Bachelorarbeiten

Bachelorarbeiten im Bereich Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalter

 

Voraussetzungen

Die Betreuung mancher Bachelorarbeiten in unserer Arbeitseinheit sind an ein mind. 6-wöchiges Forschungspraktikum (Pflichtpraktikum) in der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters gekoppelt. Das Bachelorkolloquium beginnt jeweils im Sommer- und Wintersemester. Das Forschungspraktikum kann ggfs. auch früher beginnen.

Vorgehen:

  • Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage mit der Angabe, welches Thema Sie interessiert per E-Mail an den Betreuer/die Betreuerin der Arbeit. Die Angaben zur Kontaktperson finden Sie bei der Themenbeschreibung.
  • Interessenten werden zu einem Gespräch eingeladen.

 

Aktuell sind folgende Themen für Bachelorarbeiten zu vergeben:

Patientenzufriedenheit im Vergleich bei gerichtlich untergebrachten Jugendlichen und Heranwachsenden in der Psychiatrie

Nicht-Suizidales Selbstverletzendes Verhalten

Schlafstörung/Schlafverhalten

Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter

Psychologische Testdiagnostik in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Psychopathologie bei Jugendlichen in einer Inanspruchnahmepopulation

Komorbidität bei Angststörungen

Überprüfung der Gütekriterien bei einem Angstfragebogen

Lehrvideos

FMSS - Übersichtsartikel

 

 

Patientenzufriedenheit im Vergleich bei gerichtlich untergebrachten Jugendlichen und Heranwachsenden in der Psychiatrie

Die Fragebögen wurden von den Patienten in mehreren Kliniken mit jugendforensischem Schwerpunkt ausgefüllt. Die Fragebögen sollen ausgewertet und bewertet werden. Es ergeben sich Fragen zum Vergleich der Ergebnisse in Klingenmünster 2017 und 2018: wo weichen die Ergebnisse statistisch relevant vom Vorjahresergebnis ab? Können die Ergebnisse als relevante Größe im Sinne eines benchmark herangezogen werden? Kann der Fragebogen aussagetechnisch optimiert werden?

Die Bachelorarbeit wird in Kooperation mit Herrn Dr. Wolfgang Weissbeck, Pfalzklinikum (wolfgang.weissbeck@web.de) angeboten. 

Nichtsuizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV)

Die Betreuung der folgenden Arbeiten erfolgt von Frau Prof. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de)

 Multimethodale Erfassung der Emotionsregulation: Der Zusammenhang der emotionalen Go/Nogo Aufgabe und Selbstberichtverfahren bei Jugendlichen mit Nichtsuizidalen Selbstverletzungen.

Anhand der emotionalen Go/Nogo Aufgabe können objektiv die Emotionsregulation, Emotionsdiskriminierung und die kognitive Kontrolle gemessen werden. Diese Daten sollen verglichen werden mit Selbstberichtverfahren zur Emotionsregulation und einem Fragebogen zum Belohnungsaufschub. Stichprobe sind Jugendliche mit Nichtsuizidalen Selbstverletzungen und eine Schülerstichprobe. 

 

Erfassung impliziter Assoziationen bzgl. Selbstverletzungen

 

Nock und Banaji (2007) zeigten, dass der self-injury IAT (SI-IAT) gegenwärtige Suizidgedanken und -versuche prädiziert. Außerdem konnte gezeigt werden, dass der SI-IAT einen reliablen Prädiktor nachfolgender nichtsuizidaler Selbstverletzungen darstellt (Cha et al., 2016). Ziel der Bachelorarbeit ist es, anhand des modifizierten SI-IAT implizite Einstellungen bzgl. Selbstverletzungen in einer Online-Stichprobe zu erfassen und zu untersuchen.

