt testeten wir 2.333 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 aller allgemeinbildenden Regelschulen sowie der Klasse 11 des Gymnasiums. Die Ergebnisse erlauben eine Kompetenzdifferenzierung nach Klassenstufen und Schularten. Sie liefern auch Hinweise auf Zusammenhänge zwischen vielerlei Faktoren, wie Geschlecht, Bildungshintergrund der Eltern usw., und dem Kompetenzniveau. Für die Oberstufe des Gymnasiums ist außerdem ein Vergleich zwischen den Leistungen mit und ohne Fachunterricht möglich.

Einige Ergebnisse

  • Schulartenvergleich: Schülerinnen und Schüler am Gymnasium schneiden erwartungsgemäß auf der gleichen Klassenstufe besser ab als jene von der Realschule. Schülerinnen und Schüler der Realschule wiederum besser als jene der Werkrealschule.
  • Klassenstufe: In jeder Schulart nimmt das Niveau ökonomischer Kompetenz mit fortschreitender Klassenstufe zu. Den stärksten Effekt finden wir in der Werkrealschule von Klasse 9 nach Klasse 10.
  • Fachunterricht: Schülerinnen und Schüler der elften Klasse mit Fachunterricht Wirtschaft schnitten zwar besser ab als jene ohne Fachunterricht. Der Effekt war aber nicht signifikant.
  • Geschlecht: Mädchen schneiden – außer in der Realschule – etwas schlechter ab als Jungen. Der Effekt ist aber sehr klein.
  • Migrationshintergrund: Schülerinnen und Schüler, bei denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren wurde, schneiden schlechter ab als die anderen. Der Effekt war besonders groß, wenn sie zuhause in der Kindheit eine Fremdsprache gesprochen hatten.
  • Einstellungen: Es gibt nur sehr geringe Zusammenhänge zwischen Einstellungen und ökonomischer Kompetenz. Am stärksten war er noch bei der Skala Einkommensverteilung. Stimmten Schülerinnen und Schüler eher einer Angleichung aller Einkommen oder einer gleichen Verteilung des Gewinns auf Unternehmer/innen und Arbeitnehmer/innen zu, hatten sie ein etwas schlechteres Testergebnis.

 

Projektlaufzeit: 06/2015 – 05/2017

Projektteam:

Veröffentlichung: ab Herbst 2017 im Swiridoff-Verlag

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