Diamant

Diamant Logo

DiAmant A - Diagnose und Adaption medial analysieren und nachhaltig trainieren

 

 

Das Arbeiten mit diversen Arten von Modellen ist ein grundlegendes Anliegen des Chemieunterrichts. Insbesondere der Aspekt der beschränkten Wiedergabe der Realität und die damit verbundenen Grenzen der Modellvorstellungen sollen dabei im Fokus stehen. Hier setzt das Forschungsprojekt an. Das Grundkonzept besteht darin, Schüler*innen ausgewählte Experimente zu Lösungs- und Diffusionsprozessen durchführen zu lassen. Die Erarbeitung der Deutung der Versuche auf Teilchenebene erfolgt im Anschluss auf der Basis von drei unterschiedlichen Modelltypen: illustrative Modelle, haptisch-interaktive Modelle und digital erweiterte Modelle (AR). Dazu werden im Rahmen einer Videostudie einzelne Schüler*innen beim Arbeiten mit den Modellen gefilmt. Die Aufzeichnungen werden im Anschluss kategoriengeleitet analysiert. Darüber hinaus werden problemzentrierte Leitfrageninterviews mit den Probanden durchgeführt. Ziel dieser Studie ist es, Probleme und Besonderheiten zu identifizieren, die während des Arbeitens mit den unterschiedlichen Modelltypen auftreten. In der anschließenden Evaluationsstudie mit Kontrollgruppendesign wird der Frage nachgegangen, wie sich unterschiedliche Präsentationsformen chemie-bezogener Modelle auf das situationale Interesse, die Modellkompetenz und die Teilchenvorstellung von Schüler*innen der Sekundarstufe I auswirken. Die Intervention besteht aus drei Doppelstunden, in denen die Schüler*innen jeweils zwei Experimente durchführen. Experimentalgruppe I erarbeitet sich die Deutungen mit haptisch-interaktiven Modellen, Experimentalgruppe II mit AR-Modellen und die Kontrollgruppe verwendet Arbeitsblätter mit Illustrationen. Die Untersuchung erfolgt hypothesengeleitet:

(H1) Die einzelnen Gruppen unterscheiden sich über den Interventionszeitraum hinweg in ihrem situationalen Interesse.

(H2) Die Modellkompetenz und die Teilchenvorstellungen der verschiedenen Gruppen entwickeln sich über die einzelnen Messzeitpunkte unterschiedlich stark.

Die Datenerhebung erfolgt mittels Fragebögen zum Pre-, Post- und Follow-Up-Zeitpunkt. Damit ist sowohl geplant, die Entwicklung der Probanden zu analysieren als auch die beiden Experimentalgruppen und die Kontrollgruppe im Hinblick auf die Hypothesen zu vergleichen.