 

Schweregraderfassung von nichtsuizidalen Selbstverletzungen

 

Nichtsuizidales Selbstverletzendes Verhalten ist ein weit verbreitetes, klinisch relevantes Phänomen und gilt als Risikofaktor für Suizidalität. Aufgrund dessen ist es notwendig, selbstverletzendes Verhalten im diagnostischen Prozess ökonomisch und unter Berücksichtigung verschiedener Facetten, dimensional zu erfassen. Der NSSV-Schweregradfragebogen (In-Albon, Niedtfeld, & Kaess, 2017) wurde in einem ersten Schritt validiert und modifiziert. Im zweiten Schritt soll die angepasste Version des Fragebogens erneut evaluiert werden.

Schlafstörungen/Schlafverhalten

Diese Arbeiten werden von Frau Prof.Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de) betreut und in Kooperation mit Herrn Dr. Weeß, Schlafzentrum Pfalzklinikum durchgeführt.

Thema 1: Risikoverhalten und Schlaf:

Der Einfluss von Schlafmangel und Schlafstörungen auf das kognitive Entscheidungsverhalten (gesellschaftliche Relevanz, z.B. bei politischen oder wirtschaftlichen Entscheidungen).

Thema 2: Liebe, Schlaf und Partnerschaft

Wie wirkt sich der Chronotyp (Lerche oder Eule), das Schlafverhalten und Schlafstörungen auf die Partnerschaft aus. Partnerschaftszufriedenheit und Schlafgewohnheiten. Wie wirken sich Verliebtsein und Trennungen bei Jugendlichen auf das Schlafverhalten aus?

Thema 3Schichtarbeit und Schlafstörungen

Auswirkungen der 24 Stunden Non-Stop Gesellschaft auf Schlaf Leistungsvermögen und psychische Gesundheit. Welche verhaltenstherapeutische Interventionen bei Schichtarbeit sind wirksam?

Thema 4: Insomnien und die Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Interventionen bei Kindern und Jugendlichen.

 

Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter/Kinder und Jugendlichen Psychotherapie

 

Was machen gute Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen aus?

Für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichentherapeuten an unserem Institut findet die Auswahl derzeit über die Bewerbungsunterlagen und ein Bewerbungsgespräch statt. Es gibt bisher jedoch keine wissenschaftlich fundierten Empfehlungen welche Merkmale ein Kinder und Jugendlichenpsychotherapeut zu Beginn der Ausbildung mitbringen sollte  und welche Fähigkeiten in der Ausbildung zum Beispiel durch die Selbsterfahrung weiter entwickelt werden sollten. Um einen ersten Startpunkt für weitere Forschungen zu haben soll im Rahmen einer Theoriearbeit der aktuelle Forschungsstand zu diesem Thema dargestellt werden. Da in dem Bereich der KJP sehr wenig Forschungsdaten vorliegen müssen vermutlich wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Erwachsenenbereich herangezogen werden. Abschließen sollte die Arbeit mit einer (groben) Idee wie ein erstes Forschungsvorhaben in diesem Bereich aussehen könnte.

Die Betreuung übernimmt Frau Dr. Daniela Schwarz. Bei Interesse senden Sie mir einfach eine E-Mail und wir vereinbaren einen Termin zur Vorstellung : schwarzd@uni-landau.de

Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter

Kinder und Jugendliche sind mit einer durchschnittlichen Periodenprävalenz von 18% von psychischen Störungen betroffen (Ihle & Esser, 2002). Die Behandlungsquote liegt jedoch bloß bei 17% der Betroffenen (Ihle & Esser, 2002; Wittchen, 2002). Psychische Störungen gehen mit einem hohen Leidendruck und einer Beeinträchtigung der Betroffenen einher (Jacobi et  al., 2014) und verursachen gesellschaftlich hohe Kosten (Jacobi & Kessler-Scheil, 2013). Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, da der Beginn von psychischen Störungen häufig in dieser Altersgruppe liegt (Kim-Cohen, 2003). Eine frühzeitige Behandlung verhindert das Auftreten komorbider Störungen sowie die Chronifizierung von psychischen Störungen (Woodward & Fergusson, 2001; Merikangas et al., 2010). Weiterhin verdeutlichen die Daten die Wichtigkeit von Prävention psychischer Störungen im Kindes- und Jugendalter. Gute Emotionsregulationsstrategien stellen hierbei einen wichtigen Schutzfaktor für eine mental gesunde Entwicklung dar (Blair & Coles, 2000; Lengua, 2002).

Die Arbeiten sind nicht an ein Pflicht- Forschungspraktikum gekoppelt. Ein Forschungspraktikum innerhalb des Projektes ist allerdings möglich. 

Folgende Themen sind zu vergeben:

Thema 1: Einfluss des Präventionsprojekt auf Risiko- und Schutzfaktoren
Mittels eines standardisierten Fragebogens soll der Einfluss des Präventionsporjektes "Umgang mit Gefühlen" bei Schüler*innen der 3.-10. Klasse untersucht werden. Die BA beinhaltet die Koordination der Befragung vor und nach Durchführung des Projektes.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Herrn Raphael Gutzweiler (gutzweiler@uni-landau.de)

Thema 2: Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei Jugendlichen

Diese Bachelorarbeit widmet sich der Untersuchung von Hemmschwellen zur Aufnahme einer Psychotherapie bei psychischen Probleme und dem Hilfesuchverhalten von Jugendlichen. Aktuelle Fragestellungen sind der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdstigma, der Einfluss der Beziehungsqualität der Eltern, kognitive Schemata und elterliches Gefühlscoping auf das Hilfesuchverhalten bei psychischen Schwierigkeiten. Darüber hinaus werden Jugendliche mit einer psychischen Störung retrospektiv nach Hemmschwellen befragt. Weitere Informationen erhalten Sie bei Simone Pfeiffer (pfeiffer-s@uni-landau.de)

Thema 3: „Umgang mit Gefühlen“ –Evaluation eines manualisiertes Baukastensystem für die Konzeption von Präventionsprogrammen zum Thema Emotionsregulation bei Kindern und Jugendlichen

Diese Arbeit gliedert sich in das Präventionsprojekt „Umgang mit Gefühlen“ , welches im Rahmen der Lehrveranstaltung B.N.2. Durchführung und Konzeption einer Präventionsmaßnahme durchgeführt wird. Inhalt des Seminars ist die Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Prävention psychischer Störungen zum Thema Emotionale Kompetenzen und Emotionsregulation. Ziele der Präventionsmaßnahme ist die ressourcenorientierte Wissensvermittlung zum Thema „Gefühle“ (z.B. Was sind Gefühle, Welchen Nutzen haben Gefühle?) sowie die Vermittlung von altersentsprechenden Strategien zur Emotionsregulation. Die inhaltlichen Bausteine stammen aus wissenschaftlich evaluierten Präventionsprogrammen, deren Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte (z.B. Cierpka, 2002; Petermann et al., 2013).  Die Bausteine sind in einem Manual zusammengefasst. Ziel der Arbeit ist die Evaluation dieses Manuals an Schulen im Rahmen des Präventionsprojekts (Lehrveranstaltung B.N.2): Betreuung : Raphael Gutzweiler und Simone Pfeiffer.

Thema 4: Implementierung von Präventionsangeboten an Schulen mittels eines Service Learning Konzepts

Studierende als Gruppenleiter in der Konzeption und Durchführung von Präventionsmaßnahmen sind eine wertvolle Ressource zur Implementierung von Präventionsprogrammen. Die Lehrveranstaltung B.N.2. Durchführung und Konzeption einer Präventionsmaßnahme wird seit 2014 im Rahmen eines Service Learning Konzepts durchgeführt. Befragungen von Lehrern, Schülern und Studierenden ergeben hohe Akzeptanzwerte (Pfeiffer & In-Albon, 2016). Ziel der folgenden Arbeit ist die Auswertung der Erhebung der Akzeptanz aus dem Projekt 2016 mit einer theoretischen Diskussion und Reflektion dieses Konzeptes in Bezug auf deren Relevanz zur Erhöhung der Implementierung von Präventionsmaßnahmen. Hier können ggfs. auch noch Inhalte aus der Bedarfsanalyse entnommen werden zur Einstellung von Lehrern bezüglich des Einsatzes von Studierenden bei der Leitung von Präventionsprogrammen.

 

Erhebung der psychologischen Testdiagnostik in der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie: Was hat sich seit 2000 getan?

Bölte und Kollegen befragten 2000 92 ambulante und stationäre kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen zu deren Handhabe und Einschätzung testpsychologischer Verfahren. Eine vergleichbare Umfrage soll erneut durchgeführt werden. Zusätzlich wird das Augenmerk auf die prä-post Therapieerhebung gelegt.

Die Bachelorarbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Pfalzinstitut – Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Klingenmünster. Betreuung: Frau Prof.Dr. Tina In-Albon (in-albon@uni-landau.de)

Bölte, S., Adam-Schwebe, S., Englert, E., Schmeck, K. & Poustka, F. (2000). Zur Praxis der psychologischen Testdiagnostik in der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie: Ergebnisse einer Umfrage. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 28 (3), 151-161.

 

Psychopathologie bei Jugendlichen in einer Inanspruchnahmepopulation

Die Daten stammen aus einer klinischen Inanspruchnahmepopulation (stationäre Klink in Zürich). Erfasst wurden die Störungsdiagnosen und die allgemeine Psychopathologie. Darüber hinaus wurden Risiko- , Protektions-Bewältigungsstrategien,  und Vulnerabilitätsfaktoren für psychische Störungen (z.B. Life Events, Coping Verhalten, Selbstwert) in einem Querschnittdesign erfasst. Die gleiche Fragebogenbatterie liegt auch für eine Bevölkerungsstichprobe (ZAPPS-Studie) vor.

Folgende Fragestellung kann untersucht werden:

  • der Einfluss von Life Events sowie die protektive Rolle von Coping, bzw. Selbstwert auf das Auftreten von Anpassungsstörungen/Belastungsstörungen oder emotionale Störungen des Kindesalters.

Die Betreuung übernimmt Frau Dr. Daniela Schwarz. Bei Interesse senden Sie mir einfach eine E-Mail und wir vereinbaren einen Termin zur Vorstellung : schwarzd@uni-landau.de.

Komorbidität bei Angststörungen

Komorbide Störungen bedeuten mehr als nur das gleichzeitige Auftreten von psychischen Störungen bei einer Person zu einem gegebenen Zeitpunkt, denn sie beeinflussen sich gegenseitig. Im Bereich der Angststörungen im Kindes- und Jugendalter sind komorbide Störungen eher die Regel als die Ausnahme. Ziel dieser Arbeit soll eine sorgfältige Literaturrecherche mit der Erstellung einer Übersicht zur aktuellen Studienlage zu oben genanntem Thema sein.

Die Betreuung übernimmt Frau Prof. Dr. In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

Überprüfung der Gütekriterien bei einem Angstfragebogen

In der Elternversion eines bestehenden Angstfragebogens sollen die Gütekriterien untersucht werden.

Die Betreuung übernimmt Frau Prof. Dr. In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

Videolehrprojekt

Es sollen Videoausschnitte, bspw. Experteninterviews, zu verschiedenen psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter erstellt werden.

Ansprechpartner ist Frau Prof. Dr. In-Albon (in-albon@uni-landau.de).

Five-Minute-Speech-Sample (FMSS)

Über das FMSS soll ein Übersichtsartikel geschrieben werden, in dem der aktuelle Stand der Literatur zusammengefasst wird und Implikationen für die weitere Forschung dargestellt werden.

Ansprechpartner ist Frau Taru Tschan (tschan@uni-landau.de).